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Der Verein zur Erhaltung
ist folgerecht darauf gerichtet und wird darauf gerichtet bleiben, auf die
Volksschule einen bestimmenden Einfluß zu gewinnen und sie mit einem
ihrer Weltanschauung entsprechenden Geiste auszurüsten. Mit einem Schlage
und für immer ist dies erreicht, sobald der öffentlichen Volksschule der
konfessionelle Charakter genommen und dafür der sog. einheitliche oder
simultane aufgeprägt ist. Alle Hebel werden darum auch eingesetzt,
um zu diesem Ziele zu kommen. Unter anderem soll der Patrio
tismus helfen, indem die Meinung allseitig verbreitet wird, das Heil
des Staates erfordere ganz unbedingt die Aufhebung der konfessionellen
und die allgemeine Einführung der sog. einheitlichen (simultanen) Volksschule.
Schon hierin allein liegt bei der Macht der nicht-christlichen Zeit
strömung eine große und fortlaufende Gefahr für die Zukunft der evan
gelischen Volksschule. Verschlimmert noch wird diese Gefahr durch die
Gleichgültigkeit und Interesselosigkeit, welche die große Menge in Schul-
und Erziehungsfragen an den Tag legt. Auch mancherlei andere Um
stände tragen zu ihrer Erhöhung bei. Beispielsweise ist unserem Volke
das Bewußtsein von dem Wesen, der Bedeutung und dem Segen einer
wirklich vom Geiste Christi durchdrungenen Volksschule in hohem Grade
abhanden gekommen, weil nicht wenige evangelische Volksschulen schon
längst nicht mehr das sind, was sie sein sollten, nämlich wahrhaft evan
gelisch-christliche.
Als ganz besonders verhängnisvoll für die Zukunft der evangelischen
Volksschule dürfte indessen die große Vertrauensseligkeit der Mehrzahl
ihrer Freunde sich erweisen. In unbegreiflicher Kurzsichtigkeit wähnt man
sich sicher in seinem Besitz und ahnt nicht, daß gerade auf dem Schul
gebiet die Zustände sich über Nacht ändern können. Zumal die Thatsache,
daß in dem mächtigsten deutschen Staate, in Preußen, die Unterrichts
verwaltung gegenwärtig den konfessionellen Volksschulen und einer ent
schieden christlichen Jugenderziehung wieder günstig gesinnt ist, dient
vielen zur Beruhigung. Gefahren für das Volksleben pflegen aber nur
dann abgewandt zu werden, wenn sie allgemein oder doch ziemlich all
gemein rechtzeitig erkannt werden. Kommt dagegen die Erkenntnis der
Gefahr zu spät, so mag sie wohl Selbstvorwürfe mancherlei Art mit sich
bringen, an der einmal heraufbeschworenen Niederlage aber wird nichts
mehr zu ändern sein.
Gerade die dermaligen Zustände in Preußen sind nur ein Beweis
dafür, wie begründet es war, wenn seiner Zeit vr. Falk erklärte: „Über
Geist und Wesen der Unterrichtsverwaltung in Preußen entscheidet stets

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