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Vegetation --- hiſtoriſ alte Stadtmauern -- Thore -- das Innere -- die alten Stadt= ; geographiſche Notizen ſind nur ſelten eingeflochten. Es iſt nicht zu
maueru, Fortſezung -- Kirche des heiligen Grabes --- Bisthum zu : verkennen, daß eine ſolc St. Jakob -- Via doloroſa =- Moriah, Tempelterraſſe -- Antonid, | lichen Erkenntniß des bibliſhen Stofſes führen muß, der Verf. iſi
das Haram = Omarsmoſchee -- El Ebra -- das Waſſer der | mit großem Eifer und vieler Liebe, mit Lebendigkeit und Sachkennt-
Stadt --- Zion -- Gräberſtätte =-- Davids Grab -- Gräberſtätten | niß an dieſelbe gegangen, ſein Standpunkt iſt ein ſtreng orthodoxer;
der Mahomedaner und Juden -- Joſaphat -- Hakeldama -- | mit manchen Ansdeutungen , 3. B. bei der Erzählung von Bileam,
Gethſemane -- Gräder der Propheten =“ Gräber der Richter =- | ſind wir indeß nicht einverſtanden , ebenſowenig damit, daß Dinge
Oelberg --- Bethanien --- Thal des Kidron -- Mar Saba -- Weg | (vgl. den Aufenthalt der Kinder Israel in Aegypten), welche als
nach Jericho. Daß eine ſolche Beſchreibung die Kenntniß von Pa- | Wirkungen erſcheinen, ohne Weiteres als Urſachen angeführt werden.
läſtina ungemein fördern muß, liegt auf dex Hand und wir branchen
zur Empfehlung derſelben nichts weiter hinzuzufügen.


