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Zeitgeschichtliches.
September zu erscheinen beginnen und bereits im Dezember mit der zehnten
Lieferung vollständig sein. Weitere Mitteilungen hierüber folgen.
Zeitgeschichtliches.
Der 12. September 1883 kann als der 50jährige Gedächtnistag der Begrün
dung des Rauhen Hauses in Hamburg gelten, einer der wichtigsten Stätten der
Innern Mission. Wenn wohl nur sehr wenige aus unserer Mitte an diesem
Tage das Jubiläum der so segensreich wirkenden Anstalt persönlich mitfeiern
werden, so soll uns doch die Erinnerung daran eine Mahnung sein, der Innern
Mission nickt zu vergessen, d. h. Liebe zu üben gegen alles Berlorene in der
Christenheit und sonderlich auch der organisierten Liebesarbeit, welche den Elenden
unter uns die Linderung christlicher Barmherzigkeit zuführen will, an unserem
Teile zu dienen. Aber wie? und warum? so mag doch hier und da ein Leser
fragen. Dem rufen wir zu: Geh hinein in die Rettungshäuser und Brüder
anstalten, sieh die Diakonissinnen unter Kranken und Armen arbeiten, besuche
Jahresfeiern für Innere Mission, lies Schriften, wie die bei Bertelsmann
in Gütersloh erscheinende vortreffliche Monatsschrift für Innere Mission von
P. Schäfer in Altona (Jahrespreis 6 M.), P. Oldenbergs kurzen Nachruf
für Wichern (Johann Heinrich Wichern f 7. April 1881. Hamburg, Agentur
des Rauhen Hauses 1881. 68 S. 8.), oder dessen großes Leben Wicherns (in
gleichem Verlage, Teil 1, der uns bisher allein vorliegt, 3 M-), oder die kürzere,
aber sehr empfehlenswerte Biographie des — Vaters der Innern Mission von
Kons--Rat D. K. Krummacher (F. A. Perthes. Gotha. 2 M. 40 Pf.), oder
endlich Wicherns Denkschrift „Die innere Misson der deutschen evangelischen
Kirche." «Rauhes Haus 1849.) Bei dieser Gelegenheit erinnern wir auch an
die in diesem Blatte (1882. S. 257—263) erschienene und im Evangelischen
Schulblatt für Bayern zu unserer Freude nachgedruckte Arbeit von Past. Dr.
Unruh „Winke und Vorschläge für die Lehrer als Mitarbeiter auf dem Felde
der inneren Miffion", der wir noch ein Seitenstück mit besonderer Beziehung
auf die höheren Schulen und deren Lehrer wünschen. — Zugleich empfehlen
wir bei dieser Gelegenheit der fürbittenden und gebenden Liebe die Anstalt für
Epileptische Tabor bei Stettin, deren Leiter z. Z. der Vorsteher der Jdioten-
AnstaltKückenmühle bei Stettin, Past. Bernhard ist.
Für die äußere Mission, die in diesem Jahre das 200jährige Jubiläum
des ersten evangelisch-lutherischen Missionars Bartholomäus Ziegenbalg be
gangen hat, ist von den höchst dankenswerten Geschichten und Bildern
aus der Mission (unter Mitwirkung von Dr. Warneck und Dr. Grundemann
herausg. von Dr. O. Frick, Direktor der Franckeschen Stiftungen, ü Heft mit
bunter Illustration 25 Pf.) das 3. Heft erschienen, 32 S. 8. drosch. Warneck:
Warum treiben wir Miffion? Grundemann: Das Evangelium auf den
Laguneninseln. Wangemann: Joh. Jänicke. Auch auf „Graf Zinzendorf
und die Heidenmission" von unserm Dr. A. Wächtler in Heft 2 und Franke als
Vater der Heidenmission von A. Stein in Heft 1 sei hier nachdrücklich hingewiesen.
Im Zusammenhange damit registrieren wir noch von Past. Dr. theol. et phil

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