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für die deutsche Schule.
Organ -es Deutschen Evangelischen Schulvereins.
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Für letztere wird die Petitzeile oder deren Raum mit 30 Pf. berechnet. — Anmel
dungen für den Verein sind an dessen Schriftführer, Lehrer Sielasf in Stettin,
Pölitzerstraße 94 zu richten. Die Jahresbeiträge (3 M.) nimmt der Kassierer,
Gymnasial - Elementarlehrer Lüttschwager zu Treptow a. Rega entgegen.
Noch einige Worte über Herbarts Philosophie und Pädagogik,
namentlich über ihr Verhältnis znm Christentum.
Von G. Glöckner, Oberlehrer am Zillerschen Seminar in Leipzig.
Nachstehende Zeilen sind veranlaßt durch den Artikel des Herrn Seminar
lehrer Lettau: „Abermals Herbart und Herbartianer" (Heft 1 und 2 dieses Jahr
gangs), welcher zugleich in Rücksicht auf meinen „Protest" gegen den ersten An
griff des bezeichneten Herrn auf die Herbartsche Schule verfaßt worden ist. Dem
Wunsche der verehr!. Redaktion entsprechend, werde ich mich jeder persönlichen
Polemik enthalten, ebenso werde ich alle kleinlichen Dinge, die nur für persön
liche Auseinandersetzung Wert hätten, übergehen, auch auf alle Äußerungen des
Gegners, die gegen meine Person gerichtet sind, nicht die geringste Rücksicht
nehmen, sondern ich werde nur aus die rein sachlichen Fragen eingehen. Und
dies um so mehr, als ich es auch jetzt nicht mit einer „abschließenden" Kritik
Herbarts zu thun habe; denn vorausgesetzt auch, der Kritiker sei mit vollem
Verständnis in die Gedanken Herbarts eingedrungen, so erfordert doch das sach
liche Verhältnis (einerseits die Betrachtung der fundamentalen philosophischen
Fragen, andrerseits die Prüfung der einzelnen pädagogischen Lehren) schon in
ganz äußerlicher Hinsicht einen viel größeren Umfang; um so mehr ferner, als
Lettaus neue Erörterungen nur Wiederholungen seiner früheren Behauptungen
sind, zumeist aber, weil er die reiche Litteratur der Herbartischen Schule noch
nicht zu kennen scheint.
I. Über das Verhältnis der Herbartschen Philosophie
zu Christentum und Theologie.
Die mehrfach aufgeworfene Frage, wie sich die Herbartianer zu
Taufe, unio mystica, Erbsünde, Bekenntnisschriften re. verhalten, ist
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