Zum Luther-Jubiläum.
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den Probehefte (Bogen 1 des Ganzen) einen würdigen, anziehenden, gut aus
gestatteten Anfang, wonach man geneigt ist, das Buch gebildeten Häusern und
heranreifenden Schülern zu empfehlen. Doch ist ein abschließendes Urteil natür
lich nach den 16 Seiten über das Ganze, welches etwa 10—llmal so lang aus
fallen soll, unthunlich.
Ferdinand Schmidt. Martin Luther. Lebensbild Leipzig, Joh. Lehmann
1883. VIII. u. 128 S. 8. Eleg. geb. 1 M. Äußerlich sehr zum Festgeschenk ge
eignet und gewandt erzählt, ist das wohlgemeinte Büchlein, wenn auch ohne
besondere Tiefe, doch entschieden mit Anerkennung zu erwähnen.
A. Wächter (Pastor in Halle a. S.) Die Evangelischen auf dem Reichs
tage in Augsburg. Max Niemeyer. Halle a. S. 487 kl. 8 drosch. 100 Exempl. 15 M.
Erstes Heft der in zwangloser Folge unter dem Titel „Der evangelische
Glaube nach dem Zeugnis der Geschichte" erscheinenden Sammlung
von Heften, welche bedeutende Punkte der Reformations- und der evangelischen
Märtyrergeschichte in volkstümlicher Darstellung auf Grund anerkannter wissen
schaftlicher Forschungen zur Stärkung evangelischen Glaubens vorführen sollen.
Das Unternehmen verdient um so mehr Förderung, je anerkennenswerter das
vorliegende Probeheft ist. Doch haben wir auch hier S. 287 die schon oben
einmal gerügte Verwechselung der Torgauer und Schwabacher Artikel bemerkt.
Die Augsburgische Konfession. 4. Abdruck. Gütersloh. Bertels
mann 1883. 36 S. 8. Brosch. 10 Pf.
Dieser vollständige Abdruck des deutschen Textes verdient, zumal bei der
außerordentlichen Billigkeit des Preises die weiteste Verbreitung. Daß die sieben
letzten Artikel — von den Mißbräuchen — mit abgedruckt sind, ist für forschende
Leser sehr wichtig. Wer nur die 20 Lehrartikel allein lesen will, kann einen von
Prediger Petrich in Treptow a. R. veranlaßten Neudruck derselben von dem
dortigen Buchdrucker Haack zu 5 Pf. beziehen.
Treptow a. R. Li«. Dr. A. Kolbe.
Für Klavier-Spieler.
In einer Zeit, wo in allen deutsch-evangelischen Landen die Herzen höher
schlagen beim Andenken unseres großen Reformators, wo von seinem Leben und
zu seinem Lobe viel geschrieben und geredet wird, kann es uns nicht verwundern,
wenn auch in Tönen *) die Vermehrung und Dankbarkeit unseres Volkes einen
Ausdruck findet. Vor uns liegt ein jüngst erschienenes Tonwerk, das uns in
kleinen freundlichen Bildern unseres Luther Leben vorführt. Gleich der Eingang
mit dem schön gesetzten Lutherliede: „Ein feste Burg" bringt uns in erhobene
Stimmnng, und gern folgen wir dem Künstler, wenn er uns das Jugendleben
und Mannesalter Luthers, sein Wirken vor Kaiser und Reich, sowie im stillen
häuslichen Kreise ausmalt.
Die „Charakterstücke" sind leicht vom Blatte zu spielen. Nächst dem Fest
choral am Eingang erscheinen uns „Auf der Hochschule". „Der junge Mönch",
sodann die Familienbilder „Kath. v. Bora". „Des Hauses Frieden" und '„Des
*) Luther-Scenen. Musikalisches Erbauungsbuch in 14 Charakterstücken für
das Pianoforte von Bernhard Vogel. 3 M. Leipzig, von Rühla & Rüttlinger.
Dgl. auch Jonas-Tauwitz: Zur Luther-Feier (angezeigt im Juli-Heft S. 348.)
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