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Seit einem Jahre bin ich nun fortwährend bemüht, dur< die Gewinnung neuer tüchtiger Kräfte zu den alten und
beſonders durch die Gewinnung ſtändiger Correſpondenten in allen deutſ mehr auf den Standpunfti zu erheben, den fie einnehmen muß, wenn ſie ihrer großen Aufgabe und den Anforderungen ſoll entſprechen
fönnen, die man mit Recht an eine Zeitſchrift mac Beſtehen iſt die Zahl der Blätter, wel gibt, wenigſtens in Deutſchland, kaum ein Land, welches nicht ſein Shulblatt beſigt, Dieſer Umſtand ſteigert natürlich die
Anforderungen an eine Zeitſchrift immer höher, welche ſich's zur Aufgabe geſtellt hat, das Schulweſen, vorzugsweiſe das Volks-
ichulweſen im Ganzen zu umfaſſen. Darum habe ich es für meine Pflicht erkannt, Alles aufzubieten, um ihr neue bewährte
Kräfte zuzuführen. Und ich kann nur meinen herzlihen Dank dafür ausſprehen, daß meine Wünſche und Bitten nicht uner-
füllt geblieben find. Faſt täglih kommen mir neue Zuſicherungen thätiger Mitwirkung, und ſo lebe i< denn der freudigen
Hoffnung, daß unſer Blatt mit dem Jahre 1861 einen neuen Aufſhwung nehmen und mit neuer friſcher Kraft auftreten wird.
Auf die ihr bereits gewordenen Zuſagen und auf die weiteren, denen ſie zuverſichtlich entgegenfieht, hoſſend und bauend,
wird die Redaction vor Allem danach trachten :
1) dem Blatte wieder mehr, als bisher, die Geſtalt einer Zeitung zu geben und daher als einen der wichtigſten und
Haupttheile beſonders die Schulnachrichten zu behandeln z
2) wird ſie ſich bemühen, das Beiwort „Allgemein“ mehr zur Wahrheit zu bringen. Sie wird dahin arbeiten, daß
gediegane Aufſäße Über das geſammte Scul- und Erziehungsweſen, über den ganzen Kreis der Schule ſich verbreiten,
fie wird das höhere Schulweſen aus ihren Mittheilungen zwar nicht principiell, aber Alles ausſchließen, was ſih auf
das Gelehrtenſ 3) ſie wird fich beſonders bemühen und bittet gerade in dieſer Richtung um kräftige Unterſtüßung, eine vollſtändige Dar -
ſtellung der öffentlihen und gejeßgeberiſelungen des Volksſchulweſens in den deutſchen Ländern und
im Auslande, und der Behandlung der Schulangelegenheiten von dem Geſichtspunkte einer meinen Volksbildung zu bringen, um dadurch das Volksſc bildung im Zuſammenhang mit den übrigen volksthümlihen Beſtrebungen dem Auge und dem Jutereſſe des Gebil -
deten näher zu rüden.
4) Sie wird die Beſprechung der pädagogiſchen Literatur hinfort mehr in Veberſichten ſtattfinden laſſen und nur
wichtige und auf das Schulweſen eingreifend wirkende Werke ausführlicher beſprechen,
9) Ueberhaupt wird es ihr Augenmerk ſein, leitenden Artifeln und Nachrichten über das Schulweſen den Vorrang vor
Recenſionen und Anzeigen einzuräumen,
6) Auc< ſoll es der Redaction ernſte Aufgabe ſein, auf das Wichtigſte aus dem Inhalte von anderen pädagogiſchen
Blättern unausgeſeßt hinzuweiſen.
7) Die pädagogiſche Bibliographie ſoll zwar auch in Zukunft nicht ausgeſchloſſen, aber monatli< nur einmal, und
dann auc< nur das Bedeutſamere aus derſelben mitgetheilt werden.
Um ihren Zwe& vollſtändiger erreihen zu können, ſollte, wie mir von verſchiedenen Seiten der Wunſch iſt ausgeſprochen
worden, die Schulzeitung in erweiterter Geſtalt erſcheinen. I< halte es aber für gerathener, dieſen Wunſc< für jezt no>
unerfüllt, und ihr Erſcheinen vorerſt noc<, wie bisher, nur einmal in der Woche ſtattfinden zu laſſen.
Dem Vorſtehenden füge ich noF die Bitte an Alle bei, denen die Sache der Schule am Herzen liegt, mich recht kräftig
durch Rath und That in meinem redlihen Streben unterſtüßen zu wollen, damit die Allgemeine Schulzeitung neben andern
werthvollen Blättern der großen Sache der Schule mit Erfolg dienen kann.
Darmſtadt, 4. Januar 1861. Dr. Karl Bimmermann.
Bei dem Beginn des neuen Jahrganges erſuchen wir die geehrten Leſer der „Allgemeinen Sculzeitung“ um recht bald-
gefällige Erneuerung ihrer Beſtellungen bei den resp. Poſt - Anſtalten und Buchhandlu ngen, damit Unterbrechungen
in der regelmäßigen Zuſendung möglichſt vermieden werden.
Die „Allgemeine Schulzeitung“ erſcheint wie bisher wöchentli< einmal in der Stärke von je einem Bogen und
wird ſogleich nah Erſcheinen mit der Poſt und auf Buch händl erweg verſandt,
Der Preis der „Allgemeinen Schulzeitung“ beträgt au< ferner. Rthlr. 3 oder fl. 5. 24 fr. für den ganzen
Jahrgang , auf den allein abonnirt werden kann, ſo daß alſo halbjährige Beſtellungen keine Berüſichtigung finden können.
Die Beſtellgebühren der durch die Poſt bezogen werdenden Exemplare ſind in dieſem Preis nicht enthalten.
Die Verlagshandlung von C, W. Feske,

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