Full text: Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik - 15.1908 (15)

242 Anufgätze 
 
als Grundbestandteile der wägbaren Materie betrachtet werden mügsen, 
noch andere Atome angenommen, die gie unter dem Namen Äther 
zugammenfaßt. Die Atome des Äthers gollen gich gegengeitig ab- 
Stoßen, während zwischen jedem Atome der wägbaren Materie und 
Ätheratome Anziehung stattfindet. So ist um jedes Atom der Materie 
gine Äthersphäre gruppiert, deren Elemente mancherlei Kinwirkungen 
von Seiten der Körperatome empfangen können, wenn diese durch 
irgend eine Urgache aus ihrer Gleichgewichtslage verrückt werden. 
Dadurch können die Atome der Äthersphären und weiterhin auch die 
Ätheratome im umgebenden Raume in gewisss Bewegungszustände 
vergetzt werden, die Sich von Atom zu Atom auf benachbarte Körper 
fortpflanzen und in diesen entsprechende Veränderungen hervorbringen. 
Die Fortpflanzung der Strahlenden Wärme und deren Wirkung bietet 
hierzu ein bekanntes Beispiel. 
Gehen wir von hier aus zurück zu ungerer oben begonnenen 
Vergleichung der einfachen Klemente, 80 führt diese tfast von gelbst 
zur möglichen ExisStenz von Solchen Blementen, die man in der 
physikalischen Atomistik unter dem Namen des Äthers zugammen- 
faßt. Die Qualitäten der einfachen Klemente können gleich gein, aber 
auch in bestimmten Gegengätzen untereinander Stehen. Der Gegen- 
Satz kann nicht allein mehr oder minder stark Sein, Sondern auch 
noch eine andere Arti des Unterschiedes darbieten, je nachdem ent- 
weder Schon Kin Klement A hinreicht, um ein anderes B zu einer 
vollständigen Reaktion, nämlich zu dem möglichen Maximum dergelben, 
das Sich als Kinheit betrachten läßt, zu veranlassen, oder erst mehrere 
Klemente a denjenigen Grad der Reaktion hervorzubringen vermögen, 
dessen B überhaupt fähig ist, 80 daß der Grad der Reaktion, zu 
welchem B durch ein a gebracht wird, als ein Bruchteil der Finheit 
anzugehen iSt. Diese Vergschiedenheit läßt Sich als Gleichheit und 
Ungleichheit des Gegengatzes bezeichnen. Stehen also die Elemente 
A und B in einem gleichen Gegengatze zueinander, 80 werden gich 
beide Klemente, falls Sie zusammen gind, zu dem höchsten Grad der 
Reaktion, desgen Sie überhaupt fähig Sind, veranlassen. Kommt aber 
noch ein zweites Klement A hinzu, 80 wirkt B abstoßend, indem es 
der Erhöhung Seiner Reaktion über das mögliche Maximum hinaus 
widerstrebt. Ist aber der Gegengatz zwiSchen zwei Elementen B und 
a ein ungleicher, 80 daß etwa zwei Blemente der Art a nötig 
Sind, um in B das Maximum der Reaktion hervorzubringen, 80 wird 
die Reaktion von B gegen ein einzelnes a: == 1/, der ganzen Reaktion 
iw B Sein. Die beiden a werden in diegem Falle mit B zusammen 
bleiben können, Solange bis ein drittes a hinzukommt, wo dann das
	        
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