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- Mitteilungen und Nachrichten. -
Berichtigung. In dem Aufſaßz von F. Behrend „Zu den Leit-
- ſäßen für die Vereinheitlihung des thüringiſchen Schulweſens“ muß
auf S.569, Sp. 1, Z. 36 von oben lauten: „Das achte Schuljahr
es
iſt bereit3 das erſte Jahr der Mittelſchule.“

Vorſtandsſitzung. /'
- des Preußiſchen Philologenverbandes.
Am 25. und 26. November fand in Berlin unter Leitung des
- 1 Vorſißender, Dr. Bolle, eine Vorſtandsſigzung des Preußiſchen
Philologenverbande3 ſtatt. |
Die Tages3ordnung lautete:
. Die Organiſation der höheren Beamten.
. Fragen der Schulreform (Gemeinſamer Unterbau, Reifeprüfung,
Unterricht3verteilung der Oberſchule, Aufbauſchule).
- BeſoldungsSfragen.
. Wirtſchaftliche Selbſthilfe.
. Aſſeſſoren= und Hilfslehrerfragen.
. Mädchenſchulfragen (Dauer des Lehrganges des Lyzeums, Koe-
dukation, der weibliche Einfluß).
. Beamtenvertretung und Beamienrech:.
. Die neue Saßung.
. Der Vertretertag.
. Verbandzzeitſchriſft.
. Stellung der Provinzialvereine zu
. Kaſſenbericht.
. Geſchäftliches (u. a. Neuwahl bzw. Beſtätigung bzw. Ergänzung
des Geſchäft8führenden Ausſchuſſes ; Stellung des Recht3ausſchuſjes).
Zu Punkt 1 berichtet der Vorſizende über die bis jeht in der
Neuorganiſation de3 Reichsbunde3 der höheren Beamten geleiſtete
Arbeit. Der vom Vertretertag eingeſetzte Ausſchuß hat die Saßung
fertiggeſtellt. Es hätte demnach nichi8 im Wege geſtanden, die Ver=
treter der angeſchloſſenen Verbände zur konſtituierenden Vorſtands-
ſihung rechtzeitig zuſammen zu berufen. Der alte G. V., dem troß
der dem Saßung3aus8ſchuß vom V. T. übertragenen weitergehenden
Vollmachten dem Wunſche des Vorſitenden entſprechend die Berufung
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- überlaſſen bleiben ſollte, verſuchte jedoH dur<4 unberechtigte Ein-
. Iaſſen.“
wände die Zuſammenkunft hinauszuſchieben oder überhaupt zu ver=
hindern. Dieſe38 Vorgehen bedeutete für den endgültigen Zujammenſchluß
de3 neuen Verbandes und für ſeine in der Beſoldungsfrage ſofort 'auf-
zunehmende Arbeit eine nicht geringe Gefahr. -
Die Verſammlung übte teilweiſe ſcharfe Kritik an dem Verhalten
' des alten G. V. und nahm einſtimmig folgende Entſchließung an:
. :Der Vorſtand des Pr. Ph. V. ſtellt feſt: 1. daß der zur
Durchführung der neuen Sazung de3 Reichsbundes eingeſeßte Aus-
- ſchuß den Auftrag vom Vertretertag des B. h. B. erhalten hat, bis
zum 1. Dezember die neue Saßzung in Kraft zu ſezen und den
neuen Vorſtand auf Präſentation der Verbände einzuberufen; 2. daß
der biöherige Geſchäft3führende Vorſtand de3 B. h. B. im Augen-
- blid, wo der neue Vorſtand des Reich8bundes zuſammentritt, Fein
Recht zur Weiterführung der Geſchäfte beſitt. |
= Der Vorſtand bittet daher ſeinen Vorſitzenden, kraft des ihm
vom Vertretertage de8 B. h. B. übergebenen Auftrages ſofort eine
Sizung de3 Saßungsausſchuſſe3 einzuberufen und durch dieſen
den ſofortigen Zuſammentritt des neuen Vorſtandes beſchließen zu

. Jm Anſchluß daran berichtete der Vorſißende über die Gründung
des „Lande3verbande3 höherer Beamten Preußen3“.
