Full text: Annalen der Märkischen Oekonomischen Gesellschaft zu Potsdam. - 3.1797/1802 (3.1797/1802)

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dei die Pocken iin Schwören ,- alsdänn troEneten!ſie 
ab, und die ganze Krankheit dauerte 3.bis 4 Wochen. 
Die Wunde wurde niemals, verbunden, und die Ma- 
terie zog ſich unter dem Pflaſter ſenkrecht herab. Als, 
die Pocken abgetrocfnet. waren, zog ſich die Wunde 
nach und nach in eine kleine runde Dejfnung zuſammeiny, - 
welche in kurzer Zeit zuheilte. Dieſe Schaafe fraßen 
die ganze Zeit über ſ0 begierig , als-die'geſunden; nur 
zwey hinften etwas, welches ohne Zweifel die Späns 
nung der Wunde verurſachte. 
 
+ "Nach dieſer'guten Wirkung der Jnoculation wur- 
den, ſelbſt auf Bitten des Schäfers, “die von den Pok- 
fen noch nicht angeſteckten Schaafe ausgehoben. 'Man . 
fand leider nur noch 153 Stück, welche in einigen Ta» 
gen'auf ähnliche Art inoculirt wurden, nur daß man 
zu einigen Materie von inoculirten Schaafen nahm: 
Der. Gang der Krankheit war derſelbe. Eins hatte 
außerordentlich viel Pocken, fraß aber doch während 
der ganzen Krankheit gut. Kein einziges von den ih» 
oculixten Schaafen iſt geſtorben „und ſie haben, weil 
ſie ſich immer gut nähren konnten, faſt gar nichts ge- 
litten. „Dies.iſt.nicht.der Fall,.. wenn. die Schaaſe. die 
natürlichen Pocken bekommen, da der Kopf, der Hals 
und die Augen gleich. anfänglich damit bedeckt ſind, 
welches die Thiere zu freſſen hindertz daher auch dieje- 
nige, welche ſterben /. zuleßt erſtifen, und viele die 
Angen verlieren, welches doch verhindert:wird, wenn 
man die Augen mit Kampferſpiritus , mit Roſen- und 
Brunnenwäſſer vermiſcht, fleißig waſchen läßt. 
Da die Pocken dieſe Heerde anſtekfen, als die 
Böe ſchon zugelaſſen waren, ſo haben'die inoculirten 
alle gebot 3 von denen aber, die die natürlichen Pofs 
Fen hatten, iſt'mänches güſte geblieben. Von 6809 
NE 7 C 4 X Stu, 

	        
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