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Heintze. Die Aussprache
Aix, Ar ras, Reims (spr. rällngL*), Brest. Dagegen sind zwei
Konsonanten stumm in Doubs, Angers. Caen ist zu lesen cäng,
Laon läng, Bayonne ba'iön.
Bei den Flußnamen Rhone, Saone, Seine rc., wo die französische
Aussprache lautet ron, sson rc., ist natürlich die Hinzufügung eines e zu
gestatten, wie wir diese Endung bei den weiblichen deutschen Flußnamen
gewohnt sind. Bei Dunkerque aber ist entschieden die schöne deutsche Form
Dünkirchen (Kirche auf der Düne) zu bevorzugen.
So auch in der französischen Schweiz: Sitten für franz. Sion,
welches in Klammer dahinter stehen mag, Martinach (Martigny),
Jfferten (Iverdun), Neuenburg (Neuchätel), Genf, Bruntrut (Poren-
truy) — und in Belgien, wo die deutsche Form allein genügt bei Ant
werpen, Brügge, Brüssel, Gent, Lüttich, Mecheln, während
die flämische neben Tournay und Courtray nicht fehlen darf: Doornik,
Kortryk.
Auf eigentlich deutschem Sprachboden wäre hier noch Lützelburg
zu erwähnen, welches seit 1871 neben der französierten Form Luxem
burg wieder Geltung gewonnen hat; ebenso in Deutsch-Lothringen
Diedenhofen, Saargemünd u. v. a.
Englisch.
Biel schwieriger ist die englische Aussprache, besonders der Eigen
namen, zu handhaben (s. das zu Eingang Bemerkte). Es sind weniger
die Konsonanten, welche Schwierigkeit verursachen — nur etwa die im
Deutschen erloschene Aspirata th wäre hier zu nennen —; es sind die
Vokale, welche großenteils eine so ganz andere Aussprache als in:
Deutschen haben, dazu in einer Fülle von Mittel- und Zwischentönen
schillern, die im Deutschen schwer oder gar nicht bezeichnet werden kann.
Um so weniger darf man, wenn man sich auch im allgemeinen an das
eingeführte Lehrbuch hält, hier peinlich sein, zumal in Klassen, in welchen
kein Englisch getrieben wird.
Durch eingebürgerte deutsche Formen wird die Sache nur in geringem
Maße erleichtert, da es, abgesehen von den drei Ländernamen England,
Schottland, Irland, denen sich in den Kolonien Neu-Schottland,
Neu-Braunschweig, Neu-Seeland anschließen, sehr wenig solcher
Formen gibt, wie London oder auch Lond'n (statt des engl, löndn),
Themse. Man könnte aber dies Gebiet erweitern; denn warum soll
*) ng bezeichnet hier das nasale n.

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