Full text: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen - 37.1924 (37)

allgemeiner stet find nur an den Geschäftsführer, Lehrer Heinrich Hinte 
in Marlen. Kreis Dorimunö, fjatfeoriftr, 18, zu senden. 
4. Bei Ansprüchen an die Kasse wolle man sich zunächst ein Formular 
zur Krankheilskostenaufstellung vom Vertrauensmann oder vom Geschäfts» 
führer besorgen und dann den ausgefüllten Vordruck mit den erforder 
lichen Unterlagen an den Geschäftsführer einsenden. 
5. Bei dem gesamten schriftlichen Verkehr mit der Kasse ist unbedingt die 
Mitgliedsnummer und die genaue Anschrift anzugeben. Änderungen 
der Anschrift müssen sofort dem Geschäftsführer mitgeteilt werden. 
Aus unserem Verein. 
„Unsere Wochenschrift 
bringt manches später und dabei dürftiger als andere Zeitungen", klagen 
viele. Die Schli>tl«itung bittet nun alle zu bedenken, wie beschränkt der 
Raum in unserer Zeitung ist. Rur drei Nummern im Monat (die vierte 
ist die „Junge Lehrerin"), dabei auf der ersten Seite die Kopfleiste, aus 
der letzten die Anzeigen (die nicht fortbleiben können, weil sie die Kosten 
vermindern), das ergibt knapp zehn Seiten rm ganzen Monat! lver damit 
den Umfang (und den preis?) der anderen Zeitschriften vergleicht, wird 
erkennen, wieviel unsere Wochenschrift mit so geringen Mittel,r leisten mutz, 
aber nicht darüber zürnen, daß dieses oder jenes fehlt oder bis zur nächsten 
Nummer zurückgestellt worden ist. sondern wird jetzt Nachsicht üben und — 
wenn die Hauptversammlung eine Erhöhung des Beitrags vorschlägt - 
das Entsprechende tun. 
Ins Leben hinaus. Berichtigung: Vas Blättchen erscheint im Anfang 
Februar in sechs Ooppelnummern. preis des Jahrgangs bei Bezug 
von wenigstens fünf Stück 40 pfg., bei weniger 50 pfg. 
Spar- und Darlehnskaffs des V k. d. L. (G. m. b. h.) 
wohnungseinrichtungskaffe. 
voll verschiedener SKte sind betr. Weiterarbeit für die Kaffe Anfragen 
eingelaufen. Deswegen wird hier mi geteilt, daß auf Grund der vsro duung 
des Herrn Reichskanzlers und des Herrn Justizministers über Goldbilanzen 
vom 28. Oez. 23 eine Umstellung unserer Kasse erforderlich ist. — Vorstand 
und Aufsichtsrat werden in der nächsten Zeit die Umänderung des Statuts 
gemeinsam beraten. Vas Ergebnis wird durch die Wochenschrift bekannt 
gegeben werden. — Anregungen und wünsche für die Umgestaltung der 
Kasse erbittet und nimmt gern entgegen. 
A. Scharfer, Vorsitzende, Günnigfeld (Westfalen), hauptstr. 6b. 
Ausschuß zur Bekämpfung des Alkoholirmus. 
(Zrl. Hanna Stephan, Ueiff; G-Schl., hat dankenswerter weise den Vorsitz 
des Ausschusses zur Bekämpfung des Alkoholismus übernommen und richtet 
an die Mitglieder folgenden Brief:) 
Innerhalb unseres Vereins haben wir eine große Anzahl abstinenter 
Lehrerinnen. In vielen Orten sind sie zusammengeschlossen als besondere 
Gruppen, die regelmäßig ihre Versammlungen haben. Wir in Neissr er 
halten durch die unermüdliche Arbeit unserer Gruppenvorsitzenden viel 
Anregung durch diese Zusammenkünfte. Anregung, Kräftigung unserer 
Hochziele, gegenseitige Forderung brauchen wir alle. Es wird nicht in 
allen Bezirksoereinen möglich sein aus den verschiedensten Gründen, die 
Abstinenten besonders zusammenzuschließen, aber vielleicht versuchen sie 
einmal, vor oser nach einer Bezirksverjammlung sich eine halbe Stunde 
zusammenzusetzen um ihre besonderen Anliegen zu besprechen, dann ist ein 
Zusammenhalt geschaffen, den wir über den ganzen Verein ausdehnen 
können, wenn wir ad und zu in der Wochenschrift über unsere Bestrebungen 
und unsere Arbeit em paar Worte schreiben. Dadurch kommen wir mcht 
bloß untereinander näher, sondern wirken auch aufklärend bei den anderen 
Vereinsschwestern, die oft noch ganz schiefe Ansichten von unseren Bestrebungen 
haben, häufig sind diese durch genügende Aufklärung zu berichtigen. Vas, 
war wir wollen, entspricht ja nur der Liebe zu unseren volksgenossrn. 
