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Glöckner,
die allen Menschen als solchen zugänglich sind und von allen anerkannt
werden. Was die Offenbarung bietet, beruht auf historischer Überlieferung,
ist nicht gegeben in der Weise, wie die Natur und der Mensch gegeben
ist; dessen ungeachtet kann eine Überzeugung, die auf Offenbarung beruht,
viel fester und zuversichtlicher sein, als welche durch Spekulation gewonnen
ist. Daß unsere Psychologie übrigens mit der Lehre, daß die Vor
stellungen im letzten Grunde von außen kommen, was M. Claudius
mit dem Schlag an die Glocke vergleicht, der Annahme einer Offen
barung sehr günstig ist, siehe Flügel, Wunder und Erkennbarkeit Gottes
S. 175: Die Möglichkeit der Offenbarung. — Wohl aber ist die
christliche Weltanschauung als einzig befriedigende Er
gänzung der philosophischen Erkenntnis anzusehen. Denn
da die wahre Philosophie niemals „absolute Welterkenntnis" erstreben
kann, (aus dem einfachen Grunde, weil uns die Welt als Ganzes nicht
gegeben ist), so „vermag die Metaphysik als strenge Wissenschaft keinen
genügenden Aufschluß über die Welt im großen und ganzen, sondern
nur Bruchstücke (wie schon die Bibel sich ausdrückt) einer Erkenntnis vom
Weltganzen zu geben, Bruchstücke die im Verhältnis zu dem unermeß
lichen Umfang einer vollständigen Erkenntnis des Universums sogar für
sehr unbedeutend gelten müssen. Sie kann folglich auch weder die Welt
anschauung des Christentums ersetzen, noch es unternehmen, ein spekulatives
Seitenstück dazu aufzustellen, sondern es bleibt dem Glauben überlassen,
die christliche Gesamtansicht vom Weltganzen, von seinem Ursprünge,
seiner Entwicklung und seinem Ende, von seinem Verhältnis zu Gott,
von seiner Bedeutung für die Menschen sich anzueignen, und damit die
Hoffnung zu verbinden, daß diese die tiefsten Bedürfnisse des Herzens
befriedigende Weltanschauung im Jenseits in ein wissendes Schauen sich
verwandeln werde. Ebensowenig aber als die Metaphysik ist die Ethik
im stände, ein Ganzes zu geben. Sie kann keine Garantie dafür über
nehmen, daß sie durch ihre Vorschriften das ganze wirkliche Leben voll
ständig umfasse, oder daß die einzelne sittliche Handlung dem Zusammen
hang des Ganzen und seiner Stellung zu demselben angemessen und zu
dessen Bestem erforderlich sei. (Das Gegenteil lehrt bekanntlich eine
kosmische Sittenlehre, wie die Schleiermachers und Hegels). Auch hier
kann der Mensch nur den religiösen Glauben in sich ausbilden, daß mit
Gottes Hülfe seine sittliche Einsicht ausreichen und sein sittliches Handeln
zum Weltzweck passen werde! (Ziller.) Die Philosophie kann daher auch
ein Zuchtmeister auf Christum sein, doch ist das nicht ihr „Hauptver-

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