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Die Bilderbibel der Herder'ſ Freiburg i. B.
In Nr. 46 der „Allg. deutſch. Lehrerztg.“ iſt in der Arbeit „Ueber
bibl. Bilder“ unter anderen aue; das bei Herder in Freiburg er-
ſ worden. In derſelben wird nicht nur, wie es ſcheinen könnte, das Kolo-
rit genannten Werkes Fgetadelt, auß das Sujet, die Kompoſition und
die Ausführung erfahren eine herbe Beurteilung. .
Screiber dieſes hat nun im Auftrage der Redaktion d. Z. genann-
tem Werke, und zwar dem unkolorirten, ebenfall3 eingehendere Aufmerk-
ſamkeit geſchenkt, und wenn er ſiß au< mit den eingangs der Arbeit auf-
geſtellten Grundſäßen des Verfaſſer8 einverſtanden erklärt, ſo kann er
doch deſſen Kritik nicht in allen Stücken zuſtimmen.
Zu leugnen iſt niht, daß genannte Blätter für ſtarke Klaſſen zu
klein ſind, ebenſo, daß die Ausführung infolge der geringen Scattentiefe
etwas matt erſcheint.
Was jedo ſo verdient das Werk, mit den meiſten vorhergenannten mindeſtens auf
gleiche Stufe geſtellt zu werden. Mehrere Blätter ſind hinſichtlich der
ompoſition geradezu vorzüglich. J< erinnere u. a. an die Stellung
Moſis vor dem brennenden Buſche; ferner an die lebendige Gruppe,
welche der WeisSheit des Jeſuskindes lauſ den Kontraſt, welher auf Blatt 24 zur Darſtellung gelangt: der im
Sciff ſ der tobenden Natur und den ängſtlichen Gemütern der Jünger gegenüber.
Wie ergreifend wirken die Geſtalten, welche den vom Kreuz abgenomme-
nen Dulder umſtehen !
Sind genannte Blätter auc vorwiegend für katholiſ ſtimmt, ſo werden ſie doH ni lien ihren veredelnden Einfluß zeigen.

Berichtigungen.
1) Dem Referate über das letzte Verwaltung8jahr des Peſtalozzi-
vereins im Kgr. Sachſen in Nr. 48 d. Bl. iſt aus Verſehen der
35. Jahres8bericht (auf das Jahr 1878/79) ſtatt des 36. zu Grunde gJe-
legt worden. Es8 Hat nach dem leßteren folgende Zahlenberichtigung ein-
utreten:
; Einnahme : 22 936 M., Unterſtüßungen: 18 105 M. , Vermögens-
beſtand: ca. 148 200 M., außerordentliche Beiträge: 3719 M., Mitglieder-
beiträge? 4708 M., liter. Unternehmungen: 5784 M , Vermögenszinſen :
3838 M. Unterſtützt worden ſind aus der Hauptkaſſe 607 Lehrerwaiſen
und 183 Lehrerwitwen mit 18105 M.; hierzu kommen 1746 M. Unter-
ſtüzungen aus den 15 Stiftungen (die Thomasſtiftung iſt im lezten Jahre
hinzugekommen) an 19 Lehrerwaiſen, 1 Lehrersſohn, 1 Lehrer8witwe und
1 em. Lehrerin.
2) Dem Artikel „Verhängnißvolle Jrrtümer“ in Nr. 49 d. Bl.
iſt aus Verſehen von Seiten des Herrn Verfaſſer8 die Bezeihnung „Zur
Preisbewerbung" nicht beigefügt. Die Herren Preisrichter ſind jedoch
vor Abgabe ihres Urteils verſtändigt worden.

Das 3. Heft des I11l. Jahrgangs der bei Julius Klinkhardt
in Leipzig und Wien erſcheinenden Mouatsſchrift für Erziehung und
Unterri hält nachſtehende höchſt intereſſante Artikel :
Andrea Angiulli's pädagogij Goering-Baſel. (Schluß.) Ho und das Volk. Von Willibald Nagl-Wien. (Sc zöſiſche und engliſc Ludwigsluſt. = Literaturblatt: Dr. Fr. Dittes, Dr. W. Oſtermann,
Dr. Theod. Wittſtein, Haehn und Huſſong, Sommert, H. v. Wolzogen.
ÄAÄnzeligen.

Bekanntmachung.
An der hieſigen ſtädtiſchen evangeliſchen
Volksſchule ſind zu Oſtern k. Zs. drei Lehrer-=
ſtellen, und zwar:
an der Mittelſ an der Volksſchul- Abtheilung zwei Lehrerſtellen,
zu beſetzen.
Das Jahres - Gehalt beträgt je 1200 Mark; ||
dasſelbe ſteigert ſich alle 2 Jahre um 120 Mark |:
bis zum Maximalbetrage von 2100 Mark. Außer-
dem wird eine jährliche Mieths = Entſchädigung
von je 180 Mark für unverheirathete und eine
ſol gewährt. |
Event. Anrechnung auswärtiger Dienſtjahre
wird vorbehalten. |
Für die Vakanz an der Mittelſchul-Abtheilung |
werden nur diejenigen Bewerber Berückſichtigung |
finden, weiße das Eramen für Mittelſ ſtanden haben oder ſi< zur Ablegung desſelben NEE
innerhalb Jahresfriſt verpflichten. --

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10. Januar 3. tf. bei uns einzureichen.
Witten, den 17. Dezember 1880.
Tie ſtädtiſche Schul-Deputation.
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reichung ihrer Zeugniſſe bis zum 28. cr. bei
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Nordhauſen, den 15. Dezember 1880.
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