Full text: Anzeiger für die neueste pädagogische Literatur - 20.1891 (20)

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Spieker, Dr. Th. Lehrbuch der ebenen Geometrie mit 
1Ibung38-Aufgaben für höhere Lehranſtalten. (IV, 180 S.) 
Mit vielen Holzſ<hnitten. Ausgabe B. Für mittlere Klaſſen. 
2. Aufl. 1 M. 60 Pf. 
Sprohoff, A. Grundzüge der Mineralogie. 2. verm. 
Auflage. Mit 215 Abbildungen. (XVI, 272 S.) Hannover, 
1891. C. Meyer. 
-- Einzelbilder aus dem Mineralreiche. 3. umgearbeitete 
Auflage. Mit 43 Abbildungen. (64 S.) Ebd. 40 Pf. 
-- Sc<hul-Naturgeſ<ihte. Abteilung Mineralogie. 2. Aufl. 
Mit über 100 Abbildungen. (168 S.) Ebd. 1 M 60 Pf. 
 
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-- Mineralogie für Volksſchulen. (79 S.) Ebd. 50 Pf. 
Stein, A. Chriſtian Fürchtegott Gellert. Ein Leben3- 
bild. (203 S.) Halle a. S., 1891. Buchhandlung des Waiſen- 
hauſes. 2 M. 40 Pf. 
Stein, K. Klavierſchule in Lehre und Anwendung, ent- 
haltend Finger-Übungen, Übungsſtüke, Volkslieder, Opern- 
melodieen, Variationen, Sonatenſäte und melodiſche Stücke zu 
4 Händen. Erſte Stufe. 4. Aufl. (VU, 156 S.) Pots83- 
dam, 1890. A. Stein. 4 M. 
Strien, Dr. G. Lehrbuch der franzöſiſc<hen Sprache. 
1. Teil. (148 S.) Halle a. S., 1891. E. Strien. Geb. 
1 M. 40 Rf. 
Tiling, W. von. Von dem Rechte und dem Werte der Gym- 
naſialbildung. Eine pädagogiſche Studie. (XV1, 81 S.) 
Leipzig, 1891. G. Böhme Nachf. 1 M. 20 Pf. 
Ulrich, Dr. W. Übungsſtü>e zum Überſeßen aus dem 
Deutſchen in3 Franzöſiſche behufs Einübung der Regeln 
des Konjunktiv3 und .der Participien. (40 S.) Leipzig, 1891. 
A. Neumanns Verlag. 90 Pf. 
Wie kann das deutſc<e Volksbildungsweſen lebenskräftig 
werden? Denkſchrift eines Fragenden. (46 S.) Leipzig, 
1891. G. Böhmes8 Nachf. 60 Pf. 
Wie bleiben wir geſund? Allſeitige körperliche Bewegungen 
für Schule und Haus. (44 S.) Düſſeldorf, Sc<robsdorffſche 
Buchhdlg. 75 Pf. 
Wouwerman, A. von. Farbenlehre. Für die praktiſche An- 
wendung in den verſchiedenen Gewerben und in der Kunſt- 
induſtrie. Mit 7 Abbildungen. 2. verm. Aufl. (IV, 196 S.) 
Wien, 1891. A. Hartleben3 Verlag. 2 M. 25 Pf. 
Zeynek, G. von. Lehrbuch der deutſchen Stiliſtik und 
Poetik. Ein Leitfaden für Schulen, mit beſonderer Berücſich- 
tigung der Lehrerbildungsanſtalten. 6. Auflage. Graz, 1891. 
- Leuſchner u. Lubensky. Geb. 2 M. 60 Pf. 
Zimmermann, H. Handbuch für den Anſchauung3unter- 
ric<t und die Heimatskunde. (VU, 470 S.) Braun- 
ſ<weig, 1891. Appelhaus u. Pfenningstorff. 3 M. 60 Pf. 
Beſpredzungen. 
Pädagogik. 
Die Klaſſiker der Pädagogik. Band 11: Immanuel Kant. 
Bearbeitet von Dr. G. Fröhlich und Prof. Friedr. Körner. 
