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für die deutsche Schule.
Organ -es Deutschen Evangelischen Schulvereins.
Erscheint am 15. jedes Monats und wird den Mitgliedern gratis und franko geliefert.
Für Nichtmitglieder Preis des Jahrgangs 4 M. Alle Buchhandlungen und Post
anstalten nehmen Bestellungen an. — Beiträge für das Blatt sind an den Her
ausgeber, Inserate für den Umschlag an die Verlagshandlung zu senden.
Für letztere wird die Petitzeile oder deren Raum mit 30 Pf. berechnet. — Anmel
dungen für den Verein sind an dessen Schriftführer, Lehrer Sielaff in Stettin
Pölitzerstraße 94 zu richten. Die Jahresbeiträge (3 M.) nimmt der Kassierer,
Gymnasial - Elementarlehrer Lüttschwager zu Treptow a. Rega entgegen.
„Wissenschaftliche" nnd „evangelische" Pädagogik
oder
Für und wider Herbart.
Vom Seminarlehrer Lettau in Königsberg i. Pr.
Vor wenigen Tagen hatte ich eine mir sehr willkommene Gelegen
heit, von einem hiesigen Schuldirektor, Herrn Dr. S., der ca. 2 Jahre
hindurch Inspektor des Hierselbst von Herbart eingerichteten „päda
gogischen Seminars" gewesen, eine anschaulich-ausführliche Schilde
rung des Lebens und Treibens in dieser Anstalt zu hören. Mit Begeiste
rung redete er von der seltenen Lehrgabe und Lehrfreudigkeit Herbarts,
insbesondere von dem bewundernswerten Geschick desselben, das Interesse
der Zöglinge anzuregen und das gewonnene Verständnis zu vertiefen;
nicht weniger rühmte er die gewinnende Milde, die in dem Wesen des
großen Mannes mit ehrfurchtgebietender Würde und Hoheit zu wohl-
thuendstem Einklänge verbunden gewesen wäre.
Folgenden Tages besuchte ich (gemäß einer Anordnnng unserer Schul
behörde) einen mir als sehr strebsamer und tüchtiger Schulmann bekann
ten Rektor einer der hiesigen Mittelschulen, Herrn B., und wohnte einem
Teile des Unterrichts in verschiedenen Klassen seiner Anstalt bei. Es
verstand sich nun wohl von selbst, daß ich das, was ich hier sah und
hörte, mit dem Bilde des Herbartschen „Seminars", das mir lebendig
vorschwebte, vergleichen mußte. Den Gegensatz, der sich mir hierbei dar
stellte, möchte ich kurz so fassen: Dort (bei Herbart) galt es, gemäß den

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