Nach unserer Erkenntnis ist der Alkohol ein schlimmerer Feind als der, oer 
uns äußerlich in unserem Bestände bedroht. Er zerstört allmählich, aber 
sicher die Seele, wieviel kostbare Zeit stiehlt er unserem Volke, wieviel 
geistige Kraft legt er lahm zu einer Zeit» wo wir es uns weniger als je 
leisten können, damit unwirtschaftlich umzugehen". Nach unserer Erkenntnis 
liegt unsere Hilfe in dem Beispiel völliger Enthaltsamkeit und in der Be 
einflussung der Kinder und Ekern. wie die einzelne unter uns diese Auf 
gabe in die Tat umsetzt könnte an dieser Stelle ab und zu berichtet werden, 
damit wir anderen daraus lernen. Ich bitte die abstinenten Lehrerinnen 
herzlich im Gedanken an die hllfe, die wir uns dadurch gegenseitig leisten 
Uno letzten Endes der Gesamtheit, dieser Aufforderung nachzukommen. 
LandesvrrtreLerinnen. 
Aus Baden. 
I. 
In Nr. 22 der badischen Lehrerin vom 15. Nov. 1925 heißt es in einem 
Lerichie aus Freiburg Uder eine vereinsoerfammlung vom 7. Gkt.. in der 
Frl. Maria Rigel. Abgeordnete aus Mannheim, sprach, folgendes: „Freudig 
begrüßten wir die klare Stellungnahme der Rednerin, die sehr bedauerte, 
daß das an sich schon kleine Häuflein badischer Lehrerinnen durch den katho- 
lischen Lehrerinnen verein gespalten ist. Ohne Svaltung hätten wir z. v 
in der Nach-Reoolutionszrit eine Referentin ins Ministerium gebracht. Da 
aber von den beiden vereinen verschiedene Vorschläge gemacht wurden, 
erhielten wir keine." 
Zur sachlichen Berichtigung vorstehender Behauptung sieht sich der 
Vorstand des Vereins katholischer badischer Lehrerinnen veranlaßt, ein« 
i9 
Erklärung zur Referentrnnenfrage auf Grund des vorliegenden Akten 
materials abzugeben. 
Nachdem die badische Verfassung die Gleichberechtigung der Frau mit 
dem Manne auch in bezug aus öffentliche Ämter gewährleistet hatte, war 
der gegebene Augenblick gekommen, im Ministerium des Kultus und Unter 
richts die Berufung einer weiblichen Referentin zu beantrage«. Im Auf 
träge der Lezirksvorsitzenden Badens des kathol schen Lrhrerinnenverrins 
wandte sich deshalb Frl. Beyerle im Frühjahr 1919 an die vor„tzende des 
Vereins bad. Lehrerinnen. Frl. Klein, mit dem Ersuchen, gemeinsam einen 
Vorschlag für eine Referentin dem Unterrichts-Ministerium vorzulegen und 
zwar in der Person Fräulein Rigels, die als Vorstandsmitglied doch sicher 
den badischen Lehrerinnen genehm, als katholische Lehrerin aber auch den 
Mitgliedern des Kathol. Lehrerinnenvereins eine geeignete Vertreterin hatte 
sein müssen. « 
stls Antwort auf diese Anfrage erhielt Frl. Beyerle folgenden Bescheide 
Wertheim, 25. 4., 1919. 
Sehr geehrtes Fraulein Bryerle! 
Da ich inzwischen verreist war, komme ich zu meinem Bedauern erst 
heute dazu, Ihren Brief zu beantworten. Ich denke aber, Sie werden schon 
durch Frl. Rigel von der Entjchl eßung unseres Vorstandes gehört haben. 
Es ist einer unserer Programnpunkte, daß Lehrerinnen in allen Schul 
behörden als Beamte eingestellt werden müssen. Ais der Vorsitzende des 
badischen Lehreroereins ins Ministerium berufen wurde, wartete unser 
Verein nur auf eine günstige Gelegenheit, um einen diesbezüglichen Antrag 
zu stellen und seine Vorsitzende vorzuschlagen. 
In einer Vorstandssitzung Ansang März wurde Frl. Rigel gefragt ob 
sie nach ihrer parlamentarischen Erfahrung, den Seitpunkt zum Vorgehen 
für gekommen erachte, was sie verneinte. Um so freudiger waren wir 
überrascht, daß beide Damen kurze Seit darauf den Antrag stellten und 
günstige Aufnahme fanden, wir sind Ihnen und dem Zentrum dafür sehr 
dankbar, wenn wir auch Ihre Folgerungen nicht annehmen können. . 
