Full text: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen - 37.1924 (37)

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Die über Gesundheit, Führung und Lehrtätigkeit beizubringenden Seug- 
ise mühen kurz vor dem Zeitpunkt der Meldung ausgestellt sein. Statt 
urschriftlichen Zeugnisse können auch beglaubigte Abschriften vorgelegt 
e.dcn. Die Anlagen zur Meldung sind in einem heft vereinigt einzureichen. 
8 4. 
Die Prüfung gliedert sich in eine technische, eine mündliche und eine 
) Iprakrijche Prüfung. 
8 5. 
Die technische Prüfung besteht aus: 
a) der selbständigen Lösung einer Aufgabe aus dem vom Bewerber 
-wählten technischen Hauptgebiete, und zwar entweder aus der holzarbeit 
er der Papparbeit und dem Buchbinden und der Metallarbeit. Die 6uf- 
rde selbst und der Umkreis der zu verwendenden Arbeitsmittel werden 
,on dem Prüfungsausschuß bestimmt. Die Auffassung der Aufgabe ist durch 
uren zeichnerischen Entwurf und die Wahl des Stoffes zu kennzeichnen. 
)as Arbeitsstück ist fertig auszuführen (Zeit: höchstens 3 Tage zu je 
, Arbeitsstunden). Die Beherrschung der beiden übrigen Techniken ist 
rrch vorlegen selbständig ausgeführter fertiger Arbeiten nachzuweisen, 
tußerdem hat der Teilnehmer zwei gegebene Texte in Antiqua oder Kursiv 
ab in Gotik oder Fraktur zu schreiben (Zeit: 6 Stunden): 
b) 1. entweder der selbständigen Lösung von Aufgaben aus dem Gebiete 
:s Sachzeichncns und der Klassenzimmertechniken (Zrit: 8 Stunden kommt 
isbesondere für wissenschaftliche Lehrer und Lehrerinnen in Betracht). 
2. oder der Lösung einer Aufgabe aus dem Gebiete des freien dekora 
ven und plastischen Gestaltens (Beschäftigungsmittel, Spielzeug usw. und - 
ir Bewerberinnen — Nadelarbeiten, Flechtarbeiten u. a.) (Zeit: 8 Stunden) 
rommt insbesondere für Zeichenlehrer und -lehrerinnen und Nadelarbeits- 
hrerinnen in Betracht). 
8 6. 
Die mündliche Prüfung umfaßt Arbeitspädagogik und wcrklehre. 
In der pädagogischen Prüfung wird Vertrautheit mit den Grundsätzen, 
i;t der Geschichte, mit den Arbeitsmitteln und mit der Methodik des Arbeits- 
unterrichts verlangt. 
In der Prüfung in Werklehre ist Verständnis für die praktischen Grund 
lagen der Fertigkeiten und Künste nachzuweisen, auf die der Lehrplan sich 
erstreckt. 
Die mündliche Prüfung erfolgt in Abteilungen von höchstens 10 Teil 
nehmern. 
§ 7. 
Das Urteil über die schulpraktische Bewährung gründet sich auf die 
Leistungen bei den Lehrübungen, die im Laufe der Ausbildung abgehalten 
worden sind. In Zweifelsfällen ist auf Beschluß des Prüfungsausschusses 
eine besondere Lehrübung abzuhalten. 
8 8. 
Die Leistungen der Bewerber werden mit „Sehr gut" (1), „Gut" (2), 
„Genügend" (3), „Nicht genügend" (4) gewertet. 
Aus den Urteilen über die Leistungen ist für den technischen, den münd 
lichen und den schulpraktischen Abschnitt der Prüfung je ein Gesamturteil 
zu bilden. Die Prüfung ist als bestanden zu erachten, wenn das Gesamt 
urteil für jeden der drei Abschnitte der Prüfung mindestens „Genügend" 
lautet. 
8 d. 
Bewerbern, die nach dem Urteil des Prüfungsausschusses die Prüfung 
bestanden haben, ist ein Prüfungszeugnis auszustellen. (Ts folgt ein Vordruck 
ür das Zeugnis. Die Schriftlertung.) 
8 10. 
