Full text: Wochenschrift für katholische Lehrerinnen - 37.1924 (37)

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«ufgaben, im Au'ammenzähle», Abziehen und Vervielfältigen. Kspfrrchen- 
aufgaben mit leicht behab denen Zablen. Sekanntschatt mit den einfachsten 
Brächen, Lösung leichter entiprechender Aufgaben. Schriftliches Zusammen 
zählen, Abziehen, Malnehmen und Teilen (das letzte mit höchstens zwei 
stelligen Teilern) im Sahlenraum dis e wa zur M-llion. 
Zeichnen. Zeichnen eines einfachen, dem Rinde vertrauten Gegen 
standes aus dem Gedächtnis (mit Schrift oder Kohle). 
Verlegung der Osterferien. 
v II, u UI. ü III D. 1. Berlin, den 10. März 1924, 
Mit Rücksicht auf die durch den Personalabbau und die organisato 
rischen Veränderungen im höheren Schulwe en entstehenden Schwierigkeiten 
sehe ich mich veranlaßt, für die Schulen in Orten mit höheren Lehranstalten 
oder Lehrerbildungsanstalten in diesem Jahre den Beg'nn des Schuljahres 
auf Mittwoch, den 39. April, festzuietzen. Euer hochwohlgebsren wollen 
dementsprechend den Schuljchluß für dir Schulen dieser Orte möglichst nicht 
früher ansetzen als auf Fre-tag. den H. April 
Obwohl durch diese Ferienoerlegung für die meisten Provinzen eine 
Verlängerung der Ferien eintritt, will ich ausnahmsweise davon absehen, 
daß die Tage, um die sich die Dauer der Osterferien erhöht, auf die Ge 
samtzahl der Ferienlage des Jahres angerechnet werden. 
Der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, 
gez. Boelitz. 
Aus unserem Verein« 
Die Hauptversammlung 
in diesem Jahre soll trotz aller Not der Zeit gehalten werden, und zwar in 
Paderborn. 
Der dortige Bezirksverein hat sich danken» werlerweise bereit erklärt, die 
große Arbeit der Vorbereitung zu übernehmen. 
Anträge wolle man baldigst einreichen. 
- Der § 36 der vereinssatzungen schreibt bzl. der Anträge vor: 
»Anträge, welche in der Delegierten» oder Mitgliederversammlung zur 
Beratung kommen sollen, müssen spätestens acht Wochen vor der Versamm 
lung dem Vorstände eingereicht werden. Der Vorstand hat die Anträge in 
der nächst olgenden Nummer der Wochenschrift, und sofern lctz'ere nich« 
wenigstens vrer Wochen vor dem vsrsammlunasdatum erscheint, in den 
vorstandsblättern so früh zu veröffentlichen, daß die genannte Frist inne 
gehalten ist. 
Damit die Mitglieder unter all-n Umständen rechtzeitig von den gestellten 
Anträgen Kenntnis erhalten, sind die Vorstände der Lezirksvrrrine ver 
pflichtet, zu diesem Zwecke eine Bezirkrversammlung einzuberufen. 
Eine entsprechende Bestimmung wird in die Normal-Geschäftsordnung 
der Bezirksvereine ausgenommen werden. » 
Uber Gegenstände, welche nicht auf der Tagesordnung stehen, darf ein 
Beschluß nur gefaßt werden, wenn ein diesbezüglicher Antrag von % der 
Erschienenen unterstützt wird, und sofern er nicht eine für die Ge'amth it 
folgewichtigs Entscheidung oder einen Objekt»wert von über 500.15 betrifft. 
Solche Anträge sind der nächstfolgenden Delegierten« bzw. Mitglreder- 
chersammlung zu überweisen. 
Das Recht der Antragstellung steht zu: 
1. dem Vorstand und der vereinrleiiung, 
2. den einzelnen wohlfahrts» und Arbertsabteilungen, 
3. den Vorständen der Bszirksvereine und der Zweigvsrsine, 
4. jedem ordentlichen Mitglied, sofern neun andere Mitglieder den 
Antrag durch ihre Unterschrift unterstützen; bei persönlichen Be 
schwerden genügt die Unterschrift der Antragstellerin." 
