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de la g6ographile du Nouveau Continent et des progres de
V'astronomie nautique, aux XV et XVI zitcles. -- etc. Und
do hier nur diejenigen genannt, welche als Fru Reiſe na< Mittelamerika von ihm ſelbſt verfaſſt worden ſind,
denn mit ſeinem treuen Reiſegefährten Bonpland und anderen
Gelehrten gab er no Plantes Cquinoxiales au Mexique, dans Visle de Cuba, dans
les Provinces de Caracas. Cumana etc. -- Nova Genera et
Species plantarum. -- etc. JIm Ganzen koſtete ein Cxemplar
des rieſenhaften Reiſewerkes im Jahr 1844, als viele Theile
no< nicht erſchienen waren, bereits 2700 Thlr.
Dieſe Angaben haben wir zum Theil gemacht, um recht
deutlich hervortreten zu laſſen, wie genau Hr. Prof. Klenc>e
auf ſeinen Gegenſtand eingegangen iſt, denn in ſyn Ordnung, nach ihrer Entſtehung, ſind von allen Humboldt'ſchen
Schriften der Titel und oft au<4 eine kurze Ueberſicht über den
Fuhalt angegeben. =- Von einer tiefen Ehrfur Verfaſſers gegen unſeren großen Humboldt, den beinahe 384jäh-
rigen Neſtox der deutſchen Gelehrten, zeugt ſeine Biographie,
und wir ſind ſehr erfreut, in dieſem Punkte mit Hrn. Prof.
Klen>e zufammenzutreffen. Handelte es ſich doh eigentlich nicht,
wie der Hr. Vf. ſagt, um die Verherrlichung eines Leben-
den , ſondern es brauchte einzig und allein das einfache Lichtbild
eines Mannes aufgenommen zu werden, deſſen Leben thatſäc ſich ſelbſt deutlich genug ausgeprägt hat. Wir ſ Bemerkung , daß gewiß Jedem das Leſen dieſer Biographie ei-
nen hohen Genuß bereiten wird , und empfehlen ſie deßhalb
ve den Kosmos, Humboldt's aufrichtige Verehrer geworden ſind,
Oſterprogramm des Gymnaſiums in Frankfurt,
Wir beginnen unſern Bericht über dieſe auf 40 Quartſeiten
enthaltene , von dem neuen Gymnaſialdirector verfaſſte Schrift
mit deren zweitem Theile, den Schulnahrichten. Das Frank-
furter Gymnaſium hat große Veränderungen in feinem Lehrkör-
per und ſeiner inneren Organiſation erfahren. Drei Hauptleh-
rex? Rector Prof. Dr. Vömel, Conrector Prof. Dr. Schwenk
und Prorector Prof. Dr. Rödiger ſind im Laufe des lezten
Jahres in den Ruheſtand verſezt und an ihre Stellen Prof.
br. Joh. Claſfen von LübeX, Prof. Dr. Anton Eberz (bis-
her Lehrer an der kath. Selectenſhule in Frankfurt) und Dr,
Alfred Fle&eiſen (bisher Gymnaſiallehrer in Dresden, f. A.
Sh. Z. S. 463) berufen worden. Director Claſſen iſt in
Hamburg , Cberz in Frankfurt , Fle>eiſen in Wolfenbüttel ge-
boren; alle find fie Philolgen; Claſſen ehrenvoll befannt durch
die krit. Ausgabe von Cicero's Rede pro Cluentio und des
Byzantiners Theophanes, dur< die Beſorgung des 3. Bandes
der Röm. Geſchichte aus Niebuhr?s Nachlaſſe und die neue Be-
arbeitung der Elementarbücher der grie<ß. und lat. Sprache von
Fr. Jacobs; Fle&eiſen durch feine Monographieen über Plau-
tus, ſeine Emendationen zu Nepos, ſeine krit. Ausgabe des
Plautus (T. Macci Plauti comoediae, Lips. 1850) und ſeine
Mitredaction der „Neuen Jahrbücher für Philologie und Päda-
gogit.“ Außerdem iſt der bisher proviſoriſ< angeſtellte Dr.