Bewerber, die noch nicht die Befähigung zur endgültigen Anstellung 
als Lehrer besitzen, erlangen diese Befähigung entweder durch zweijährige 
erfolgreiche Teilnahme an einer anerkannten Arbeitsgemeinschaft zur Lehrer 
ortbildung und durch Abschluß dieser Arbeit im Sinne der Richtlinien vom 
50. November 1920 - U III G 1125 I/Il - (Zentralbl. 1921 5. 19) und 
deren Ergänzung vom 23. April 1921 — U III G 1125 IV U II W - 
(Zentralbl. S. 224) und vom 23. September 1922 - II Hl G 88 - oder 
durch die Ablegung einer Prüfung für die endgültige Anstellung unter sinn 
gemäßer Anwendung der Grünung der Prüfung für die endgültige Anstellung 
->er Volksschullehrer vom 13. Juli 1912 - 111116 978 - (Zentralbl. 5. 555). 
Im übrigen ist der Trlaß vom 17. Dezember 1922 - U III C 17041 - 
oentralbl. 1923 S. 13) sinngemäß auf die Genannten anzuwenden.' Ihre 
vraktsche Ausbildung in der Methodik des Werkunterrichtes haben sie bei 
-inem tüchtigen, erfahrenen Fachlehrer zu erwerben. 
8 ii- 
Dor dem Eintritt in die Prüfung ist eine Prüfungsgebühr von 16,50 Gold 
mark zu entrichten. Für die Ausstellung des^Zeugniffes tritt hierzu noch 
>n„e Stempelgebühr von 3 Goldmark. 
8 12. 
Hat ein Bewerber die Prüfung nicht bestanden, so kann er nach Ablauf 
^ines Jahres zur Wiederholung zugelassen werden. Im Falle eines aber 
maligen Mißerfolges bedarf es zu citier erneuten und zwar letzten wieder- 
-olurg der Prüfung der Genehmigung des Ministers für Wissenschaft. Kunst 
und Volksbildung. 
Aus unserem Verein. 
MissionsauLschutz. 
Auf wiederholte Anfragen sei auch einmal an dieser Stelle darauf hin 
gewiesen, daß der Missionsausschuß im Derein kath. deutscher Lehrerinnen 
keine Abteilung des Mijsionsvereins für Lehrer und Lehrerinnen zu Aachen 
rft. D,e Mijfionsintereffen werden bei uns durch den Ausschuß für Millions, 
angeleaenheiten vertreten. Er ist 1914 ins Leben gerufen und steht mit 
allen katholischen Missionsorganisationen in Fühlung. Sein Ziel ilt. die 
gesamten katholischen Missionsinteressen zu fördern sowohl die der öük->ren 
wie inneren Mission in der Diaspora. Durch die Verhältnisse b^ letten 
Jahre wirkte er mehr für die Diaspora, ohne jedoch die großen Aufgaben 
in der Heidenmission aus den Augen zu verlieren, weitere Auskünfte und 
Anregungen erteilt gern 
die Vorsitzende: M. Sander, Thale a. harz, Hubrrtusstr. 19. 
Gautrg in Bochum. 
wir laden nochmals herzlich zum Eautag in Bochum ein. Tagesordnung 
siehe Wochenschrift Nr. 25 S. 220. - 6m Samstag, den 12. findet außerdem 
eine Besprechung der Iunglehrerinnen unter Führung von Fraulein 
Map statt, und zwar um 6 Uhr im Parkhaus. 
LLNdesvertreterinireri. 
Aus Buden. 
Einladung zu den Vorträgen des Herrn Schulrat Weigl, Amberg, am 
Donnerstag, den 17. Iuli in Dengendach. 2 Uhr nachmittags in der Turn, 
halle, Frertag, den 18. Juli in Freiburg, 4% Uhr nachmittags, Anncbaal, 
Holzmarkrplatz 12, Samstag, 19. Juli, Radolfzell y £ 3 Uhr nachmittags, 
Rathaussaal. 
Vortragsreihe: 
1. psychologische Grundlage der Arbeitsschulbewegung, 
2. praktische Beispiele, 
3. Religiöse und sittliche Konsequenzen. 
Die Gejamtlehrerschaft wird zu den Vorträgen eingeladen. Die Kreis, 
schulämter sind angewiesen, den nötigen Urlaub zu gewähren. 
Wir erwarten, daß unsere Mitglieder sehr zahlreich an den für ihre 
unterrichtliche und erziehliche Tätigkeit so wichtigen 'und wertvollen veran. 
staltungen teilnehmen. 
