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Beleuchtung der Artikel:
habe, und sich an den Kämpfen für die Synodal-Ordnung beteiligt.
Dennoch würde er sich nicht gerne den Vorwurf machen lassen, daß er
das Heil der Kirche in einer Kirchenverfassung sehe. Mit welchem
Recht macht Rez. denn seine Unterstellung? Ähnliches geschieht, wenn
von D.'s Vorschlägen behauptet wird: „sie sind nicht frei von der unter
„fachmännischen" Schulpolitikern häufig herrschenden irrtümlichen Auf
fassung, als sei die Schule eine dem Staate und der Kirche koordinierte
Institution". D. hat seit Jahrzehnten am nachdrücklichsten darauf hin
gewiesen, daß die Schule in ihrer jetzigen Gestalt*) nicht eine Staat
und Kirche koordinierte Institution sei**).
Gegenüber D.'s positiven Vorschlägen macht Rez. den Einwand
geltend, „daß die geforderte Funktion des Lokalvorstandes eine schwer
durchführbare Scheidung in der Inspektion mache". Am Niederrhein
ist dieser Unterschied gemacht worden, und der Herr Rez. aus Preußen
wird sicher wissen, daß bei den Kuratorien sämtlicher höheren Schulen
diese Scheidung thatsächlich besteht; denn dieselben haben mit dem
Technischen absolut***) nichts zu thun. Nur bei mangelhafter
Orientierung oder nicht genügendem Nachdenken kann diese Scheidung für
schwierig gehalten werden. Es ist diese Behauptung ebenso wunderlich
wie der Verzicht auf die Diskussion der Vorschläge, welche wieder damit
motiviert wird: „Das Hauptinteresse des Buches liegt in der Bestreitung
der geistlichen Schulinspektion". (Wir gestehen offen, daß wir angesichts
der mehrmaligen Hervorkehrung dieses Punktes es nicht haben verstehen
können, wie ein Schulblatt diese Artikel ohne weitere Bemerkungenf)
gleichsam als eigene Warnung hat zum Abdruck bringen können. Doppelt
unerklärlich ist das bei einem Blatte, welches für christlich und für
patriotisch angesehen sein will; also doch auch Matth. 7, 12 und den
Wahlspruch „Jedem das Seine" kennen müßte).
*) Aber jener Herr wird eben meinen, die Schule könne ihrem Wesen nach
nie eine der Kirche oder dem Staate koordinierte Institution sein. Ist das denn
falsch? Die Red.
**) Siehe Dörpfeld: „Die freie Schulgemeinde auf dem Boden der freien
Kirche im freien Staate" und „Die drei Grundgebrechen der hergebrachten Schul
verfassungen".
***) Das ist bei dem Kuratorium des Bugenhagenschen Gymnasiums in
Treptow a. R. statutenmäßig anders, da das Kuratorium sogar mit der Auf
stellung des Lehrplans zu thun hat, und da neben dem Direktor in demselben
ein „technisches Mitglied" fungiert: der erste Ortsgeistliche. Die Red.
f) Wenn wir keine Bemerkungen hinzufügen, so erklären wir darum noch

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