Full text: Das Schulwesen in Preußen ... im Staate, in den Provinzen und Regierungsbezirken - 1921 (1924) (1)

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Noc<: Von 100 Lehrern der unten genannien Alteröjahre entfallen auf Ledige, Verheiratete 
und verheiratet Geweſene 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
| 2 
unſer | 90.25 | 25-30 | 30--35 | 35--40 | 40--45 | 45-30 | 50--55 | 55--60 | 60-85 | "ber ku hre 
65 (fa 
Orte von 2 600---10 000 Cinwohnern. - | : 
Ledig . -eieieiwo ir nr m -- 92,98 99,36 24,40 9,39 6,57 9,93 59,40 ' 4,34 | 3,96 | 3,57 26,26 
Verheiratet ......... -- 7,02 40,40 74,73 39,68 92,24 91,89 91,41 | 90,24; 8622| 92,88. dTl,79 
Verheiratet Geweſene . . . . -- 0,24 0,87 | 0,93 1,19 2,18 3,19 | 5,42 ; 9,82 3,57 | 1,95 
Orte von 10 000--190 600 Einwohnern. - 
Ledi - uur or nr ms | 96,32 | 64,06 | 26,49 11,67 6,58 5,90 4,34 3,81 3,7 3,57 23,92 
Verheiratet .. 6... | -- | 8,88: 35,67 72,53 86,73 91,71 91,89 92,23 90,66 85,66 82,14 | 73,69 
Verheiratet Geweſene . . . . | = | 0,27 | 0,98 1,60 1,71 9,21 2,93 5,93 10,63 14,29 :. 2,38 
Orte von mehr als 100 000 Einwohnern. 
Ledig - uner wie ee | -- 93,9% | 605,24 27,22 14,26 9,76 7,46 6,44 6,18 6,30 8,33 18,82 
Verheiratet . . . . uu. = 6,05 34,61 | 71,60 | 84,39| 88,30| 930,50 30,53 88,05 | 84,30 | 83,384 | T8,61 
Verheiratet Gewejene. . . . | =“ | 0,15 | 1,18 1,35 1,94 2,04 3,03 59,77 9,40 8,33 2,57. 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aus obiger Tabelle geht hervor, daß in den kleineren Orten, wenn man die gleichen Alteröjahre einander gegenüberſtellt, 
der Prozentſaß der verheirateten Lehrer faſt durchweg größer iſt als der Prozentſatz der ledigen Lehrer. Wenn in allen Alter3jahren 
zuſammengenommen der Prozentſaß der verheirateten Lehrer in den kleineren Orten geringer iſt, jo liegt das lediglich daran, daß 
dort die Lehrer durchſchnittlich jünger ſind *). 
Erwähnung verdient noch die Tatſache, daß bei den Katholiken der Prozentjats der ledigen Lehrer größer iſt als bei den 
Proteſtanten (27,98 gegen 23,27), der Prozentſatz der verheirateten geringer (69,68 gegen 74,70). Wie ſich das erklärt, konnte nicht 
feſtgeſtellt werden. | 
An Kindern entfielen auſ einen verheirateten oder verheiratet geweſenen Lehrer 1911 2,59, 1921 2,08. Die durchſchnittliche 
Kinderzahl iſt alſo erheblich zurückgegangen. In Orten unter 2 000 Einwohnern hatte ein Lehrer durchſchnittlich 2,15, in Orten von 
2 000- 10 000 Einwohnern 2,09, in ſolchen von 10 000-- 100 000 2,15, in ſolchen von mehr als 100 000 1,87 Kinder. Leider be- 
jagen dieſe Zahlen nur ſehr wenig. Einen tieferen Ginbli>f würde man erhalten, wenn man die Lehrer je nach der Kinderzahl 
(finderlo8, mit 1, 2, 3, 4 uſw. Kindern) in Gruppen einteilen und die abſolute Zahl der auf jede Gruppe entfallenden Perſonen 
ſowie den prozentualen Anteil dieſer Gruppen an der Geſamtzahl feſtſtellen würde. Auf die Auszählung diejer Angaben, die aus dem 
Material der Erhebung von 1921 an ſich ohne Schwierigkeit zu gewinnen wären, mußte aus Mangel an Mitteln leider verzichtet werden. 
Mit vorſtehenden Ausführungen iſt im weſentlichen erſchöpft, wa3 die Zählung von 1921 über die Verhältniſſe der plan- 
mäßig angeſtellten Lehrer ergeben hat, und e8 bedarf nunmehr nur noch einiger ergänzenden Angaben über die Hilfslehrer, und 
zwar über deren Verteilung auf die verſchiedenen Schulen nach ihrer Stufenzahl. Bei den Religionslehrern ergibt ſich dabei, daß 
in der Stadt die 1-7 ftufigen, auf dem Lande die 1- und Sſtufigen Schulen einen größeren, in der Stadt die 8ſtufigen, auf dem 
Lande die 3 - Sſtufigen einen kleineren Anteil an der Zahl der Roligionslehrer haben als dieſelben Schulen an der Zahl der plan- 
mäßig angeſtellten Lehrer. Das liegt durchaus in der Natur der Sache; denn wenn 3. B. eine 4ſtufige Schule in eine 8ſtufige ver- 
wandelt wird, ſo wird in der Regel die Zahl der planmäßig angeſtellten Lehrer verdoppelt werden müſſen: dagegen wird e3 keines- 
wegs immer notwendig jein, die Zahl der Religion3unterricht erteilenden Hilfslehrer zu verdoppeln. Bei den techniſchen Hilfslehrern 
zeigt ſich die gleiche Erſcheinung wie bei den Religionslehrern, nur daß in der Stadt der Einſchnitt zwiſchen 6 und 7 Stufen, auf 
dem Lande zwiſchen Halbtagsſchulen und zweiſtufigen Schulen mit zwei Lehrern liegt. Die Abweichung von den planmäßig ange- 
ſtellten Lehrern iſt hier ebenſo zu erklären wie bei den Religionslehrern. 
Hiermit können wir unſere Betrachtungen über die öffentlichen Volksſchulen abſchließen umd wollen nunmehr noch einen 
flüchtigen Blick auf die übrigen Schulen mit Volksſchulziel werfen. 
B. Sonſtige (öffentliche oder private) Schulveranſtaltungen mit dem Ziele der Volksſc<hule. 
Außer den öffentlichen Volköſchulen gibt es noc< eine Anzahl anderer Schulveranſtaltungen mit Volksſchulziel, die in 
folgender Überſicht zuſammengeſtellt ſind: 
 
