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verſchiedenen Grade dem Heere und welchen Nutzen dieſes der Volks-
bildung bringen kann. Den Sektionen werden diejenigen Fragen zu-
gewieſen, welche ſic< auf beſondere tehniſche Einrichtungen und die Päda-
ogik im engeren Sinne beziehen. Während der Septemberfeſte werden
in Brüſſel außer dem internationalen Unterricht8kongreß noh tagen: ein
volkswirtſchaftliher Kongreß , ein kaufmänniſc ſchaftlicher Kongreß, ein literariſ greß zur Bekämpfung des Alkoholgenuſſes. Die Komites dieſer ſämtlichen
ongreſſe haben einen gemeinſamen Ausſchuß gewählt, um die Verſamm-
lungen und Vergnügungen ſo einzurichten, daß ſie ſich nicht gegenſeitig
beeinträchtigen.
Kurze Mitteilungen. Der Reichskanzler hat gegen die vom preußi-
ſ den Erlaß an die Reichsbehörden ergehen laſſen: „Berlin, den 28. Febr.
1880. Zur Vermeidung von Mißverſtändniſſen und zur Erhaltung der
in der dienſtlihen Korreſpondenz notwendigen Einheit der Schreibweiſe
erſuche ich Ew, 2c., darauf zu halten, daß im Reichsdienſte an der Reht-
ſchreibung, wie ſie bi8her in übereinſtimmender Praxis üblich iſt, ſo lange
feſtgehalten werde, bis im Wege der Reich8geſetßzgebung oder ein-
ſtimmiger amtlicher Vereinbarung eine Abänderung herbeigeführt
ſein wird. Willkürlihe Abweichungen von der biSher in unſerm amtlichen
Verkehr allgemein übligen und von den jetzigen Beamten auf den Shu-
len übereinſtimmend erlernten Rechtſchreibung find dienſtlih zu unter-
jagen und nötigenfalls durch ſteigende Ordnungsſtrafen zu verhindern.
v. Bismar>.“
= In der Stadtverordnetenverſammlung zu Berlin wurde vor
kurzem über die Heizanlage einer Gemeindeſchule verhandelt. Der
Magiſtrat hatte die Einrichtung von Luftheizung vorgeſchlagen. Nach
längerer Debatte aber, in welcher der Stadtv. Dr. Hermes die Luftheizung
als die allerſchlechteſte Heizungsart bezeihnet, Dr. VirHow dagegen als
die naturgemäßeſte, die nur noh der Verbeſſerung bedürfe, und Stadtv.
Salge, ſowie Stadtbaurat Blankenſtein ſih ebenfalls für Luftheizung aus-
ejprohen, wird ein Antrag des Stadtv. Reihnow angenommen, die
eizung in dem zu erbauenden Schutlhauſe durch Kachelöfen mit eiſernem
Einſaß auszuführen, wie ſte in der Regiſtratur des Reichstags in Be-
nugung ſind.
=- Na< dem „S Merſeburg in ſolhen Städten, welche beftätigte, nach Dienſtjahren
normirte Gehaltsabſtufungen beſiken , den Lehrern auc< in dieſem Jahre
wieder einmalige Zuwendungen in verſchiedener Höhe (60, 90,
120 2c. M.) bewilligt und ausgezadlt worden.
-- Dem Schuldirektor Sharla Behörden zu ſeinem goldenen Amt sjubiläum ein Anerkennungsſchreiben
in prachtvoller Form, ſowie 300 M. Zulage mit der Zuſicherung des
vollen Einkommens bei der Penſionirung überreicht worden.