4768
W. Schmidt zum ſtändigen Lehrer des Gymnaſiums ernannt
worden , und hat ein Wechſel des Schreiblehrers ſtattgefunden.
In Betreff der inneren Organiſation ſollen die halbjährlichen
Verſezungen in jährlihe, und die Lehrcurſe, die bisher in der
Regel 3 Semeſter dauerten, theils in einjährige, theils in
zweijährige Übergehen, die Ferien in 14 Tagen um Dſtern,
4 Wochen vom erſten Montag des Juli an und 14 Tagen in
der lezten Hälfte des Septembers (außer den Weihnachtsferien ?)
beſtehen. Die Stundenzahl und die Vertheilung der Lehrgegen-
ſtände ergibt ſich aus folgender Ueberſicht der Lectionen
im Gymnaſium zu Frankfurt:




Claſſen: 1. Il. IIL IV. V. VI. VIILJSt.
Dauer der Lehrcurſe?: 2 2 1 2 1 1 jährig.
Proteſt. Religionslehre . 221172 22 12
Deutſche Sprache u. Stylübung 2 2 2 2 4 4 4 20
Lateiniſ Griehiſhe „, . «76606. 25
Franzöſiſ Mothematif u. Rechnen 238414141414 25
Bhyſik . . . . 2 2- --- -=- 4
Naturbeſhreibung . == --=/ 222 6
Erdbeſchreibung . -“-=- 222 2 5
Geſchichte . 4332 2--- 12
Schreiben .=-= > -=-- 224 53
30 30 30 33 30 26 28 207
Katholiſche Religionslehre 22 2-- - - 6
Ifebräische Sprache (8 . . 2 2 -- - - - = 4
Englische » E „292% 2 wr dm 6
Singen g= . 2 2 2-- - = == 6
Zeichnen Ki . 22222-- 1
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Der erſte Theil des Programms , die wiſſenſ handlung S. 1--26 macht mit Sachkunde und feinſfinnig auf
3 Cigenthümlichfeiten des homeriſ ſam, auf Abweichungen von dem gewöhnlichen Gang logiſch ge-
regelter Perioden dur; parenthetiſche Ginfügung, bei-
ordnende (parataktiſche) Anreihung und Sonderung der
Saßglieder durch gleichſtellende Partikeln in unterordnend (hy-
potaktiſch) gebildeten Perioden, in denen die äußere Form die
Coordination darſtellt, während das Ganze der Periode auf
dem Geſez der Subordination beruht. Sind dieß auch Zeichen
einer noh minder ausgebildeten und formgerechten Gliederung des
Gedankens, ſo haben fie doH auch ſpäter? Profſaiſten zuweilen
als AusdruF innerer Lebhaftigkeit und Aufregung, oder um
größeren Nachdru> zu geben, wieder aufgenommen. Hr. Cl.
weiſt die Entſtehung und Wirkung derſelben pſychologiſch naß
und erläutert ſie an einer großen Reihe von Beiſpielen. BWiel-
mals bringt ex deren Saißzbau durch einfachere JInterpunction
in organiſch engeren Zuſammenhang und ſtellt damit die Zu-
ſammengehörigkeit und gegenſeitige Einwirkung ihrer bisher ge-
ſonderten Glieder augenſ gewinnt man bei ſeinen Erläuterungen wird er in Betreff von Uliad. 1V, 257,
XYVY11, 221. 0d. 1, 337, IV, 235, XVl, 418 und vieler an-
deren Stellen nur freudige Beiſtimmung erfahren. Aber ge-
rade bei der erſten Stelle (1.1, 122), die ex als ſc Beiſpiel eines parenthetiſch geformten Redeeingangs oder einer
antieipirten Begründung eines nachfolgenden Hauptſaßes gibt,

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