“ - Zu Punkt 3 (Beſoldungsfragen), der vorweggenommen wurde,
| kamen ausführlich alle die Beſoldung betreffenden Fragen zur Er-
örterung. Vorſchläge und Richtlinien des Koil. Bohlen zur lau-
fenden Beſoldung3aktion gelangten zur Annahme, insbeſondere wurde
der Forderung nach automatiſcher Angleichung der Gehalts-
bezüge an die jeweilige Teuerung lebhaft zugeſtimmt. Zu Punkt 2
(Fragen der Schulreform) billigte der Vorſtand den Beſchluß des
"Vorſtande3 des Deutſchen Philologenverbandes vom 5. Juli 1921,
der eine Auölegung de8 auf dem Jenaer Vertretertag angenommenen
Antrages Elß-Altendorf darſtellt : - m
„Ter Jenenſer Beſchluß (Elß-Altendorf) iſt na<ß der Anjith
de3 Vorſtande3 ſo zu verſtehen, daß
- 1. ein weiterer Au8bau des Reformſyſtems nicht ausgeſchloſſen
werden ſoll, |
2. aber zwang3weiſe und allgemein eine Umwandlung beſtehender
Vollgymnaſien und Anſtalten in Reformanſtalten nicht vorge-
nommen werden darſ, . |
3. nach Möglichkeit den Bedürfniſſen der Bevölkerung durc< rea-
Hiſtiſchen oder humaniſtiſchen Nebenunterricht Rehnung getragen
We ſoll. In der Form des Nebenunterricht3 foll Freiheit
herrſchen.“ | Denis

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- „Zur Frage der Reifeprüfung. entſchied ich die Verſammlung für
die Beibehaltung der Prüfung, die. jedoch) nach vielen Richtungen refo „für
bedürftig ſei. Weitere Unterlagen für eine Erörterung und eine: Bo-
ſc ! Weiterhin würde über die an 50 Orten mit Lehrerſeminaren zu
Oſtern einzurichtenden Aufbaufklaſſen berichtet, die an die Seminare
angegliedert werden ſollen. Da die Einrichtung zunächſt als Verjuch
angeſehen wird, werden etat3mäßige Studienratsſtellen für dieſe Klaſſen
nicht eingerichtet, ſondern jeder Klaſſe ein Studienaſſeſſor überwieſen.
Eine Gefährdung der höheren Schulen kommt nicht in Frage, da ſie
mit geringen Au3nahmen in Orte gelegt werden, an denen ſich keine
höhere Schule befindet. Um auch in Zukunft eine Beeinträchtigung
vein höherer Lehranſtalten zu vermeiden, wurde die Forderung
gejtellt : un
„Aufbauſchulen dürfen nicht in Orte oder in die Nähe von
Orten gelegt werden, an denen ſich höhere Lehranſtalten befinden,
deren Beſtand gefährdet wird.“ :
Zur Zuſammenſetzung des Lehrkörper3 an dieſen Schulen äußerte
ſic Prorektor Bode, der als Vertreter der Odalp eingeladen war.
Die Frage dcr Umbildung der Seminare ſoll in einem Ausſchuß
weiterbehandelt werden, zu dem auch ein Vertreter der Odalp hinzu-
gezogen werden ſoll. -
Zu Punkt 9 wurde beſchloſſen, den Preußij tag während der Pfingſtferien in Hilde8heim abzuhalten.
Am 26. November wurde zuerſt über Punkt 4 „Wirtſchaftliche
Selbſthilfe“ verhandeln, wozu Rathke Bericht über die beſtehenden
Wohlfahrt3einrichtungen erſtattete und die zu entſcheidenden Fragen for-
mulierte. E3 wurde abgelehnt, die in den Provinzen beſtehenden Unter-
ſtüßung3kaſſen für den ganzen Verband zu vereinigen, dagegen wurde
beſchloſſen, ſchleunigſt alle Vorbereitungen für die Einrichtung einer
Krankenzuſchußkaſſe zu treffen. Ein Äusſchuß wurde mit den Vor-
arbeiten betraut. '
Zu Punkt 5 referierte Kollege Simon über die Hilfslehrer-
frage und legte folgende Anträge vor, die angenommen wurden:
4. Die Zahl der wiſſenſchaftlichen Hilfskräfte iſt wieder auf den
- früher im Staat3haushalt aufgeſtellten Maßſtab 1: 13, d. h. ein
. Hilfslehrer auf 13 Feſtangeſtellte, zurüzuführen.