4 M. 30 Pf. Band 12: Johann Gottlieb Fichte. Bearbeitet 
von Dr. Friedr. Färber. 3 M. 30 Pf. Band 13: Johann 
Baptiſt Graſer, Bearbeitet von Dr. Heinrich Wie. 4 M. 
Langenſalza, Schulbu<hhandlung von F. G. L. Greßler. 
Es ſind dies gute Einführungen in das Studium der Scriften Kants, 
Fichtes und Grajers. Voran ſtehen immer biographiihe Mitteilungen, 
dann folgen Überſichten über die Hauptwerke undzulctzt ausgewählte Abj<nitte 
aus den Werken diejer Männer. Was nun die Auswahl betriſft, ſo werden 
ſich dabei immer ſpezielle Wüniche geltend machen, und mancher wird dies 
und jenes vermiſſen. Die Herausgeber haben hier die rechte Mitte gehalten, 
jo daß die Auswahl als eine treffliche bezeichnet werden muß. Immer iſt 
vabei zu berücſichtigen, daß es ſich hier nur um Einführungen handelt, 
denen eingehendes Studium der Werke jelbſt folgen joll. Bei dem Graſer 
behandelnden Bande iſt zu bemerken, daß derſelbe nicht abſchließt, daß ihm 
 
 
ein zweiter Teil folgen wird. Die Ausſtattung der Bände iſt ſehr gut; 
den beiden erſtgenannten find die Porträts Kant3 und Fichte3 beigegeben. 
Jahrbuch des Vereins3 für wiſſenſc<aftliche Pädagogik. 
Begründet von Prof. Dr. J. Ziller. 22. Jahrgang. Heraus- 
gegeben von Prof. Dr. Theodor Vogt, d. Z. Vorſißendem des 
Vereins. Dre8den, 1890. Bleyl u. Kammerer. 
Dieſes ni<t nur die Anhänger und Freunde der Herbartſhen Pädagogik, 
ſondern allgemein intereſſierende Jahrbuch enthält folgende Abhandlungen: 
1. GlöFner, Das Jdeal der Bildung und Erzichung bei Era3mus8 von 
Rotterdam; Thrändorf, Die Zeit der Aufklärung im Lehrplane des Religions- 
unterrichtes; Derſelbe, Präparationen für die Behandlung der Zeit der Auf- 
klärung ; Grabs, Über die Forderungen der Naturforſcher und Ärzte an die 
Schule; Träger, Erziehung der Geſellihaft; Capeſius, Methode, Methoden 
und Methodik. 
Förſter, Eduard, Seminardirektor. Tabellen zur Geſchichte 
der Pädagogif. Straßburg, 1891. C. F. Scmidts8 Uni- 
verſität8-Buchhandlg. Friedrich Bull. 
Ein trefflihes Wiederholungsbuc<. Es beſchränkt die Auswahl der Zahlen 
aufs notwendigſte, giebt in knapper Form die wichtigſten erziehlihen und 
unterrichtlichen Grundſätze der hervorragendſten Pädagogen und berüſichtigt 
die wichtigſten Erſcheinungen der pädagogiſchen Litteratur. 
Pieper, Joſeph. Pädagogiſche Mußeſtunden. Düſſeldorf, 
1889. L. Shwannſc<e Verlagshandlung. 2 M. 
Wir können dies vielſeitige, anregend geſchriebene Buch nicht beſſer harakte- 
riſieren, al3 der Verfaſſer es ſelbſt auf deſjen Titelblatt gethan hat; er be- 
zeimnet den Inhalt als „zwangloſe Plaudereien aus den verſchiedenen 
Gebieten der Erziehung und des Unterrichts zur Anregung und Belehrung.“ 
Schneider, Dr. Karl, Geh. Ober-Regierungsrat im Kgl. preuß. 
