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Heintze, Die Aussprache
bewahrt haben, zu den Niederländern und Skandinaviern, deren Aussprache
deshalb auch nicht so viel Schwierigkeiten bietet.
Niederländisch,
ij (flämisch y) = (Rijswijk),
oe = u (Roermond, die Boeren in Südafrika),
ou --- au (Oudenarde, auch Bourtanger Moor),
ui — eu (Zuider-See).
Ob Utrecht im Deutschen durchaus ütrecht zu sprechen sei, ist
mindestens zweifelhaft, da die Sprechung utroellt (an das lat. Utra-
jectum sich anschließend) in weiten Kreisen eingebürgert ist.
Von den Konsonanten ist z ---- s zu lesen, x — ss in Texel. Da
gegen zu verlangen, daß sch in Scheveningen u. a. getrennt werde:
s—ch, nach Art des bekannten westfälischen „S—chinken", erscheint als
ein zu weit gehendes Zugeständnis, ebenso wenn g wie ch (und zwar aus
der Kehle) gesprochen werden soll, z. B. in Groningen, Geldern.
Vorzüglich bei letzterem ist dies abzuweisen, da wir diesen Ortsnamen
seit dem preußischen Könige Friedrich Wilhelm I. auch als einen deutschen
in der Rheinprovinz haben.
Schwedisch. (Norwegisch, Dänisch.)
aa = 6 (Röraas, Aarhuus),
a = oa (Tornea),
ou ---- au (Lougen),
k — dsh vor e, i, ä, ö (Norrköping),
ü = Id (Viborg).
Als deutsche Formen sind festzuhalten außer den drei Ländernamen:
Gothenburg, Gothland, Schonen, Südermannland;*)
Drontheim, Friedrichshall; Seeland, Jütland, Fünen,
Kopenhagen; Königsau.**)
Auch die Schreibung Schären (st. Skären) sollte beibehalten werden.
Slavisch.
Bei der Schwierigkeit, welche die Aussprache slavischer Wörter viel
fach für den Nichtslaven hat, ist es eine höchst erfreuliche Erleichterung,
daß wir die meisten wichtigeren Ortsnamen dieser Art in deutscher Form
*) „Ihr nennt euch Wränget?" „„Gustav Wränget,
Vom blauen Regiments Südermannland."" (Schiller, Wallenstein.)
**) „Frei bis zur Königsau!"

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