Preisausschreibung.
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das nicht bietet, was er erwartete, und das „Umsatteln" ist oft die einzige,
wenn überhaupt noch mögliche Rettung vor den größeren Gefahren eines gänz
lich verfehlten Berufes.
Unter diesen Schwierigkeiten leiden nicht nur die betreffenden Personen
und deren Angehörige-, auch die Handwerke und Kleingewerbe, denen sie sich
zuwenden, können durch solche Elemente die in unserer Zeit so notwendige
Förderung nicht erfahren, die sie, im Kampf mit einem hoch entwickelten Fabrik
betriebe, vor weiterem Verfall und vor gänzlichem Untergange schützt. Die Un
kenntnis der Lichtseiten gewerblicher Berufsarten und ihre Unterschätzung ist ein
Hauptgrund, weswegen der beffer situierte Mittelstand seine Söhne ihnen viel
fach entzieht, wodurch sie Unterstützung und Förderung von jener Seite entbehren
müssen.
Diesen Thatsachen gegenüber gewinnt die richtige Wahl eines gewerblichen
Berufes eine soziale Bedeutung, und die unterzeichneten Vereine erachteten es daher
als eine nicht ferner abzuweisende Pflicht, aus der Schule tretenden Knaben und
denjenigen — seien es Eltern, Vormünder oder Lehrer — welche ihnen helfend
zur Seite gestellt sind, ein möglichst zuverlässiges Hilfsmittel zur Orientierung
über die verschiedenen Handwerke und Kleingewerbe in Gestalt eines gedruck
ten Ratgebers in die Hand zu geben.
Sie haben sich daher entschlossen, hiermit eine Preiskonkurrenz auszuschreiben
zur Einreichung von Arbeiten über „die Wahl eines gewerblichen Berufs". Die
einzureichenden Arbeiten sollen nur die sogenannten praktischen, bürgerlichen
Berufsarten — die Handwerke und Kleingewerbe — ins Auge fassen und dabei
insbesondere folgende Fragen berücksichtigen:
1. Welche Eigentümlichkeiten zeigt das Gewerbe? (Kurze Charakteristik der
den einzelnen Handwerken eigentümlichen Thätigkeiten und der zu lösen
den Aufgaben.)
2. Welche körperlichen und geistigen Fähigkeiten setzt es bei dem Lehrling
voraus?
3. Welche Wege zur möglichst allseitigen Ausbildung in dem betreffenden
Gewerbe stehen zu Gebote, und welche Mittel sind dazu erforderlich?
4. Welche materiellen Aussichten und besonders auch, welche auf künftige
Selbständigkeit gewährt der Beruf?
Als Anhang ist eine Auslassung über diejenigen Berufsarten erwünscht,
welche den Büreaudienst betreffen, besonders auch nach Seite der Aussichten hin,
um der weitverbreiteten Überschätzung derselben zu begegnen. Die Bearbeitung
der Aufgabe muß in einer allgemein verständlichen Sprache erfolgen; sie darf
einen Umfang von 10—12 Druckbogen 8° nicht erheblich überschreiten. Für die
von einer später bekanntgegebenen Preisrichter-Kommission als beste bezeichnete
Arbeit wird ein Preis von 1500 Mark hiermit ausgesetzt. Die preisgekrönte
Arbeit bleibt Eigentum des Verfassers; verlangt wird ihre Publikation und
Gewährung einer Anzahl Exemplare zu einem zu vereinbarenden, herabgesetzten
Preise. Die möglichst deutlich geschriebene Arbeit ist mit einem Motto zu ver
sehen ; ein beigelegtes versiegeltes Kouvert mit gleichem Motto enthält die Adresse

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