Vereins-Nachrichten.
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bei der Zubereitung desselben und so oft sie einen neuen Leib Brot an
schneiden, das heilige Kreuz darüber. Rechte Christen heben auch jeden
Brotbrocken, der am Boden liegt, andächtig auf, damit niemand auf
das edle Sinnbild Christi mit Füßen trete. Dies ist auch vom HErrn
selbst ausdrücklich befohlen, Joh. 6, 12; Marc. 8, 8.
Nachtrag.
Zu der interessanten Mitteilung des geehrten Herrn Vereinsgenossen
Pastor Schmidt erlaubt sich der Herausgeber eine kleine sprachliche Be
merkung hinzuzufügen.
Allerdings ist Laib eine willkürliche Schreibung, wie denn auch
Erasmus Alber in seinem 1540 veröffentlichten Wörterbuch schreibt: ein
leyb brots. Indes ist doch Laib sehr verschieden von dem jetzt gleich
lautenden Leib. Jenes Wort hieß noch althochdeutsch hleip oder hlaib —
Brot und entspricht dem angelsächsischen hläi (— englisch loaf,) wovon
lord — hläford (Brotherr) und lady — hlaefdige (Brotherrin) kommt,
während Leib schon althochdeutsch lip heißt (damals noch — Leben, in
welchem Sinne wir noch „bei Leibe" anwenden, vergl. angelsächsisch 11k,
englisch life). H ist in Laib vorn abgefallen, wie in Leumund — Ruf,
wovon die älteste althochdeutsche Form hliumunt ist mit der Ableitungs
endung unt, vergl. althochdeutsch jugunt — Jugend.
Lokalverein Berlin.
Da nach den gemachten Erfahrungen ein weiteres Tagen des Vereins in
den Räumlichkeiten des „Wirtshauses zum Deutschen Reich" nicht gut für mög
lich erachtet werden konnte, so wurde ein Wechsel des Vereinslokals beschlossen,
und der Vorstand mit der Beschaffung neuer, geeigneter Räumlichkeiten beauftragt.
Die nächste Sitzung soll an einem noch näher zu bestimmenden Tage der
Woche nach Trinitatis in dem neuen Vereinslokale und in Gemeinschaft mit
dem „Berliner Zweigverein des Vereins zur Erhaltung der evangelischen Volks
schule" stattfinden. Auf der Tagesordnung derselben steht die Besprechung des
Lehrplans der Berliner Gemeindeschulen. Kaiser.
Zweigverein Stettin.
Mittwoch, den 13. Juni, nachmittags 5 Uhr, Sitzung im Konferenz-Zimmer
des Marienstifts-Gymnasiums. Herr Superintendent Hoffmann: „Über die
Zweckmäßigkeit in der Natur, den Beweis für das Dasein Gottes, der daraus
gewonnen wird, und die materialistischen und darwinistischen Einwürfe dagegen."

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