Full text: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen - 37.1924 (37)

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Berichte dreier Art können der Natur der Sache nach nicht Bestandteil 
der Personalakten einer einzelnen Beamten werden. <E» wird schon aus 
diesem Grunde im allgemeinen nicht möglich sein, einen Auszug aus solchen 
Berichten zu den Personalakten der einzelnen Beamten zu nehmen, ganz 
abgesehen davon, daß solche Auszüge den Zusammenhang der Grundlagen 
-er Beurteilung zerstören und deshalb unklar oder sogar unverständlich 
sein würden. 
Im übrigen dürften die vorgetragenen Beschwerden dadurch gegen 
standslos geworden sein, daß das Staatsministerium in Übereinstimmung 
mit dem Ausschuß des Landtags zur Überwachung einer einheitlichen und 
ordnungsmäßigen Durchführung der perjonalabbauoerordnung in den vor 
läufigen Ausführungsvorschriften zur Personalabbauverordnung eine Vor 
schrift aufgenommen hat, nach der den abgebauten Beamten auf ihren 
Wunsch alle Gründe mitzuteilen sind, die für ihre Auswahl maßgebend 
waren. Darüber hinaus wird angesichts der für den Betroffenen schwer 
wiegenden und in seine Verhältnisse tief einschneidenden Maßnahme nichts 
dagegen einzuwenden sein, daß dem Beamten Einsicht in die schriftlichen 
Unterlagen für seine Auswahl gewährt wird, soweit er nicht dadurch Ein 
blick in die Verhältnisse anderer Beamten erhält und nicht besondere dienst 
liche Gründe entgegenstehen. 
Nach diesen Gesichtspunkten wird, wie mir bekannt, vielfach bereits 
verfahren. Ich habe jedoch Veranlassung genommen, die Nachgeordneten 
Behörden noch besonders mit entsprechender Weisung zu versehen. 
Neuwahl der Kreislehrerrates Recklinghaufen-Land. 
1, Gewählt wird nach den Grundsätzen der Verhältniswahl. 
2. Die Neuwahl erfolgt am Mittwoch, den 12. November 1924. Die 
Festsetzung der Wahlzeit bleibt den örtlichen wahloorständen über- 
loffrn. , 
2. Kreiswahloorstand: Lehrer KarlDuhme, Herten, Feigenstr.68 
Wahlvorsteher, Lehrerin Eckel, Werten, stello. Wahlvorsteher und 
Lehrer Kahle, Werten. 
4. D e Amts- oder Drtslehrerräte haben die Wahl vorzubereiten und 
durchzuführen. Sie wählen den örtlichen Wahlvorstand, der die 
Wählerliste aufstellt und vom 1. bis 6. 1l. einschließlich auslegt und 
die Wahlumschläge beschafft. 
5. Da Wahloorschläge sind mit den Annahmeerklärungen bis zum 
15. Oktober dem Kreiswahlvorstehrr einzureichen, der sie mit den 
gültigen Listenverbindungen bis zum 1. November veröffentlicht, 
lieber Wahlvorschlag mutz mindestens 10 Unterschriften tragen. 
6. Eine Abschrift der Niederschrift über die erfolgte Wahl ist sofort 
dem Kreiswahlvorsteher einzusenden. Die Niederschrift muß enthalten: 
a) Zeit der Wahl. 
b) Zahl der wahlberechtigten. 
ej Zahl der abgegebenen Stimmen. 
6) Verteilung der abgegebenen Stimmen auf die einzelnen Wahl- 
vorschläge. 
e) Ort, Datum und Unterschrift des Wahlvorstandes. 
7. Die Wählerliste, die Stimmzettel, die wahlumschläge und die Nieder 
schrift sind aufzubewahren. 
8. Elnsplüche gegen die Wahl erfolgen zunächst beim örtlichen Wahl- 
vorstand und dann, bis 14 Tage nach der Wahl, beim Kreiswahl- 
vorftand. 
9. Zur Durchführung der Wahl senden die Amtslehrerräte dem Kreis- 
wahlvorsteher für jeden Wähler 0.05 Ji baldigst ein. 
10. Die Tätigkeit des Kreislehrerrates dauert bis zum 1. April 1927. 
Irrten, I. September 1924. I. A.: vuhme. 
