,Die geistliche Schulinspektion.'
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D.'s Gründe gegen die geistliche, nichtfachmännische Schulinspektion
faßt Rez. in drei Sätzen zusammen, indem er dabei durch allerlei Kunst
griffe, Auslassungen, Verdrehungen D.'s Worte so zuschneidet, daß sie
zum Bekämpfen geeignet erscheinen. Wem obiges Urteil zu hart dünkt,
der vergleiche. D. hat gefragt, ob die Pfarrer Mann für Mann für
wirkliche Sachverständige im Blick auf die Gesamtheit des Schulunterrichts
mit seinen Methoden, Mitteln und Einrichtungen gelten wollen und ob
bekannte Thatsachen aus dem pfarramtlichen Religionsunterricht, den
Kirchenblättern und den Pastoralkonferenzen vermuten lassen, daß viele
Geistliche sich für ihre eigene pädagogische Arbeit interessieren. Von dem
Teil der Geistlichen, welchen die genügende Fachbildung fehlt, heißt es
dann, daß unter ihnen der Schule die nötige Pflege fehle. Mit welchem
Recht läßt Rez. die Bedingung fort, unter welcher die Behauptung auf
gestellt ist? Mit welchem Recht verallgemeinert er zugleich diese Be
hauptung?
Ferner läßt Rez. D. sagen, daß die geistliche Schulinspektion die
ganze soziale Stellung der Lehrer gefährde. Warum schiebt er D.
diese Übertretung unter? Ein geradezu unbegreifliches Mißverständnis ist
dem Rez. passiert, als er D.'s Urteil über die Simultanschule verkündigt.
D., welcher hier auf die Simultanschulen nur nebenbei zu sprechen kommt,
hat sie nicht ein Unding genannt, noch viel weniger ist darauf zu be
ziehen das bei anderer Gelegenheit Gesagte: „Nun wird gewiß niemand
bezweifeln, daß die Urheber der traditionellen Aufsichtsordnung nur wohl
meinende Absichten für Schule, Lehrerstand, Kirche und Staat gehegt
haben. Es ist aber ebenso gewiß, daß diese Aufsichtsordnung jetzt ebenso
aussieht, wie wenn sie von einem bösen Dämon herrührte." Wollte der
Rez., als er D. in der Simultanschule eine dämonische Einrichtung sehen
ließ, seine Ausführungen nach links hin annehmbar machen oder verübte
er einen mangelhaften Satzbau?
Übrigens fällt auch weiter häufig auf, daß der Rez. Aussprüche
von D. anführt, die dieser gar nicht gethan. So hat D. keineswegs
keineswegs einen Artikel für den Ausdruck unserer Meinung. Daß wir die
Schulen aller Art und die Lehrer jeder Kategorie hochhalten, bedarf nicht der
Versicherung. — Übrigens soll unser Blatt überhaupt nicht ein gewöhnliches
Schulblatt sein, sondern vor allem ein Organ für den innigen Zusammenhang
zwischen Kirche und Schule, die sich uns wie Mutter und Tochter zu einander
zu verhalten scheinen. Gegenbemerkungen gegen den Aufsatz haben wir nicht
ausgeschlossen. Die Red.

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