Dr. F. E. Beneke's Neue Seelenlehre, für alle Freunde der
Bibliſches Wörterbuch, enthaltend eine Erklärung der alterthüm- Naturwahrheit in anſchaulicher Weiſe dargeſtellt von Dr. G.
lihen und ſeltenen Ausdrü>e in M. Luthers Bibelüberſetzung. Rane, Prof. in Philadelphia. 4. Aufl. Mehrfach umgear-
Für Geiſtliche und Lehrer. Von W. A. Jütting, Gymnaſial= beitet , verbeſſert und vermehrt von I. G. Dreßler. Mainz,
lehrer zu Aurich. Leipzig B. G. Teubner. 1864. XVII. 234. F. H. Evler. 1865. VIII. 263 S.
S. gr. 8. geh. 1 Thir. „.. u „„ Der urſprünglihe Zwe vorliegender Schrift, welche zuerſt
Daß ſich die hoc ſezung vielfach umgewandelt hat, liegt in der Natur der Sache | Grundſätzen in einfa< entwi>elnder Weiſe für Lehrer bear-
und es iſt nicht zu verwundern, daß mancher Ausdru> in der deut- | veitet“ 2c. =- erſchien, ging dahin , die Beneke'ſche Pſy ſchen Bibel für unſere Zeit nach Form oder Inhalt oder nach bei= | populär und faßlich darzuſtellen, daß ſie ſogar als Unterrichts-
den zugleich unverſtändlich geworden iſt. Wir erwähnen beiſpiel8- | Jegenſtand in der Volksſchule behandelt werden könne. Es ließ
weiſe die Wörter Ströter (= Räuber, Raubmörder) inHoſ. 6, 9., | fic) auch die praktiſche Tüchtigkeit des Verfaſſers , dieſen Zwe zu
Ferge (= Fährmann) in Heſ. 27, 27., glum (== dunkel, trübe, | erreichen, in ſeinem Werk j 25., le<ßen = vor Troenheit Riſſe bekommen) in Jex. 14, 4., wo= | halten, ſi aber einen erweiterten Leſerkreis vor Augen geſtellt.
raus man in neuern Bibelaus8zaben das nicht ganz entſprechende | Vom Bearbeiter derſelben , Seminardirektor Dreßler in Bautzen,
lechzen gema wie das vorliegende, welches zugleiß auf die allgemeinen Geſetze | angebracht worden, die weſentlich den Werth des Werkes erhöhen.
der Sprachbildung und der Grammatik eingeht und dadurch den | In der That können wir denen, welche mit der Beneke'ſchen Pſycho
mit der hiſtoriſchen Syrachwiſſenſchaft weniger vertrauten Leſer | [ogie ſi vertraut machen wollen, kaum eine beſſere Eingangs-
manchen entzüdenden Bli> in die von I. Grimm aufgeſchloſſene | pforte, als vorliegendes Werk , empfehlen. Die Darſtellung iſt jo
geſezmäßige Ordnung und Herrlichkeit unſerex Mutterſprache thun | jharf und beſtimmt, ſo einfach und klar, daß ſie in dieſer Beziehung
läßt, ein Bedürfniß ſei, iſt unzweifelhaft und wir freuen uns, daß | nichts zu wünſchen übrig läßt.
ſich dazu in dem Berf. der rechte Mann gefunden hat, welcher durc< oH |
ein tiefgehendes, auch anderwärts (z. B. Süd deutſcher Schul- „.- |
bote von 1864 Nr.: 9 ff.) bethätigtes Studium der deutichen | Handbüchlein der deutſchen Literaturgeſchichte von Paul
Sprache und durc< ſorgfältige Benutzung deſſen, was in dieſer Frank. Leipzig bei Merſeburger, 1865. 2. Aufl. (10 Ngr).
Hinſicht bereits geleiſtet worden iſt, ein Wörterbuch geliefert hat, Der Verf. beabſihtigt in dieſem Büchlein „ein Bild der all-
welches nicht blos für Bibelleſer, ſondern auch für Sprachforſcher | mählihen Entwieklung unſerer Literatur im kleinſten Rahmen zu
von Bedeutung iſt. Wir glauben , daß nach jetzigem Stande der | geben.'' Wenn wir auc< rühmend anerkennen, daß dieſes auf
Sache ein Lehrer nicht gut eines ſolhen Handbuches entbehren kann. | 250 S. ſi< ausdehnende Werk m tragene und brauchbare Notizen enthält, jo möchten wir doh daran
Bibliſche Geſchichte nebſt Spruch- und Liederſammlung. Zur. ausſetzen , daß der Verf. nicht ganz hält, was er verſpricht. Denn
Concentration des geſammten Religionsunterrichts in der Volks- | gerade das „Bild der Entwieklung“ iſt am wenigſten ge-
ſchule bearbeitet von G. Schuhmacher, Lehrer in Hingenberg | geben. Nur die ältere Zeit und. beſonders der Zeitraum von Luther
b. Solingen. Ausgabe für Lehrer. Elberfeld, Friedrichs. 1865. | bis Gottſched (S. 28--83) ift in dieſem Sinne, und zwar recht
XXI. 2438 S. 8. wohl gelungen, bearbeitet; die ganze neuere Geſchichte beſteht jedoch
Als den eigentlichen „Nerv“ ſeiner Arbeit bezeichnet der Verf. faſt ausſchlicßlich aus einer unvermittelten Zuſammenſtellung bio-
ſelbſt den auch anderwärts, in neuerer Zeit namentlich in dem | graphiſcher Notizen und aus Scriftenverzeichniſſen deutſcher Dichter
„evangeliſchen Schulblatte“ ausgeſprochenen Gedanken, dur< Form | und Schriftſteller , ſo daß der Verf. dem Buche ſehr nüßzen würde,
und Inhalt der bibliſhen Geſchichte der Ertheilung eines einheitlich | wenn er ihm den Titel „Taſchenkalender deutſ concentrirten Religionsunterrichts unterſtützende Hand zu bieten. | ter“ beilegen wollte. Wenn dann no< die nöthigen Ergänzungen
Wie er dazu die für jede Woche beſtimmte und unter einer gemein= | fehlender Schriftſteller hinzuträten , würde es treffliche Dienſte zum
ſchaftlichen Ueberſchrift zuſammengefaßten 3 Geſchichten nebſt den | Nachſchlagen leiſten. In der vorliegenden Geſtalt hat es für den
dabei befindlihen Wochenſprüchen und Liederverſen benußt ſehen | Schulgebrauch zu viel unverarbeiteten Stoff, für den Selbſtunter-
möchte, darüber ſpricht er ſich in dem Vorworte weiter aus, welches | ric nur in den für die Lehrer beſtimmten Exemplaren refindlich iſt. | in der Darſtellung würde dem Buche ebenfalls nicht geſc Daß dieſe Idee nicht neu ſei, ſpricht der Verf. ſelbſt aus, daß zu | vaben. 0
ihrer Dur die nur dein fo recht gelingen wird , welcher ganz von ihr ergriffen | Vaterländiſches Lehr = und Leſebuch für die Mittelklaſſen der
und eingenommen iſt, davon hat uns auch das von ihm ausgeführte | Volksſchule. Ven Johann S Zmitt. Dariüſtadt, Chr. Fr.
Beiſpiel überzeugt. 3 G fe el] der Bes Geitfet werth Will. 1865. VIU. 332 S. 8. geb. 24 Xr. oder 7 Ngr.
und das vorliegende Buch darf immerhin ſchon als Leidfaden für In dieſem ſchönen, auch äußerlich gut ausgeſtatteten Leſebuche
die bibliſche Geſchichte empfohlen werden. | iſt eben ſo dem ſprachlichen, als dem religiöſen, vaterländiſchen und
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...


Tre „. „«;. allgemein menſc Lehrbuch der bibliſchen Geſchichte von Heinrich Friedrich tragen. Schilderungen, Beſchreibungen, Fabeln, Erzählungen und
Flügge. 1. Theil: Das alte Teſtament. 2., verb. Aufl. | poetiſche Stücke wechſeln mit einander ab, immer den Ton und den
Hannover , Karl Meyer. 1865. XI]. 364 S. gr. 8. | Ideenkreis von Kindern der Mittelklaſſe feſthaltend, weder über-
Das vorliegende Buch, eine Frucen und do< Herz und Gemüth eben ſo beſchäf-
arbeit , foll ven Seminariſten als Anhaltepunkt für die Repetition, | tigend als den Verſtand. Daß das Buch zunächſt für das engere
den Lehrern als Hilfsmittel zur Vorbereitung dienen. In dem= | Vaterland des Verf. beſtimmt iſt, beweiſen die Leſeſtü>e: Das
'eſben wird der Verlauf der bibliſchen Geſchichte ſo dargeſtellt, daß | Großberzogthum Heſſen, Ludwig der Eiſerne, Philipp der Groß-
das zum Verſtändmiſſe derſelben Nöthige gleich in die geſHichtliche müthige, dem Landesfürſten, die Provinz Rheinheſſen, Mainz, die

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