Full text: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen - 37.1924 (37)

Nr. 7 57. Jahrgang 16. Februar 192^ 
Inhalt: Urabstimmung S. 25. päd. Rundschau: Oie oberschlesische 
Ofm6ccl)eitsDO hs|(t|ule. flu» der Seit: Änderungen der p »p.-v. Oie 
preußische P.-A.«v. Aus unserem verein: Haushaltsplan. Jugendpflege. 
Laden. Bezirks« und Sweigvereine. Stellenvermittlung. 
Urabstimmung! 
Huf vielfachen Wunsch aus den Reihen der Mitglieder ergeht 
hiermit die Aufforderung zu einer sofortigen Abstimmung aller 
Mitglieder des.Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen 
über die höhe des vereinsdeitrages. von allen Zeiten er. 
halten wir nämlich Rlagen über den geringen Umfang der Zeit 
schriften. Man bedauert mit Recht, daß dieser Rufsatz nicht erschienen, 
jene Verordnung nicht abgedruckt sei usw. Selbstverständlich ist es 
dem Vorstand und der Schristle lung ein großer Schmerz, daß ihnen 
die Hände gebunden sind, wo sie gern mehr bieten möchten, über 
für den jetziger eitrag von 25 psg. monatlich bann keinesfalls 
die Zeitschrift vergrößert werden. Var wird au? dm auf S. 2i 
abgedruckten Haushaltsplan jedem leicht ersichtlich. Die Unkosten 
für die Aeitschnften sind in den mit 12, 15, 16 und 17 de- 
zeichneten Posten enthalten, wir bitten Euch, liebe vereinsmitgliedcr, 
aber auch den übrigen Posten des Haushaltsplanes freundliches 
Beachten zu schenken. Seid Ihr damit einverstand.n, daß die Kantas. 
Kasse, daß unsere schwer ringenden Heime mit solch kleinen Summen 
bedacht werden? Bei der Hauptgeschäftsstelle waren früher sechs 
Kräfte tätrg. Nach dem vorliegenden Plan können nur vier Damen 
dort angestellt sein. So konnte manche Rrbeit nicht in Rngriff 
genommen, mancher Anregung nicht entsprochen werden, und Ant. 
Worten auf Anfragen verzögerten sich. wie manche Mtglieder in 
den letzten Monaten unliebsam erfahren haben. Für das pädago- 
gische Institut konnten wir nur 120t) Ji ansetzen, während der 
Katholische Lehrerverbond des Deutschen Reiches ihm für dieses Jahr 
48^0 Ji bewilligt hat. 
Line Beitragserhöhung scheint auch billig, wenn wir vergleichen, 
welche Dpfer für andere vereine gebracht werden. So zahlten die 
Mitglieder des katholischen Lehrer Verbandes z. v. im Regierungs- 
bezirk Düsseldorf für den Januar l,60 Ji. Darin war der Beitrag 
für den Lezirksoerein und den Beamtenbund sowie für die Zeit 
schrift „pädagogische Post" eingeschlosien. Bei uns stehen demgegen- 
über 25 pfg. und Bezirksbeitrag, d. h. im Höchstfälle tO pfg. 
Soll es bei dieser Sachlage bis zu einer Entscheidung der pfingst. 
Versammlung ble ven, oder wollen die Mitglieder sofort die 
Leistungsfähigkeit ihres Vereins erhöhen: Das ist die eine 
Frage, vor die Ihr gestellt werdet; und die zweite: wie hoch soll 
die Erhöhung sein? vorgeschlagen sind als Beitrag statt der 
heutigen 25 pfg, 50 pfg. bis 1 Ji monatlich. Es soll hier aus. 
drücklich betont werden, daß, wenn wir vom Monatsbeitrag sprechen, 
damit nicht die monatliche Zahlung gewünscht werden soll. Erbeten 
ist im Gegenteil die sofortige Entrichtung für das ganze Iahr. Die 
monatliche Zahlung soll aber zur Erleichterung gestattet bleiben. 
Auch an der Bestimmung, daß Mind.'rbesoidere nur zur Zahlung 
des halben Beitrages verpflichtet sind. soll durch diese Abstimmung 
Nichts geändert werden. Mmderbesoldete, die z. B. glauben. 50 pfg. 
monatlich leisten zu können, mögen also für 1 JH» stimmen. 