Es wurde nach der Berufung Rödels in unserem Verein nicht ver» 
standen werden, wenn nicht auch seine Vorsitzende ins Ministerium käme 
als Vertreterin der Lehrerinnen. Unser Vorstand hatte unmittelbar nacl) 
der Besprechung der Angelegenheit im Plenum eine Eingabe in diesem 
Sinne vorbereitet und glaubte auch nach Mitteilung Ihres Briefes auf 
seinem Standpunkt stehen bleiben zu müssen. 
Nach gründlicher Prüfung der verhältniffe müffen Sie verstehen, daß 
unser Verein, der von der Behörde als Standesorganisation der Lehrerinnen 
anerkannt ist und Lehrerinnen aller Konfessionen und Parteirichtungen 
umfaßt, sich nicht auf einen so ausgesprochenen Partefftandpunkt stellen 
kann, sondern in seiner Vorsitzenden gewissermaßen eine neutrale persän- 
lichkeit vorschlägt. 
Übrigens würde Ihrem Verein, an dieser Stelle eine gläubige Lehrerin 
zu sehen, durch meine Ernennung gewährleistet. 
Es wäre sehr zu bedauern, "wenn durch diese Angelegenheit eine 
Spaltung in die Lehrerinnenschast getragen würde. Mehr als je ist ein 
fetter Zusammenschluß und ein einheitliches Vorgehen zur Erreichung unserer 
Ziele nötig. gez. G. Klein. 
Die Zugehörigkeit Frl. Rigels zur Zentrumspartei als Abgeordnete 
war somit der tiefere Grund der Ablehnung ihrer Person von seiten des 
Vereins, dem sie als Vorstandsmitglied schon mehrere Jahre angehörte, 
ver Verein kath. Lehrerinnen blieb bei seinem Beschluß, obgleich Frl. Rigel 
dessen Mitglied nicht war. und so wurden dem Ministerium allerdings zwei 
getrennte Vorschläge eingereicht. 
Die Antwort des Unterrichtsministeriums auf die betr. Eingabe lautete: 
„Die Heranziehung einer Lehrerin zur Mitarbeit im Ministerium ist geplant." 
Tatsache ist. daß von einer bestimmten Zusage für eine Referentin 
niemals die Rede war. und es ist wohl anzunehmen, daß diese Tatsache 
sowie der Umstand, daß das Ministerium Kurze Zeit danach erklärte, den 
Standesorganisationen ein vorschlagsrecht zur Besetzung der Referentenposten 
nicht einräumen zu können, der Frau Abgeordneten Rigel sehr wohl bekannt 
sein mußten. Außerdem muß noch gesagt werden, daß Frl. Klein, die als 
Referentrn vorgeschlagen wurde, etwa zwei Jahre später zur Pensionierung 
kam. 
Diese Tatsachen geben wir unseren Mitgliedern zur Kenntnisnahme 
und fordern sie auf, selbst die Behauptungen Fcl Rigels in Fceiburg gemäß 
dem Bericht in der Badischen Lehrerin zu beurteilen, und glauben keiuc 
weitere Kritik anfügen zu müssen. 
Der Vorstand des Vereins katholischer badischer Lehrerinnen. 
H. 
In der Landesvorstandssitzung vom 3. 1. 24 wurde bestimm;, fcc; 
Vereinsbeitrag vierteljährlich zu erheben. Tr beträgt für das erste Ouarta! 
I Jt mit Bezirksbertrag und ist umgehend an die Kassiererin des Bezirks- 
Vereins abzuliefern, nicht direkt nach Berlin zu schicken. 
Die Anschriften der Sammlerinnen der Bezirk-vereine sind: l. Frl 
Neithart, Allensbach-Konstanz; 2. Fr!. Zumkeller. Immendingeu-Donau- 
eschiugen; 3. Frl. Rohr, Wehr-Säckinqen; 4. Frl. Winter. Freiburg, KarU- 
platz 28; 5. Fil. Jäger. Gengenbaaz-Gffenburg; 6. Frl. vuduk, Altschweier- 
Sühl.Laden; 7. Frl. Dörner, Karlsruhe, hrrjchstc. 71; 8. Frl. Götzmann. 
Bruchsal; 9. Frl. N. Winter, Mannheim. Meerlachstr. 25; 10. Frl. Brauden 
stein, Osterburken-Buchen Tauberbischofsheim. 
Bezirks- un& Zweigvereine. 
Berlin. Sonntag. 3. 2.. 8 Uhr. Karlstr. 30. hl. M-ssr für unser ver 
storbenes Mitglied Frl. hannay. Donnerstag, 7. 2.. 6 Uyr Segenrandawt.
	        
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