Unterricht8-Miniſterium. Rouſſeau und Peſtalozzi, der 
JdealiSmus auf deutſchem und franzöſiſchem Boden. Berlin, 
1889. R. Gärtners Verlag. 
Dieſe zwei in der Realſchule zu Bromberg zum Beſten des Kir<henbau- 
vereins gehaltenen und zu dem des Peſtalozzi-Vereins für die Provinz 
Brandenburg bereit3 in 4. Auflage herau8gegebenen Vorträge Zarakteriſieren 
in geiſtvoller, philoſophiſ<er Weiſe die Zeit jener beiden Männer und 
zeigen an der Hand ihrer Lebenögeſchichte, wie ſie, beide im Strome der 
Aufklärung ſtehend, ſich doh dur< ihr Gemüt -- ihren Idealismus -- 
von derſelben unterſcheiden. 
Kellner, Dr. €. Pädagogiſche Mitteilungen aus den Ge- 
bieten der Schule und de38 Hauſes. 4. Auflage. Cſſen, 
1889. BVerlag von G. D. Bädeker. 4 M. 
Dies Buch enthält eine reichhaltige Sammlung von Aufſätzen, die jedem 
Schulmanne Freude bereiten werden. Die verſchiedenſten Seiten des Lehrer- 
und Schullebens werden beſprochen, und Blatt für Blatt zeigt uns, wie der 
Verfaſſer niht nur von großer pädagogiſ<Fer Erfahrung, ſondern auc<ß von 
warmer Liebe zur Schule und zu deren Angehörigen erfüllt iſt. 
Kirchner, Dr. Lic. Friedr. Über Gemüts3bildung. 36. Heft 
der deutſchen Zeit- und Streitfragen. Hamburg, 1888. Ver- 
lagsanſtalt und Druckerei A.-G. (vormals J. F. Richter). 80 Pf. 
In unſerer Zeit, die weder Raſt noc Ruh' kennt, wo man die Nervoſi- 
tät als einen Maßſtab der Kultur angeſehen hat, iſt eine Arbeit über Ge- 
mütsbildung ſehr zeitgemäß. Der Verfaſſer erörtert auf 30 Seiten das 
Weſen des Gemüts, die e<hte Gemütsbildung und zeigt die Wege, auf 
welhen man zur rechten Bildung des Gemüts gelangt. Das Heft iſt ſehr 
lejensSwert, zumal da die geiſtvolle, edle Darſtellung den Genuß der Lektüre 
noh erhöht. 
Janke, Otto. Grundriß der Schulhygiene. Für Lehrer 
Hamburg und 
und Sculaufſichtsbeamte zuſammengeſtellt. 
Leipzig, 1890. Leopold Voß. 1 M. 50 Pf. 
An der Hand dieſes überſichtlihen und knappen Grundriſſe3 vermag 
jeder Lehrer zu prüfen, inwieweit das Sc<hulhau3, in dem er arbeitet, und 
der Unterricht, den er erteilt, den Unforderungen der Schulgejundheitspflege 
entſprehen. Ganz beſonders aber ſind die erſten fünf Kapitel (Bauplat, 
ESqhulgebäude, Nebenanlagen u. |. w.) au< den Perjönlichkeiten zur Beach- 
tung zu empfehlen, welche beim Bau und bei der Ausſtatiung von Schulen 
ein entſ<eidende3 Wort mitzuſprehen haben. 
Deutſche Sprache und Likferafkur. 
Schmitz, W. u. I. Schmitz, Grammatik der deutſchen 
Sprache. Freiburg im Brei3gau, 1889. Herderſ<e Verlag3- 
handlung. 2 M. 
In merkliher Weiſe unterſcheidet fich dieſe für höhere Lehranſtalten be- 
ſtimmte Grammatik von ähnlichen Büchern. Sie weicht nämlich von der 
gebräuhlihen Anordnung des Stoffes inſofern weſentlich ab, als hier die 
Saßlehre der Formenlehre vorangeſtellt iſt. Bei einer fremdſprachlichen 
Grammatik würde dieſer Umſtand wohl jſ<were Bedenken erregen, bei 
einem Lehrbuche der Mutterſprache ſcheint er dagegen nicht unberechtigt zu 
ſein; denn hier beherri<t ja der Lernende die Sprache ſc<on , ehe er 
Unterricht darin genießt, und er foll nur zu einem bewußten, verſtändni5- 
vollen Gebrauche derjelben angeleitet werden. Das jorgfältig gearbeitete
	        
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