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Jagesgeſ Die königl. „Bezirksfchulinſpektoren im Kinigrei< Sacßfen.
In Sachſen iſt mit dem 15. Oktober das neue Dolksſchul eie in Kraft
getreten, nachdem am 12. die Bezirksſ miniſter Dr. v. Gerber verpflihtet und dem Könige vorgeſtellt worden
waren. E8 find dies folgende 25 Herren: Für Dresden 1 (Stadt):
Berthelt (ſeither Bürgerſchuldirektor), für Dresden Il (Amtshauptmann=-
ſhaft): Dr. Hahn (ſeither Inſtitutsdir.), für Meißen: Wangemann
| (ſeither Bürgerſchuldirektor), für Freiberg: Lohſe (ſeither Seminarober-
:| lehrer), für Großenhain: Wigand (feither Bürgerſ Pirna: Lehmann (ſeither Gymnaſial-, früher Bürgerſchullehrer), für
Dippoldiswalde: MuSsha>e (ſeither Bürgerſ | (Stadt): Dr. Hempel (ſeither Realſchuldirektor, früher Seminarober-
lehrer), für Leipzig II (Amtshauptmannſc | Bürgerſuldir.), für Borna: Radeſto> (ſeither Bürgerſchuldirektor), für
:1 Döbeln: Dr. Kühn (ſeither Realſchuloberl., früher Volksſc
Grimma: Ed>ardt (ſeither Bürgerſ (ſeither Bürgerſhuldir.), für Zwiau: Naumann (ſeither Bürgerſ :| für Chemnitz I (Stadt): Dr. Spieß (ſeither Geiſtlicher, früher Realſchul-
oberlehrer), für Chemnit II (Amts8hauptmannſchaft): Saupe either
Bürgerſ Annaberg: Eichenberg (ſeither Bürgerſ Müller (ſeither Seminaroberl.), für Plauen: Seltmann (ſeith. Geiſt-
licher, früher Bürgerſc oberl.), für Kamenz: Flade (ſeither Seminaroberl.), en Löbau: Grül-
| lich (ſeither Seminardir.), für Zittau: Michael (ſeith. Gymnaſialprof.),
für die S<önburg'ſchen Receßherrſ>aften: Srubhl (ſeith Bürgerſchuldir.)
4 =-- Die Bezirksſchulinſpektoren Berthelt-Dresden I, Dr. Hempel-
| Lipzig 1, Dr. Spieß-Chemnitz I und Dr. Hahn-Dre8den 1 haben
| den Charakter und Rang eines Schulratbes erhalten, und ſämmtliche
] Inſpektoren ſind der 4. Klaſſe der Hofrangordnung eingereiht worden. --
] Die Löſung des amtlihen Verhältniſſes zwiſ 1 alſo künftig als Schweſtern, verbunden dur< das Streben, die heran-
i wachſende Generation zur Religioſität zu erziehen, neben einander gehen
werden, vollzog ſich, wie in der Hauptſtadt, ſo gewiß au< in der Provinz,
1 in friedlichſter und beide Theile ehrender Weiſe.
Das Unterrichtsweſen in den Vereinigten Staateu von Amerika-
Na ſammtareal von 3,603,884 engliſchen Quadratmeilen 38,558,371 Bewohner.
Hiervon ſind 33,589,377 Weiße nnd 4,295,960 Farbige ungemiſchten Blutes,
] 584,049 Mulatten, 63,254 Chineſen, 25,731 Indianer 2c. 3; über 10 Jahre
alte Bewohner wurden 28,238,945 gezählt. Von dem männlichen Theile
derſelben ſind 18,56 Prozent, von dem weiblichen 21,57 ohne Schutbildung.
Aehnli< verhält es ſih in der Altersklaſſe über 10 bis 21 Jahre mt
9,642,945 Perſonen, von wel Prozent Analphabeten ſind. Der Cenſus weiſt 141,629 Unterrichtsanſtalten
mit einem Einkommen von 95,402,726 Dollars nah. Hierunter ſind
"| 124,939 öffentlihe Volksſ u 58,554,527 Dollars dur< Steuern aufgebra )Hulen verfügen über 3,696,146 Dollars Einkünfte. In ſämmtlichen
Unterrichtsanſtalten mit 3,621,996 männli Schülern wirkten 93,329 männliche und 127,713 weibliche Lehrer. Hiervon
kommen auf die Clementarſchulen 73,929 männliche und 108,687 weibliche
Lehrer und 3,112,519 männliche, 3,069,949 weiblihe Shüler. Man be-
trachtet im Großen und Ganzen in den Vereinigten Staaten die im Alter
von 5 bis 21 Jahren ſtehende Bevölkerung als ſogenannte Sculbevöl-
kerung; dieſelbe beſtand 1872 in 34 Staaten und 7 Territorien aus
12,828,847 Köpfen. Eingetragen in die Sculliſten aber waren nur
7,379,656. Die Ausgabe für Sc Staaten und Territorien, die dem Unterric zugehen ließen, 71,810,324 Doll. 27 C. Selbſtverſtändlic gaben, welche ſich die einzelnen Staaten für die Erhaltung ihrer Schulen
auferlegen, ſehr verſchieden. Sie betragen auf je 1 Kopf der ſogenannten
Sculbevölkerung in Maſſachuſetts 20,950 D., in Nevada 19,393 D., in
California 12,133 D., in Connecticut 11,559 D., in New-Jerſey 8,939 D.,
in Pennſylvanien 8,519 D., in Jowa 8,595 D, in Illionts 8,531 D., in
Michigan 7,355 D., in R and 7,160 D-, in New-York 6,393 D. 2C.
In den Südſtaaten iſt dieje Au8gabe auffallend geringer, z. B. in Louiſiana
nur 2,159 D., in Florida 2,950 D.. in Alabama 1,447 D., in Süd=-Carolina
1,849 D., in Georgia 0,157 D. Die Urſachen dieſer großen Verſchiedenheiten
in den Ausgaben muß zu einem guten Theil in den ſehr ungleichen Be=-
ſoldungen der Lehrer geſuHt werden. So erhielten im Dur<ſ natliches Gecalt in Maſſachuſetts die männlichen Lehrer 85,99 D., die
weiblichen 32,39 D., in Nevada 116,69 beziehungsweiſe 88,73 D., in Cali-
fornien 74,58 beziehungsweiſe 60,59 D. Im Allgemeinen ſ Durchſc liche Lehrer um 30--40 D. Die entfernten Territorien in Idaho, Ari-
zona machen natürlich eine Ausnahme, dort ſteigen die Gehalte über 109,
beziehungsweiſe 70 Dollars.
Hier ſei noh mit erwähnt, daß in 25 Staaten 66 Fortbildungsf mit 8541 Sülern beſtanden, ſodann 27 Blindenanſtalten mit 513 Lehrern
und 1847 Zöglingen, 36 Taubſtummenanſtalten mit 267 Lehrern und
4337 Schülern, 77 Waiſenhäuſer mit 852 Lehrern und 10,324 Zöglingen,

endlich 26 Kinder-Rettungs- oder Reſormanſtalten mit 331 Lehrern und

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