Katholische pädagogische Internationale. 
Da der Krieg die bestehende internationale Vereinigung der katholischen 
Lehrer- und Lrhrrrinnenvereine, sowie des Vereins für christliche Erziehungs 
wissenschaft zerstört hat, mußte an den Neuaufbau gedacht werden. Die 
Internationa!« katholische Liga (Ika) hat im Vorjahre einen Ausschuß ein 
gesetzt, der die vorarbeiten für diesen Zusammenschluß übernommen hat. 
P- Garolfl, der Vorsitzende der vom hl. Stuhl approbierten Gesellschaft 
Allerheiligen (SKudos in Florenz), Stadtschulrat Weigl von Amberg und 
Professor Arnold von Zug in der Schwerz suchten die Aufgabe zu lösen. 
Bei der diesjährigen Tagung der Ika in Lugano, wurden nun unter dem 
.Beisein mehrerer h. h. Bischöfe und der Vorsitzenden der großen Lehrer 
organisationen europäischer Kulturstaatrn folgende Grundsätze beschlossen: 
1. Der Beitritt zur Gesellschaft Allerheiligen zwecks Erlangung der 
damit verbundenen kirchlichen Gnadenschätze wird empfohlen. (Einzelheiten 
über die Statuten der Gesellschaft Allerheiligen und die an dieselben ge 
knüpften Ablässe sind im Januarheft des laufenden Jahrgangs des Donau- 
Wörther Pharus mitgeteilt.) 
2. Die katholischen Lehrer und Lehrerinnen der öffentlichen und pri- 
vatstr,ulen, Anstaltserzieher, Katecheten werden gebeten, sich, soweit es nicht 
ohnehin schon geschehen ist, in jedem Lande zu gesonderten verbänden zu 
vereinigen. ' J 
3. Die Ika bittet den katholischen Lehreroerein der Schweiz in ver- 
bindung mit dem Deneralsekretariat der Ika die baldige Einberufung von 
Vertretern aller bestehenden katholischen pädagogischen Vereine zu besorgen. 
* oeupunkt für diese Beratung ist Weihnachten 1924, als Drt Inns» 
vruck ms Auge gefaßt. Ls ist zu wünschen, daß alle Landesverbände ihre 
Vertretung entsenden. Die Gegner, insbesondere die Sozialisten und Kom- 
Üüxi ? v D ,° n hinter ihrem internationalen Zusammenschluß 
u o suchen das internationale Schulideal der Linken über die Landesgrenzen 
hinweg in Parlamenten, Stadt- und Gemeinderäten, Elternvereinigung und 
Jugendyeremen auszubreiten. wir dürfen hinter solcher Propaganda nicht 
zurückbleiben. Ist uns ja doch durch die »Einheit im Geiste" der katho- 
tischen Kirche di« sicherste Grundlage für internationalen Zusammenschluß 
gegeben. 
Aus unserem verein. 
Betrifft ordentliche Lehrerinnen. 
Die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen für höhere Mädchenbildung und 
die Vorsitzenden der Bezirksvereine werden um Beantwortung folgender 
Frage gebeten: 
Werden in ihrem Orte die ordentlichen Lehrerinnen an 
Lyzeen nach Gruppe 8 oder nach Gruppe 9 besoldet? 
Für baldige Antwort wären wir dankbar. 
Die Hauptgeschäftsstelle: Berlin-Steglitz, Breitestraße 7. 
Karitartaffe. 
Das Postscheckkonto 26986 ist geschloffen. Alle Sendungen bitte an 
das neue Postscheckkonto Nr. 96 000 S checkamt Köln, Maria Ai st er 
mann, Boppard, Postfach. 
Eingänge vom 1. Juli bis 31. August: 
Bezirksvereine: Herne 32 Ji\ Kiel 15; Erkelenz 17; Viersen 50; 
Osnabrück 10; Limburg 24; Hörde 37; Wanne-Eickel 93; Toesfeld 20; 
Münster-Land 26,50; Aachen 10 Ji. 
