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Beleuchtung der Artikel:
andere sehr wichtige Punkte zur Besprechung kommen, z. B. daß die
Schule kein Zankapfel der politischen Parteien sein dürfe, daß die
büreaukratische Form der Verwaltung große Schäden im Gefolge habe,
ferner die wichtigen 7 Thesen über die technische Inspektion. Da das
Buch sich an alle wendet, die Interesse an der Schule haben, so hätte
Rez. es besehen müssen, wenn auch das Privilegium*) der geistlichen
Schulaufsicht gar nicht in Frage gekommen wäre. Jetzt liegt der Ge
danke nahe, daß sein Interesse an dem Buche nicht nur ein einseitiges,
sondern sogar ein parteiisches sei.
Das seine Blöße so offen darlegende Geständnis des Rez. läßt zu
gleich wieder deutlich die eingangs erwähnte Unklarheit erkennen. In
Dörpfelds Leidensgeschichte ist nirgends die geistliche Schulinspektion
bestritten. Im Gegenteil macht Dörpfeld ausdrücklich darauf aufmerksam,
daß in dieser Frage der Blick nicht auf die Geistlichen als solche ge
richtet sein dürfe, und daß er nicht gegen die Geistlichen als Geistliche,
sondern als Nichtfachmänner spreche.
Unsere besondere Aufmerksamkeit hat des Rez. Behauptung erweckt,
daß Dörpfeld, „wenn auch nicht voll und ganz auf dem Boden der
Kirche, doch auf dem Boden des positiven Christentums stehe und darum
bedacht ist, seinerseits auch die Interessen der Kirche bei der Neuordnung
wahrzunehmen". Zunächst registrieren wir hier das Zugeständnis, daß
man auf dem Boden des positiven Christentums stehen kann, aber doch
nicht voll und ganz auf dem Boden der Kirche, um unser Bedauern
darüber auszudrücken, daß beide Begriffe sich nicht decken sollen**). Dann
*) Der Herausgeber des Blattes hält es für mißlich, überhaupt hier ein
Privilegium zu sehen. Die geistliche Schulaufsicht ist vielmehr für den Orts-
pfarrer ein unbezahltes verantwortungsreiches Nebenamt und will auch von dieser
Seite gewürdigt sein, das er unseres Erachtens um Grttes willen, auch unter
erschwerenden Umständen um der Kirche, des Vaterlandes und der Schule willen,
gern und freudig als von Gott gegeben verwalten muß.
**) Zu beachten ist, daß dergleichen eine häufige Redeweise ist. Es ist eben
üblich geworden, den Ausdruck Kirche nicht bloß in dem mystischen, eigentlichen
Sinne des Leibes Christi zu nehmen, sondern ihn auch auf geschichtliche Ge
staltungen der Kirche, z. B. auf Bekenntnis-Kirchen nnd Verfassungs-Kirchen, an
zuwenden. Soviel wir sehen, vermißt man vielfach unter Christenleuten an
Männern anderer Richtung „Kirchlichkeit", ohne damit des Unglaubens zu
beschuldigen. Die in dieser Hinsicht vorhandenen Differenzen kann unser Blatt,
das ja keine Kirchenzeitung ist. nicht einmal durchsprechen, geschweige denn aus
zugleichen suchen. Sie wollen einstweilen getragen sein im Glauben, daß
doch Eine heilige Gemeinde des HErrn in aller Welt schon vorhanden ist, die

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