2. Die infolge Ausſcheiden3 (durch Tod, Penſionierung oder aus
anderen Gründen) von Direktoren oder Studienräten vakant
werdenden planmäßigen Stellen ſind ſpäteſtens bis zum nächſten
Vierteljahröerſten wieder zu beſeßen. .
. Planmäßige Hilfslehrerſtellen und ſol Unterricht3bedürfni38 genügen, ſind in planmäßige Studienrai5-
ſtellen umzuwandeln.
Von ſeiten der Aſſeſſorxen wurden nachſtehende Anträge eingereicht
und angenommen :
1. Die Rechtsſtellung der Studienaſſeſſoren, die al3 Anwärter im
Sinne de38 Geſeze8 noc 2. Die Unterbringung von Flüchtlingsphilologen iſt nicht auf
Preußen zu beſchränken, ſondern auf das ganze Reich aus3zu=-
dehnen. ES iſt zu vermeiden, daß aus konſeſſionellen Gründen
beſonder? Bezirke de8 Reiche3 zu ſtark belaſtet werden.
. Der Verband fordert, daß alle im ſtaatlichen und nichtſtaat-
lichen höheren Sculdienſte vollbeſchäftigten Studienaſſejſſoren als
nicht planmäßige Beamte im Sinne des B.D.E.G. gelten. ,
4. Der Phil. Verb. bahnt mit möglichſter Beſchleunigung planmäßig
die Erſchließung neuer Berufs8möglichkeiten durc< Fühlungnahme
mit Wirtſchaft8verbänden, Behörden uſw. an.
Außerdem verſprach der Vorſtand, dem Deutſchen Philologenver-
bande die Einrichtung einer Unterſtüßungskaſſe für unbeſchäftigte Alſſe1-
ſoren zu empfehlen. +
Zu Punkt 11 (Verhältnis zu den Provinzialſc legien) gelangte eine Reihe von Anträgen zur Annahme, die auf
die Herſtellung eine3 engeren Verhältniſfe8 der Provinzialvereine zu
ihren Provinzialſchulkollegien abſpielen. Jn3beſondere wurde bis zur .
Einrichtung von Kammern für höhere Schulen bei den Sculkollegien .
die Hinzuziehung von Vertrauensleuten der Organiſation gefordert.
Zu Punkt 10 (Verbands3zeitſchrift) machte der Vorſitßende .:
von dem Entſchluß des Koll. Hoofe Mitteilung, zum 1. Januar die
Leitung des Philologenblatte3 niederzulegen. Koll. Hoofe gab dazu
nähere Erklärungen. Die Anträge auf Umgeſtaltung des Phil.-Blattes
wurden dem G. A. zur .Vorbereitung einer Entſcheidung durch den.
Vertretertag überwieſen. Bi3 auf weiteres bleibt das Philologenblatt
in ſeiner biSherigen Form beſtehen. Außerdem ſoll das eit dem
Sommer nicht mehr erſchienene Mitteilungsblatt wieder herausgegeben
werden, deſſen Koſten von den Provinzialvereinen aufzubringen ſind.
Zu Punkt 12 erſtattete -Koll. Maſcha den Kaſjenbericht und
Co
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erhielt auf Antrag der Kaſſenprüfer Entlaſtung und den Dank de3
. Vorſtandes. un
Zu Punkt 7 (Beamtenvertretungen) erſtatteten Koll. Brat-
vogel und Brinkwerth Bericht, Zur Beſprechung gelangten beſonder?
| die Fragen der Verankerung - der Berufsorganiſationen in den Ver- / ;
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