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ſchreiben. (L, Kellner). Schreib nie über eine Sache, ohne
vorher über dieſelbe dich voll und ſatt geleſen, und lies nie,
ohne dic< vorher darüber hungrig geda | S...1
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Eſſen = Werden'ſc Von B. Effing. Eſſen, Druck von G. D. Bädeker.
1853. 4. Hefte.
Unjere Rechenbuch - Literatur mehrt fich von Tag zu Tag,
ſhade nur! daß die meiſten neuen Scrifthen inhaltlich die
alten in derfelben oder in nur etwas veränderterter Weiſe ſind.
Das in Rede ſtehende Rechenbuch macht in der Art keine Aus-
nahme. Wenn wir nun auch der Anſicht beipflichten, daß man
beim Alten bleiben müſſe , falls es gut iſt, ſo müſſen wir doch
alle Schriften, welche ſich nicht vor älteren vortheilhaft aus-
zeichnen, für unberechtigt erklären. Eine Originalität der
Effing'ſchen Arbeit dürfen wir übrigens nicht unerwähnt laſſen,
darin beſtehend, daß für die erſten Uebungen nicht die gewöhn-
lihen arabiſchen, ſondern die römiſchen Ziffern gewählt find.
Neu iſt das, aber gerade nicht ſehr empfehlenswerth.
Wenn's einmal Ziffern ſein follen, nun, dann iſt es doch wahr-
haftig einfacher, ſtatt IV, Y1, YIl, Vill, IX == 4, 6, 7, 8,
9 zu ſezen! Der Verfaſſer hätte auc da beim guten Alten
bleiben ſollen. Und das iſt faſt der einzige Mangel, den ſein
Buch andern gegenüber hat, fonſt verdient es ebenſo der Em-
pfehlung, wie die beſſeren der vielen Aufgabenſammlungen
für den Recenunterrim der Reſultate für den Lehrer wäre ſehr zu wünſchen. Die
Ausſtattung der Heftchen verdient alle Anerkennung. Der Preis
der einzelen iſt uns nicht bekannt, OS...
Zur Schulgeſchichte.
Stuttgart im December. Das Correſpondenzblatt für die
Gelehrten- und Realſchulen Württembergs, welc Jahren unter der Nedaction des Präceptors H. E. Lin> erſchienen iſt,
mit dem Anfange des nächſten Jahres aber die Profeſſoren Klatber,
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Zimmer und Holzer in Stuttgart zu Herausgebern erhalten wird, iſt
zunächſt, wie ſein Name andeutet, zur Beſprechung wiſſenſchaftliher und
padagogiſcher Fragen , welche die höheren Schulen unſeres Landes näher
berühren, beſtimmt. Es hat ſich aber auch zur Aufgabe gemacht, neu
erfhtenene Schriften, die für jene Schulen Bedeutung haben, dur< An-
zeigen , Beurtheilungen und Auszug zur Kenntniß ſeiner Leſer zu brin-
gen. Ferner iſt es durc< Erlaubniß der Direction des K. Studienraths
und Mitwirkung eiuiger Mitglieder deſſelben in den Stand geſeßt, Er-
laſſe dieſer Behörde, namentlich ſolche, die ſich nicht für Bekanntmachung
durc< den Staatsanzeiger eignen, öfters auch von den Motiven begleitet,
baldigſt in ſeine Spalten aufzunehmen. Wichtige Mittheilungen der Art
werden gletc verſchtedenen Prüfungen, wclche unter der unmittelbaren Leitung des
Studienraths ſtehen, werden in dem Correſpondenzblatt zu leſen ſein.
Endlich wird es eine ſtatiſtiſche Beilage haben, welche nicht bloß dte
gegenwärtigen Verhältniſſe der Schulen dieſer Art, die Beſoldungen,
Wohnungen, Schülerzahl u. dgl. genau angeben, ſondern auch die Ge-
ſchichte derſelben , welche ſich in ſehr ſorgfältigen Aufzeichnungen auf der
Ganzlet des Studienraths findet, darſtellen wird.
Gera. Außer dem durch die Mildthätigkeit der verwitw. Fürſtin
Clothilde v. Reuß-Köſtrik in Hohenlaubhen unter dem Namen „Stiftung
Heinrich 11.“ in's Leben gerufenen Rettungshauſe für verwahrloſte Kin-
der iſt mit der gleichen Beſtimmung eine zweite Anſtalt im Entſtehen
begriffen, die in Schleiz ihren Sitz haben ſoll. Das hohe Protectorat
des regierenden Fürſten iſt wohl geeignet, auch dieſem rühmenswerthen
Unternehmen eine dauernde Exiſtenz zu ſichern, wenn die Bevölkerung
dem erhabenen Beiſpiele mildherziger Freigebtgkeit nur einigermaßen
folgt , mit welchem der Landesherr auch bei dieſer Gelegenheit glänzend
voranlen tung die von der Regierung für das leßtere Inſtitut poſtulirte regel-
mäßige Unterſtüßung aus Staatsmitteln verweigert hat, da dieſe we-
nigitens zu einem Theile die Exiſtenz der Anſtalt yon dem Wohlthätig-
keitsſinne der Beyslkerung unabhängig gemacht hätte. Daß die Wirk-
ſamkeit der Rettungshäuſer der Geſammtheit der ſtaatlichen Geſellſchaft,
ihrer Nuhe und Sicherheit zu Gute kommt, bedar keines Beweiſes, und
es wird daher früher oder ſpäter der Staat oder do direct das ſich zur Aufgabe machen müſſen, was man hier jeßt metſt
no< dem privaten Wohlthätigkeitsſinne überläſſt. In einigen Ländern,
3. B. in der Schweiz, hat ſich dieſe Ueberzeugung ſchon weſentlich mehr,
als hier, geliend gema loſte Kinder , die daſelbſt beſtehen, iſt eins vom Staate begründet, 7
ſind kantonal, 12 von Gemeinden in's Leben gerufen und unterhalten,
und nur die übrigen, alſo die kleinere Hälfte, werden durc< den Wohl-
thätigkeitsfinn von Corporationen, oder aus den dur< die Stiftungen
Einzeler gebotenen Fonds unterhalten. (L. Z.)