Zugleich machen wir darauf aufmerksam, daß dieselben Vorträge von 
Herrn Schulrat Weigl in Rastatt, Heidelberg und Dsterburken durch ver« 
anlassung des Rath. Lehrervereins gehalten werden. 
Der Vorstand des Vereins kath. bayrischer Lehrerinnen. 
Gderschlesien! §8r unsere Iunglehrerinnen. 
Folgende Anzeige ist im Dberschlesischen Kurier erschienen: „Lehrer 
werden gesucht. Für den Unterricht an den deutschen prioatschulen werden 
ab 1. September 1924 Lehrkräfte oller^Kategorien gebraucht. Bewerbungen 
(samt Lebenslauf und Zeugnisabschriften) sind zu richten an den „Deutschen 
Schulverein" Katowice, ul. Mlynska Nr. 23. 2. Etage." polnisch Goer- 
schießen. Maria Labryga, Landesvertreterm. 
Zur Zusammenkunft drr ehemaligen Elsaß-LothrlngrsHen KoSegmnen 
hatten sich in Paderborn 16 Teilneymerinpen der Hauptversammlung ein» 
gefunden. Fräulein Kruthaup, Köln, erschien als Mitglied des Haupt. 
Vorstandes, wir halten die Freude, auch unsere frühere Seminarlehrerin, 
Fräulein El. Ernst aus Werl, in unserer Mitie zu sehen. Groß war die 
Freude des Wiedersehens und wiedererkennens der lieb vertrauten Gesichter 
aus früheren schönen Tagen. Tapfer haben sich alle in die so gewaltsam 
veränderten Schul- und Lebenrverhäftnisse hineingefunden, sei e§, daß sie 
im westfälischen Industriegebiet, im romantischen Sauerland oder auch im 
Bergischen Land, am Rhein oder in Frankfurt einen neuen Wirkungskreis 
gefunden hatten. Dem Wunsche oller Anwesenden schien es zu entsprechen, 
wenn ab und zu Gelegenheit geboten würde, das Land früheren gemein 
samen Lebens und Wirkens wieder fester zu knüpfen, vielleicht wäre der 
gegebene Rahmen dazu die jeweilige Hauptversammlung. Vorschläge, diesen 
Gedanken zu verwirklichen, könnten in der Wochenschrift veröffentlicht 
werden. Um rege Mitarbeit wird gebeten. 
Tiara Brockmann, Köln-Mülheim, Kielerstr. 19. 
Bezirk- imft JrreMereirre. 
Brzirlsvereln Betzdorf. Samstag, 19. 7., 3 Uhr Vers, bei Franz Wert- 
mann. Es sprechen dort Frärüein Miesges, Landesvertreterin aus Toblenz 
und Fräulein Lay. Bericht über die Hauptverj. wegen der überaus 
wichtigen Mitteilungen ist vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder erwünscht 
Daraus gemütl. Zusammensein. 
Essen. Mi., 16. 7., Sommerscst in Kettwig, Hotel Kettwiger Hof, Inh. 
Kremer. Abfahrt von Essen-Hauptb. l 0i , 4 29 , 5 35 , 6 S0 . Rückfahrt von 
Kettwig 803, 1116, 
Lehrplan für kath. Volksschulen, herausgeg.v.Kath.Lehrerverband 
und dem Verein kath. deutscher Lehrerinnen Bez. Essen, wenn etwa 400 Exem 
plare bestellt werden, kann die 2. Auflage erfolgen, preis ungefähr 5 Ji. 
verbindliche Bestellungen, wenn möglich Sammelbestellungen unter Angabe 
einer Adresse erbeten an Fräulein M. Alienhoff, Essen, Gutenbergstr. 96. 
Sollte die 2. Auflage infolge nicht genügender Bestellung unmöglich sein, 
erfolgt hierunter Benachrichtigung. 
Jülich. Mi., 16. 7., Schule Düffeldorfsrstr. 1. Bericht über die Haupt 
versammlung. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Handarbeitskurfus. 
Limburg. Nächste Bezirksoersammlung Mi., 16. 7., 3 Uhr in Elz, 
Schwesternhaus. Tagesordnung: 1. Andacht u. relig. Vortrag. 2. Bericht 
über die Hauptversammlung. Zahlung der Restbeitrüge. Gemeinschaft!: 
Kaffee. (Gebäck kann mitgebracht werden.) 3. wichtige Mitteilungen. Unt 
zahlreiches Erscheinen wird gebeten.
	        
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