Einzelspenden: Verzicht auf Honorar 12 Ji\ G. M. in K. 5 „Ä; 
E. A. in B.-Eh. 10 M-, M. L. in G. 10 Ji\ w. in G. 10,10 Ji; G. in G. 
30 Ji\ Sch. in L. 6 Ji; Th. h. in B. 2 Ji. 
Blindenkasse: N. A. in ITC. 5 Jt; E. G. und L. v. in G. 5 M. 
Einladung 
an die Vereinsschwestern der Bezirksvereine Wiesbaden und Mainz 
zu einer sozialpädagogisch-volksbürgerlichen Tagung am 20. und 21. Sept. 
im Frankfurter Hof zu Mainz. 
Auch Teilnehmerinnen der anderen hessischen Bezirksvereine sind willkommen. 
Tagesordnung. 
Samstag, den 20. September. 
9 Uhr: Unsere sozialpädagogisch-volksbürgerlichen Bestrebungen (Frl. 
El. Schmitz, Trier). 
%11 Uhr: Die Grundlage unserer Forderung einer vertieften Persönlich- 
Keils- und Gemeinschaftsbildung (Frl. Müller, Trier). 
4 Uhr: wie wir uns den Rhythmus unserer Mitarbeit an der Demein- 
schaftr- und Volksbildung denken (Frl. Müller, Trier). 
Abends gemütliches Beisammensein. 
Sonntag, den 21. September. 
8 Uhr: gemeinschaftliche hl. Meffe im Institut der Englischen Fräulein. 
10 Uhr: Sin Bild unseres praktischen Arbeitens. 
3 Uhr: Vortrag (Thema und Redner noch nicht feststehend). 
I. N. des Ausschusses für fozialpädag. u. volksbürgerl. Fortbildung (v.k.d.L.) 
El. Schmitz, Trier. 
für den Bezirksverein Wiesbaden, für den Bezirksverein Mainz, 
Maria Schreiner. Anna Ganh. 
Anmerkung: Alle Vereinsschwestern sind zu dieser Veranstaltung herzlich 
eingeladen, wegen Wohnung und Mittagstisch möge man sich umgehend 
bei Frl. A. Ganß, Mainz, weihergartenstr. 16, melden. 
Sur Bestreitung der Unkosten Teilnehmergebühr 3 Ji. Anwärterinnen 
sind davon befreit. 
Urlaub ist von der Schulbehörde in Wiesbaden und vom hessischen 
Landesamt für dar Bildungswesen gewährt. 3ur Einreise in das besetzte 
Gebiet ist kein paß mehr erforderlich. 
Einladung 
zu einem Jugendpflegetag des Vereins rath. deutscher Lehrerinnen 
am 14- September 1924 in Dortmund, Jofefinenstist, Bornstratze. 
Tagesordnung: 
10 Uhr: Eröffnung. Vortrag: Aus der Jugendbewegung. ?. Theo hoff- 
mann, Düsseldorf. 
11 Vz Uhr: Jungmannen und Mädchen. Generalpräses Kiens, Bochum. 
Korreferat: Frl. A. heinen, Barmen. 
4 Uhr: praktisches aus der Jugendpflege. Frl. S. Stiehl, Dortmund. 
Zur Deckung der Unkosten wird ein Beitrag von 2 Ji erhoben. 
Der Ausschuß für Jugendpflege des Vereins kath. deutscher Lehrerinnen. 
A. Heine«. S. Stiehl. 
Landesvertreterinnen. 
Baden. 
Nachricht aus dem Heime „Sancta Maria", Konstanz, Seestraße 27. 
Liebe Vereinsschwestern! 
Ver erste Gast, Fräulein Hauptlehrerin Harth aus Neustadt, ist im 
Heime angekommen. Mit ihm hat sich blauer Himmel und Sonnenschein 
eingestellt. Fräulein Harth bewohnt das obere Balkonzimmer mit Ausblick 
auf den See und die Schweizerberge. Da oben läßt sich's froh sein. Unser 
Gast ist freudig und vergnügt und möckte in alle Welt hinausposaunen, wie 
schön es hier ist am Ufer des blauen Bodenfeer. Während ich so auf der 
Terrasse des Heimes sitze und schreibe, gleitet mein Blick hinüber in den 
park zur alten Rotbuche, zum Ahorn und zum Tulpenbaum. Sie alle
	        
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