Full text: M. Karl Ehregott Mangelsdorfs Versuch einer Darstellung dessen, was seit Jahrtausenden im Betreff des Erziehungswesens gesagt und gethan worden ist

GE LE NEN DIER 1 HE 
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Haltet die Kindheit in Ehren, und/eilet nicht zu 
ſehr, weder im Guten noch. im Boſen von. ihr zu 
urtheilen. Laßt, die Ausnahmen ſich lange vorher 
anzeigen, fich. beweiſen, „fich beſtätigen. ehe ihr für 
fie beſondere Lehrarten,annehmet,: 77 
Setzet anfangs in den Augen eurer Untergebe- 
nen das Vergnügen! recht feſt, das ihr habet, 
ihnen gefällig zu ſeyn. Dann fangt die Cur ihrer 
Phankafien an, wenn ſie welche haben; und habt 
"euren Wilten, wie das Kind den ſeinigen. = 
Wolſet ihr ein, zur Eitelkeit verderbtes- Kind 
von feiner Thorheit. heilen: ſo veranſtaltet „daß 
ihm ſeine reichſten Kleidex die zumbequemlichſten ſind», 
und Freyheit, Luſt: und Spiel/von ihm- verſcheu- 
chen. Es ſoll bald des Prunks ſo müde, werden» 
daß ſein, mit Golde beſetztes Kleid .die Geißel ſeines 
Lebens-feyn; und das Kind mit Schrecken die Zu- 
rüſtungen zu ſeinem/Anpußze betrachten. ſoll: => 
Viele Nachtfpiele' mit “vielem Lachen verbunden 
vertreiben die Furcht im "Finſtern. == 
Im Finſtern, ſage ich zu meinen Untergebenett, 
„ſind Sie in dem Falle einer gerechten Vertheidi- 
gung. Der Angreifende läßt Sie nicht urtheilen»- 
ob er Ihnen Böſes thun, oder nur Furcht einjagen 
will; und weil er ſeine Vortheile genommen haf, 
ſo iſt die Flucht fein Rettungsmittel für Sie. 
Greifen Sie dreuſt zu, es ſey Menſch, oder Thier z 
halten „Sie ihn, ſchlagen Sie ihn, und laſſen ihn 
nicht los, bis Sie "gewiß wiſſen, wer es iſt. == 
T.4 Die 
 

	        
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