3m vergangenen Jahre wurden sehr viele Anträge verspätet eingesandt 
tmd als „Dringlichkeitsanträze" bezeichnet, vringlichkeitsanirägs sind jedoch 
»mr dann zulässig, wenn aus Gründen, die in der Sache des Antrags 
liegen, dieser nicht eher gestellt werden konnte. Ts ist nicht angäng'g, 
andere Anträge als dringend zu bezeichnen, nur weil sie zu spat kommen. 
Nicht aus Bürokratismus wird die Annahme der Anträge in den letzten 
acht Wochen abgelehnt, sondern aus zwei wichtigen Gründen: die Vereins- 
Mitglieder müssen Gelegenheit haben, zu allen Anträgen Stellung zu 
Nehmen. Vas können sie nur, wenn alles recktzenig veröffentlicht ist. 
Zweitens mutz der Geschäftsführung rechtzeitig bekannt sein, wieviel und 
welche Anträge der Hauptversammlung vorliegen werden, damit genügend 
Zeit für ihre Beratung angesetzt werden kann. 
vre Satzungen des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen 
sind vergriffen. Ein Neudruck erfolgt zweckmäßig erst nach der Haupt 
versammlung, da bei dieser vielleicht Änderungen vorgenommen werden. 
Alle Bestellerinnen werden darum um etwas Geduld gebeten. 
Kursus in Pyrmont. 
wegen der Verlegung des Ferienbeginns an Orten mit 
höheren Schulen auf den ll. April kann der Kursus für Lehre 
rinnen der Oberstufe in Pyrmont erst am 12. April, nachmittags 
* IVKfjr beginnen. Er wird dauern bis zum 16. April einschließ 
lich. Die drei ersten der in der Wochenschrift Nr. 10 angezeigten 
vortrage werden zusammenqezogen in das Referat: Vas Er 
ziehungsziel der Mädchenvolksschule. 
Marlenhelm voppard. 
Da die Ferien verlegt sind, werden alle Gstergäst« gebeten, dem heim 
umgehend die Zeit ihrer Ankunft mrtzutrilen- 
SMversammiung für die Provinz Yeffrn-Naffan 
am 13. und 14. April tu Srankfmt a/M. 
Tagesordnung. 
Sonntag, den 13. April. 
10 Uhr: Konferenz der Bezirksvereinsvorsitzenden im Lehrerinn-nzimmer 
der Englischen Fräulein (Schule hinter der Lernarduski.che). 
2-/2 Uhr: Beginn der Tagung. Vortrag: „Erziehliche Beeinflussu! g der 
Mädchen auf der Gberflu-e." Frl. Friederike poß. Frankfurt a/M. 
5% Uhr: ver,amm!unq der Junglehrermnen: Besprechung wichtiger Z-tt- 
und Bundesfcagen. 
7 l A Uhr: Vortrag: „Beeinflussung des kindlichen Seelenlebens durch den 
Religionsunterricht und dessen Rückwrkung auf das Innenleben 
des Katecheten." Herr Pfarrer Weidner, Frankfurt a/M. 
Montag, den 14. April. 
Khr: hl. Meffe für die in den l-tzten drei Jahren verstorbenen vereins- 
mttgbedsr aus der Provinz in der Kapelle der Uriulinen, Unter- 
» 16 ’ hierauf gemeinschaftlicher Kaffee im Ursulinenkloster. 
9 Uhr: Vortrag: „wie können wir zur Erhaltung und Förderung unserer 
Drasporaschulen wirksam beitragen?" Frl. M. LeiLner, Neuhof. 
Kreis Fulda. 
11 Uhr: Vortrag: „Freiheit und Erziehung in der Arbeitsschule". Herr 
Stadtschulrat Schußler. 
3 Uhr: Aussprache über wchtige Berufs-, Standes-- u. schulpolitischs Fragen. 
5 Uhr: Lchlußoersammlung Vortrag: „Der Verein und ich." Fräulein 
Gbeilehrerin Schmitz, 1. Vorsitzende des l). k. d. L. 
Sämtliche vsranstaliungen sind in der Aula der Musterschule. Gberweg. 
Montagabend 8 Uhr gemütl. Tee im Karlshause, Sailerstraße 20. 
Dienstag Au-flug nach der Rückersbachsr Schlucht im Spessart (bei 
genügender Beteiligung). ' 
Alle lieben vereinsschwrstern aus der Provinz und der Umgegend 
werden zur Tagung erwartet und in Frankfurt herzlich empfangen. Für 
gute Unterkunft und Verpflegung wird So^ge getragen. 
