Noch einmal die geistliche Schulaufsicht.
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Schulvereins, können nur unsere Befriedigung darüber aussprechen, wenn
dieser Artikel Veranlassung bietet, daß die Schrift des Herrn Rektor
Dörpfeld: „Beitrag zur Leidensgeschichte der Volksschule" in dem Evan
gelischen Monatsblatt eingehend zur Besprechung kommt. Denn die in
derselben zur Sprache gebrachten Mißstände, sowie die Vorschläge zur
Reform der Schulverwaltung nehmen das größte Interesse aller Schul
obern, Lehrer und Schulfreunde in Anspruch.
Indes würden wir nicht damit einverstanden sein, wenn mit diesem
kurzen Artikel die Sache abgethan sein sollte. Es wird das auch nicht
in Ihrer Absicht liegen, da Sie selbst die Artikel der Allgemeinen Evan
gelisch-Lutherischen Kirchenzeitung „aus Überzeugung angelegentlichst em
pfehlen". Darum bitten wir Sie ganz ergebenst, lassen Sie gefälligst
in der nächsten Nummer des Monatsblattes, wie Direktor Leimbach im
christlichen Schulboten, die Artikel abdrucken und gestatten Sie, daß in
der darauf folgenden Nummer einer von uns dieselben Punkt für Punkt
beleuchte. So werden die Leser in den Stand gesetzt sein, sich ein Urteil
zu bilden.
Jetzt ist das nicht der Fall; denn der kleine Artikel kann selbstredend
keine Idee von den „Vorschlägen zur Reform der Schulverwaltung" geben.
Vielleicht ist der Herr Korrespondent gar nicht einmal der Meinung ge
wesen, daß dieser Ausschnitt aus seinem Briefe abgedruckt werden sollte.
Dem sei wie ihm wolle; er bittet Sie, in Ihrem Blatte „auf die nüchternen,
ruhigen und sachgemäßen Erörterungen" in der Luthardt'schen Kirchen
zeitung hinzuweisen, und Sie schließen sich ihm durch Empfehlung jener
„trefflichen" Artikel an. Es wird also, wie wir denken, die Bitte um
Abdruck derselben und eine nachfolgende Beleuchtung ganz Ihrem Wunsche
entgegenkommen.
Zu dem Briefausschnitt haben wir diesmal nur folgendes zu bemerken.
Gegenüber den „nüchternen, ruhigen, sachgemäßen Erörterungen" in der
Kirchenzeitung wird die Behandlung (Beurteilung) der Sache von Seiten
Dörpfelds zu zweien Malen als „einseitig" und außerdem als „leiden
schaftlich" bezeichnet.
Was den erstem Ausdruck angeht, so ist darauf hinzuweisen, daß
Dörpfeld seinen Erörterungen über die Schulverwaltung den Doppelgrund
satz voranstellt (pag. 32): „Wenn irgend ein Anspruch des Schulamtes
die kirchlichen Interessen nachweisbar schädigt oder auch nur gefährdet,
so sei angenommen, daß er verkehrt oder mit einem Fehler behaftet ist;
er muß dann ausgegeben oder so modifiziert werden, bis er mit den kirch-

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