-- Das „Preuß. Sc (Kutſc<- Elbing) zu Gunſten des Lehrers Behring-Soginten (Kr. Stallu-
pödnen). Dieſer Maun iſt voriges Jahr nach 42jähriger Dienſtzeit
kfrankheit8halber mit einem Ruhegehalt von 300 M. penſionirt
worden. Nach Abzug von 140 M. für Wohnung und Feuerung bleibe
ihm für Nahrung, Kleidung u. ſ. w. für ſich, ſeine Frau und einen
7jährigen Sohn 160 M., das ift täglich etwa 15 Pf. pro Perſon. Da-
bei iſt der unglückliche Emeritus geiftig und körperlic< ſo weit darnieder,
daß er dieſelbe Pflege wie ein Säugling verlangt. .
| Die Wilhelm-Augufſta-Stiftung in Weſtfalen zum Beſten
hilfsbedürftiger Lehrerfamilien beſißt ein Kapital von 23 000 M. 13 Wit-
wen und 1 Emeritus ſind bereit8 daraus mit je 50 M. unterſtüßt
worden.
-= Unter den Lehrerwitwenkaſſen ſind wohl am günſtigſten
geſtellt die zu Bochum und Dortmund, welche den Witwen lährlich
300 M. zahlen.
er Oberkirchenrat von Sachſen=Meiningen hat folgende
Verfügung erlaſſen: „Da in vielen Orten durch den Konfirmanden-
unterri ordnen wir bis auf weiteres hiermit an, daß die Geiſtlihen den Kon-
firmandenunterricht, für welchen je naH Bedürfniß 50 bis 70 Stunden
zu beſtimmen ſind, entweder an den ſchulfreien Nachmittagen der Mitt-
woche und Sonnabende, oder wo es, ohne den Schulunterricht zu beein-
trächtigen, tunlich iſt, in denjenigen TagesSſtunden zu erteilen haben, in
welchen der Religionsunterricht in der Schule abgehalten wird. Im leß-
teren Falle iſt auf Wunſch des Geiſtlichen während der Dauer des Kon-
firmandenunterrichts eine Verlegung der Religionsſtunde von der erſten
Morgenſtunde auf eine ſpätere, im Benehmen mit dem betreffenden berzogl.
Kreisſ | Der „Bäd. Beob.“ erzählt, daß die Züricher Stadtſchulpflege
im verfloſſenen Winter angeordnet habe, daß die Scquljugend in den
2 wöchentlichen Turnſtunden auf dem See im Schlittſhuhlaufen zu
unterrichten ſei. Ju dieſem Sinne ließe fi) wohl auch die Sculjugend
anderwärts aufs Eis führen.
=- Ein eigentümlihes Mittel, um die Schüler im Schreiben an-
zuſpornen, wird in der Blumenſ läßt vort die Kinder in fremde Bücher ſchreiben, und zwar ſo, daß ein
Bu rüdkommt. Die Lehrer ſagten, daß ſich jeder Knabe die möglichſte Mühe
gebe, um nur nicht in dem fremden Buche als ſchlechter Schreiber ge-
wiſſermaßen an den Pranger geſtellt zu werden.
|
|
|
-- Der ſpaniſche Unterrichtsminiſter |hatte am 1. d. M. im
Senate einen Antrag auf Errichtung von 2 Stierkämpferſ bekämpfen. Er ſprach dabei die Hoffnung aus, daß ſich die Sitten der
Spanier ändern und geſtatten werden, das barbariſche Schauſpiel der
Stiergefehte zu unterdrücken. Jufolge dieſer Erklärung wurde der An-
| trag zurügezogen.
. haben die Rezenſion der Red.
| zweifeln aber den Abdruck. --