 
 
 
 
 
 
Zahl der Schulen Zahl der Schüler 
Sc<ulart 
1911 1921 1911 1921 
Privatſchulen mit dem Ziele der Volksſ<ule. . . u... u 243 413 7 8359 13 964 
Seminarübungsſchulen. . ...---uuunine is inininiciw ie or 0 0 4 + 270 213 31 109 34 188 
Schulen in Waiſen» und Erziehungshäuſern. u cbubnbn + 84 72 9.667 5.195 
„ '»„ Bilindenanſtalten .. ..o.uocuo ies inis ioo ir iur mn 14 14 871 864 
„ » Taubſtummenanſtaltn .. ooo cn cen in ion bb 45 42 4 565 3 904 
„ „ NRettungshäuſern und in Anſtalten der Fürſorge- Erziehung 137 131 7 627 9 708 
„- » Anſtalten für körperlich oder geiſtig Zurügebliebene 45 49 3 648 3631 
| Znsgeſamt . . . 838 934 | 61322 71 454 
2,7 
Die oben aufgeführten Schulen machten nur 
% (1911 2,51 % ) aller Volköſchulen aus, ihre Schüler nur 1,29 % (1911 
1,09 % ) aller Kinder der Volköſhalen. Daraus ergibt ſich, daß der Zahl nach die Schulen nur eine geringe Rolle ſpielen. Doch 
iſt bei den Seminarübungsſchulen, auf die 1921 faſt die Hälfte (1911 ſogar mehr al3 die Hälfte) aller Schüler entfielen, die Be- 
*) a. a. O. S. 45* 11. 46*. 
 

	        
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