Full text: Zeitschrift für Kinderforschung - 26.1921 (26)

102 C. Literatur. 
 
C. Literatur. 
Literatur zur Kriminalität der Jugendlichen, 
A. Zahlen und Urgachen. 
Die Entwicklung der Kriegskriminalität der Jugendlichen. Von Dr. 
Nellwig. Deutsche Jugendgerichtsarbeit, IL Jhrg., Nr. 6. 
VerfasSer stellt die bis Jetzt erkennbaren allgemeinen Grundzüge der Jugend- 
kriminalität zuSammen und wendet Sich dann den Jugendschutzbestimmungen zu 
und ihrer Verwendung für die Friedenszeit. 
Tätigkeit der Berliner Jugendgerichtshilfe. Yon Ruth vy. der Leyen. 
Jugendfürsorge X'1, Nr. 4 und »Deutsche Jugendgerichtsarbeit.« 
Die VerfassSerin berichtet über die Jahre 1914--18 bez. 1916, bringt Zahlen, 
die eine rund vierfache Steigerung der Aburteilungen erkennen lassen, unterrichtet 
über die Beteiligung der Geschlechter, über die Schwere der Strafen und betont 
die YVorderungen, die vom erziehlichen Standpunkt aus für die Bebandlung Jugend- 
licher Straffälliger geltend gemacht werden mügsen. 
Zur Statistik der Jugendgerichtsbilfen. Berliner JGH.- Arbeit im 1. Halb- 
jahr 1918. Von Ruth y. der Leyen. Jugendfürgorge XIIT, Nr. 11 (Beilage 
» Deutsche Jug.-Gerichts-Arbeit«).. 
Die Ergebnisse des 1. Halbjahres 1918 werden mit denen von 1917 ver- 
glichen; das Ganze will die einheitliche Führung einer Statistik über die deutsche 
Jugendgerichtstätigkeit fördern und enthält darum auch allgemeine Richtlinien, 
Umfrage (der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge) über die Tätigkeit der 
deutschen Jugendgerichtshilfen. Von Dr. Käthe Mende. Die Jugend- 
fürsorge XII, Nr. 4. 
Neben Sstatistischem Material werden auch die in den verschiedensten Gegenden 
Deutschlands beobachteten Ursachen der Kriminalität mitgeteilt. 
Eine Betrachtung zugunsten der Straffälligen Jugend. Von Staatsanwalt 
Dr. Nagel. Deutsche Strafrechtszeitung V, (1918), Heft 9/10. 
Die große Mehrzahl der deutschen Jugend Sei nicht Sittlich verderbt. Die 
hohen Kriminalitätsziffern würden weniger Schrecken einflößen, wenn gie auch Aus- 
kunft über die Art der Straftaten geben könnten, vor allem über die große Zabl 
von FVelddiebstählen, Entwendung von Mundvorrat, verbotenem Rauchen usw. 
Jedenfalls Sei die Jugend weniger verwahrlost als die Erwachgenen mit ihrem 
Kriegswucher, Schleichhandel und Sonstigem Kigennutz. 
Die Jugendstraffälligkeit in Bayern im Prieden und im Kriege. Von 
Landgerichtsrat Rupprecht. Deutsche Strafrechtszeitung IIT1, (1916), H. 3/4, 
Kin lehrreicher Vergleich der Statistiken der drei großen Städte München, Nürn- 
berg und Augsburg, dessen praktisches Ergebnis die Erkenntnis ist, daß es Sich bei 
der Kriegssteigerung vorwiegend um Mängel in Aufsicht, Zucht und Leitung handelt, 
Kriegskriminalität der Jugendlichen in Bayern. Von Landgerichtsrat 
Rupprecht, Zentralblatt f. Vorm.-Wesen VII, (1916), 15/16, 
Die Kriminalitätsverbältnisse von München, Nürnberg, Augsburg, Ludwigs- 
«hafen und Würzburg werden erörtert, Da die Eigenart des wirtschaftlichen und 
volklichen Aufbaues dieser Orte untereinander 88ehbr abweichend iSt, bieten Sich 
günstige Vergleichsmöglichkeiten. Im allgemeinen zeigen Sich aber überall die 
gleichen Wirkungen des Krieges.
	        
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