Wir entſprechen gern dem an uns gerichteten
Wunſche der Redaction des Anzeigers für Kunde
der deutſchen Vorzeit, unſre Anerkennung und Empfehlung dieſer Zeitſchrift auszuſprehen , indem wir
nur beſtätigen können, was in dem Proſpectus derſelben geſagt wird, daß ſie nämli ſich mit deutſc macht mit- den Beſtrebungen und Erſcheinungen in dieſen Gebieten und ein weites Feld für Erörte-
rungen eröffnet, die ohne ein ſolches gemeinſames Organ nicht wohl geführt werden könnten. Dieſes
allſeitige Intereſſe, ſo wie der Umſtand, daß der Ertrag der Zeitſchrift lediglich zum Beſten des g er-
maniſ teratur ſeines Baterlandes am Herzen liegen, mitzuwirken ſich berufen fühlen ſollte, mag auch dieſem
gemeinſamen deutſ Für 6 Monatslieferungen wird 1 fl. (17 Sgr.) vorausbezalt, und kann die Beſtellung bei allen Poſt -
anſtalten und Buchhandlungen, ſowie in der Expedition des Anzeigers in Nürnberg geſchehen. Die
Redaction iſt in ſehr geſchickten und thätigen Händen, in denen der Hrn, Dr. Frhr. v. u. 3. Aufſeß,
Dr. AL. v. Cye und Dr. G, K. Frommann.
Die Hedoction der Allg. Schul-Beitung.

Verantwortliche Redactoren: Vr. K. Wagnex und Dr. K, Zimme rmann, -- Dru und Verlag von K. W., Leske in Darmſtadt.

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