Anmeldungen sind zu richten an Frl. Al. Koch, Frankfurt a/M., Erlen- 
straße 10. Ls wird gebeten, der Anmeldung frankierte Postkarte mit Kn- 
schrift beizulegen. 
gez. A. Schneider, gez. (£. Rathmann, 
vors, des Bezirksvereins Frankfurt a/M. Landesvertreterin. 
Lehrerinnenheim soppot. 
Auf die bereits an uns ergangenen Anfragen teilen wir mit, daß der 
Pensionspreis für Wohnung. Beleuchtung und vollständiger guter Verpflegung 
täglich 4 50 Gulden beträgt. (Line Rentenmark = 1,30 Gulden.) Als An 
meldegebühr sind 16 Gulden zu zahlen, die später mit dem Pensionspreis 
verrechnet werden. Der Vorstand. 
Landesvertreterinnen. 
Riederfchlesten. 
Jedes Mitglied, besonders aber die Vorstände, werden herzlich gebeten, 
Umschau zu hallen nach Krbeils- und verdienllmöglichkeiten für 
Junglehrerinnen und diese zu melden an Frl Gertrud Braus, Breslau, 
Garvestr. 22. Selbst wenn keine der auftragsweise beschäftigten und einst 
weilig angestellten Lehrerinnen brotlos werden sollte, ist die Not sehr groß, 
und sie wird wegen des Abbaues in Büros und Banken noch größer werden. 
Noch ist Jahrgang 191! nicht völlig untergebracht, wie manche Jung- 
lehrerin steht nicht nur selbst hilflos auf Erden, sondern bat auch noch sür 
eine alte Mutter oder Geschwister zu sorgen. Mögen die lieben Kolleginnen, 
die ihr tägliches Brot haben, das bedenken und gern in ihre Karitaskassen 
spenden. Vielleicht ist auch bei einzelnen und in Vereinen Stimmung für 
eine „Abbauhilfe", ich würde sie sehr gern weiterleiten und Rechnung 
darüber legen. 
wo das Zahlenverhältnis zwischen Lehrern und Lehrerinnen verschoben 
wird zuungunsten der Lehrerin, da bitte ich um recht genaue und rasche 
Angaben, um durch persönliche Rücksprache oder durch Eingaben in unserem 
Sinne einwirken zu können. 3u persönlicher Rücksprache bei der Liegnitzer 
Regierung wird Frl. Laugisch, Liegnitz, Friedrichstr. 14, bereit sein. 
In dieser Zeit des Abbaues ist es erfreulich, auch von einem „Anbau" 
reden zu dürfen. Das pädagogische Institut, Zweigstelle Breslau, 
wird auch im Sommersemester 1924 zu zwei interessanten philosophischen 
Zortbildunqskursen einladen, und es wendet sich besonders auch an die aus 
wärtigen Kolleginnen. Eine etwa nötige Stundenverlegung läßt sich sicher 
leicht durch freundliche Rücksprache mit Schulleitern und Kollegren bewerk 
stelligen und die Herren Kreisschulräte werden sicher einverstanden sein. 
Keiner lernt ja aus und der Lehrer, die Lehrerin er?» recht nicht. Und 
vermehrtes wissen schafft nicht nur Nutzen, sondern auch Freude, viel reine 
§reude, zumal in dieser freudearmen Zeit. 
Zum Schluß sei erwähnt, daß der Reiseschriftsteller Johannes Mair- 
Hofer in Schlesien Vorträge hält. Am Weißen Sonntag spricht er in Langen- 
dielau. Sollte ein Verein den Wunsch haben, einen seinrr Vorträge, etwa 
„Spanien" — „3m Glanze der Mitternachtssonne" — auf Wunsch mit Licht 
bildern, zu hären, so folgt hier seine Anschrift: bis 28. 3. erreichbar Breslau, 
Hauptpoftlagernd, fönst immer Regensburg, Stahlzwingerweg 25. 
Elfe koffrichter, Breslau, Gneifeuaupl. 9. 
Freistaat Sachsen. 
Exerzitien für Lehrerinnen vom 12. —16. April von hoch«. ?. Kais 3. 5. 
Daran anschließend am 16. April 
Sozial pädagogische Tagung. 
I. Vortrag: Herr Schuldirektor Bergmann, Dresden: „Die sittlichen 
Grundlagen in unseren schönsten Märchen" (für Lebensk'.tnde, An 
schauung, Sprachunterricht)-
	        
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