der evangelischen Volksschule.
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lichen Mitgliedern (für nur 1 M. Jahresbeitrag wird man schon Mit
glied) graüs und franko zugesandt wird, sucht der Verein die Aufgabe,
die er sich gesetzt hat, zu lösen. Wir hoffen, daß Gottes Segen, wie
bisher, so auch weiter in reichem Maße mit ihm sein wird. An alle
aber, die Freunde evangelisch-christlicher Jugendbildung sind, an alle, die
unser deutsches Volk und Vaterland lieb haben und zugleich unserer evan
gelischen Kirche und dem Reiche Gottes zu dienen begehren, richten wir
die inständige Bitte, uns durch den Eintritt in den Verein in unserer
Arbeit behilflich zu sein.*) Unsere Väter haben uns die evangelische
Volksschule als ein kostbares und reichen Segen in sich schließendes Erb
teil überliefert. Wir fühlen uns vor Gott verpflichtet, alles zu thun,
was nur in unseren Kräften steht, um sie unseren Kindern und Nachkommen,
um sie den nachfolgenden Generationen und späteren Jahrhunderten eben
falls als ein überaus wertvolles Erbgut zu übermitteln.
Wenn irgend etwas klar ist, so ist das klar, daß durch bloß häus
liche und kirchliche Beeinflussung niemals das ersetzt werden kann, was
wir jetzt in unserer evangelischen Volksschule haben oder doch durch sie,
wenn sie nur mit dem rechten Geiste erfüllt wird, haben können. Gerade
in dem Zusammenwirken der verschiedenen Erziehungs-Faktoren liegt ja
ihre große Kraft und die verhältnismäßig sichere Aussicht des Erfolges.
Zwei Taue, ineinander gewoben, halten nicht bloß das Doppelte, sondern
das Dreifache der Last, die jedes einzelne Tau für sich allein zu tragen
im stände ist. Welche Aussicht also eröffnet sich uns, wenn die Schule,
die 8 Jahre lang die Kinder Tag für Tag (mit Ausnahme des Sonntags)
und noch dazu den wichtigsten Teil des Tages unter ihrer Beeinflussung
hat, dem, was die beiden anderen Erziehungsfaktoren — Haus und Kirche
— wollen, unausgesetzt entgegenwirkt, oder wenn gar, wie es nur zu
häufig der Fall sein wird, Schule und Haus gemeinsam die Kinder in
einem der Kirche ganz und gar entgegengesetzten Geiste beeinflussen!
Wo immer nur Mission getrieben oder das Evangelium von Christo
verkündigt wird, sei's in der fernen Heidenwelt, sei's inmitten einer ganz
katholischen Bevölkerung, da ist auch eines der allerersten Stücke, die ins
Auge gefaßt werden, die Begründung christlicher, wahrhaft christlicher,
*) Frauen und Jungfrauen können nach dem Vereinsgesetz nicht eigentliche
Mitglieder des Vereins sein. Jedoch haben wir für sie eine besondere Liste der
Freundinnen des Vereins, und für einen Jahresbeitrag von nur 1 M. erhalten
auch sie die „Mon. Mitteilungen" regelmäßig gratis und franko zugesandt. Wir
bitten dringend auch um ihr Interesse für die Sache.

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