Briefkaſten. Hen, E. J. in W. Die betr. Nr. iſt leider ſc vergriffen. Auf d. J. 1879 hat für die Konkurrenzarbeiten, welchen ein
Preis nicht zugeſprohen worden iſt, auc< ein beſonderes Honorar nicht
gezahlt werden können. Selbſtverſtändlih haben aber die Herren Ver-
faſſer das Recht, ihre Arbeiten ohne Quellenangabe anderweit zu ver-
wenden, wovon auß bisweilen Gebran F. W. F. in W., O. Q inF., I. E. in B. Eingegangen. -- Hrn.
P. S. in M. Haben uns recht gefreut. -- Hru. Dr. R. L. in A. Wir
d. „Anzeigers“ zur Verfügung geſtellt, be-
HHru. &. B. u. W. L. in N. Die Be-
| richtigung bezieht ſih doh auf ſo untergeordnete Punkte, daß wir nicht
- Raum für dieſelbe haben. Dem Leſer wird nur
|
2 viel klar, daß eine
arge Zerklüftung im Kollegium beſteht. =- Hru. F. (od. E.) M. in C,
| Ein Bericht über das türkiſche Schulweſen von jemandem, der mitten


| drin ſteht, wäre uns zwar willkommen, doch möchte er womöglich ?!/» Bogen
(Dru) nicht überſchreiten. Jm übrigen herzlichen Dank und Gruß und
den Wunſch beſten Wohlergehens unter den Türken! -- Hrn. A. R.
in S. u. a. m. Der Artikel aus Rio de Janeiro in Nr. 8 ſcheint in
vielen Herzen eine heiße Sehnſucht erwe>t zu haben. Wir haben den-
ſelben unter gehöriger Reſerve gegeben, waſchen daher unſere Hände in
Unſhuld. Außerdem finden Sie eine Zurüführung des übermäßig Ie-
ſpendeten Lobes auf das rechte Maß dvereits in voriger Nummer; die
wird ſehnſuchts8wunde Herzen heilen. =- Hrn. R. D. in BY, Fa, beſter
Herr, ein lehrerfreundliches Herz, das einem ganz armen Seminariſten
ein Uebungspiano ſchenken will, iſt nicht ſogleich gefunden. Sollte aber
jemand infolge dieſer Notiz aufmerkſam werden und Rat ſchaffen können,
jo ſind wir zur Vermittlung ſehr gern bereit. -- Hrn. R. in M. Das
Artikelhen enthält nichts Neues, ſteht daher zu Jhrer Verfügung. --
Hrn. B. W. in B. Wo denken Sie hin! Die ſtenogr. Berichte über
die geſamten das Schulweſen betreffenden Debatten im preuß. Abgeord-
netenhauſe! Das kann nicht einmal eine preuß, Schulztg. Und was
würden unſere nichtpreuß. Abonnenten dazu ſagen! Wir glauben, voll-
kommen genug getan zu haben. Die Reden v. Puttkamer's und Stöder's
waren allerdings wichtig genug, wenn auch jede aus anderem Grunde.
Aber dawit baſta! Die vollſtändigen Berichte ſind doc gewiß ſür Sie
unſchwer zu verſchaffen. =- Vis zum 21./3. abds. eingeg.t „Alles iſt
on“ unmen

Eingeſandt.
Zur Heilung für Stotternde
giebt es in Deutſchland einige Anſtalten von gutem Rufe, unter denen
diejenige des Lehrers Kreutzer in Roſto> i/M. in erſter Reihe Be-
achtung verdient. Auf Grund genauer Kenntniß dieſes Inſtituts können
wir dasSjelbe vor andern aufs beſte empfehlen und glauben im Intereſſe
vieler zu handeln, wenn wir die Herren Kollegen für gegebene Fälle auf
die genannte Anſtalt beſonder8 aufmerkſam machen. Zn ein paar uns
befannten Fällen fanden Schwer - Stotternde, nachdem ſie in mehreren
andern Anſtalten vergeblich Befreiung von ihrem Uebel geſucht hatten,
bei Herrn Kreußer völlige Heilung. Dieſe Erfolge verbürgen am beſten
die Borzüglichkeit der Methode, die in der Roſtoker Anſtalt zur
Anwendung kommt, und verdienen in weiteren Kreiſen bekannt zu werden.
In unſerer Zeit der Reklame iſt es oft ſc zu treffen. ir glaubten daher , manchem einen Dienſt zu erweiſen, in-
dem wir die Aufmerkſamkeit auf etwas in ſeiner Art wirkli< Empfehlens-
wertes richteten.
Rofto> i/M., den 5. März 1880.
Aug. Schult, Lehrer d. Realſch.,
Ferd. M atßz, Lehrer am Gymnaſium,
11h. Henning8, Lehrer am Gymnaſium.

Pädagogiſch2 Zentratbibliothek (Comenius - Stiftung) Leipzig, Sido-
nienftraße 51. MittwoF und Sonnabend von 2-4 geöffnet. Jeder
Lehrer kann Ijratis entleihen.

Das 6. Heft des U. Jahrgangs der bei Julius Klinkhardt
in Leipzig und Wien erſ Unterricht „Pädagogium“, herausgegeben von Dr. Fr. Dittes, ent-
hält nachſtehende höchſt intereſſante Artikel:
Künftler und Dilettant. Eine pſychologiſch - äſthetiſche Studie von
Direktor A. Goerth-Fuſterburg. Der naturhiſtoriſche Unterricht an
Volks- und Bürgerſchulen. Von Prof. Dr. Karl Rie>- Wien. Das
Gymnaſtum und der Staat. Von Prof. Dr. E. Schatzmayer-Trieft.
Fortſ Lange-Woolwich. Zum Schulſtreit in Preußen. Die Reaktion in Oeſter-
reis. -- Literaturblatt: Hunziker, Roth, Morf, Nette8heim, Hugelmann,
Gude, Sanders, Guttmann und Marſ Cüppers, Reinecke.

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