Me übst mmung erfolgt sobald als möglich und wird am 10. März 
geschlossen.' Die Vorsitzenden werden gebeten,-bis zu diesem Zeitpunkt 
eine Bezirksversammlung einzuberufen, bei der die Abstimmung mündlich 
erfolgen kann. Alle Mitglieder, die keine Gelegenheit zur Teilnahme 
an einer solchen Versammlung haben, schicken ihre Stimme schrift 
lich an die Vorsitzende des Bezirk-vereins oder deren Stelloertreterin. 
wo das unmöglich ist, geht der Strmmzettel (Postkarte) mit Angabe der 
Vezirksvereins an die Hauptgeschäftsstelle Veriin-Steglitz. vreitestr. 7. 
Die Abstimmung erfolgt über folgende Fragen: 
1. wünschen Sie eine sofortige Erhöhung des vkrrlnrdeitrages für 
die yaupttafse? 
2. wenn ja. aus wieviel monatlich soll er erhöht werden lauf 50 psg., 
75 psg.. 1 J)? 
Ruf die erste Frage ist mit Ja oder Nein, auf die zweite mit 
einer der genannten Zahlen zu antworten. 
wer bis zum 10. März seine Stimme nicht abgibt, hat sich „ent- 
halten". Ein solcher Mitglied hätte die Gelegenheit verpaßt, zur 
Förderung der gerade jetzt so nötigen Arbeit seines Standesoereins 
beizutragen, und es hätte — vielleicht unbedacht — das Gewicht 
der Stimmen der Gpftrscheuen und verständnislosen vermehrt. 
Die Vorsitzenden werden gebeten, sobald als möglich, spätestens 
bis zum 15. März der Hauptgeschäftsstelle das Ergebnis mitzuteilen, 
und zwar indem folgende Fragen beantwortet werden: 
lvie viele Mitglieder zählt der BestrKrverein? 
lvie viele davon haben ihre Stimme abgeyeden? 
VO e viele stimmten bei der ersten Frage mit ja? 
wie viele mit nein? 
wie viele von denen, die mit ja geantwortet haben, stimmten bet der 
zweiten Frage für 50 pfg ?, wie viele für 75 pfg., wie viele tür 1 Jtf 
In der Voraussicht, daß die Abstimmung eine Erhöhung des 
Beitrages ergibt, wird die Wochenschrift sofort vergrößert 
werden, von dem Ergebnis der Abstimmung wird es abhängen, 
ob dieser Umfang beibehalten oder noch erweitert werden Kann (die 
„pädagogische Post" umfaßt zweimal zwölf Seiten und die „Katho- 
lrjche Schift-,eiiung für Norddeutschland" zwölf Seiten in der Woche). 
Sollte sich die Mehrheit aber gegen eine Beitragserhöhung aussprechrn, 
so müßte der jetzt zugegebene Raum in den nächsten Monaten durch 
Ausfallen einiger Nummern eingespart werden. 
Auch wegen Erweiterung der Mädchenbildung schweben bereits 
Verhandlungen. Ein neuer Haushaltsplan würde ebenfalls den 
bewilligten Mitteln entsprechend baloigst aufgestellt und veröffent« 
licht werden. 
Liebe Vereinsschwestern, zeigt jetzt, was Euer Wille ist. habt 
Ihr Verständnis für das, was Euer verein Euch und Euern Vereins« 
schwestern sein soll — gerade jetzt sein soll — dann zeigt es in 
diesen Tagen. Ihr in der Etappe und im friedlichen Hinterland 
bewilligt die Mitrel für reichliche Rlunition. Das ist der beste Dank 
und die kräftigste Ermutigung für alle, die im vordersten Schützen« 
graben oder sonstwo an der Front stehen, dämpfend für Luch. 
Für die Vereinsleitung: Der Arbeitsausschuß. 
pädagogische Rundschau. 
Die oberjchlejiiche lNinderheilroollrichiile. 
(3n einer Konferenz zu Oppeln om 30. Januar ist ein Vortrag über 
obiaes Thema gehalten worden. Wir srnd vom Referenten ermächtigt, 
nachfolgenden Auszug zu oeröffen'l'chen. Die Schrift!) 
Ls ist b-kannr. daß om 28. Juni zwischen Frankreich. Groß« 
Britannien, Itairen, Japan, Amercka ein Mmderheilsabkommen gejchlo.fle»
	        
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