Der Zweigverein Stettin im Jahre 1882.
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Sitzungen beschränkt. Die Juli-Sitzung fiel wie gewöhnlich aus, infolge
besonderer Umstände auch die April-Sitzung. Als einen Ersatz könnte
man zwei gesellschaftliche Vereinigungen ansehen, von denen die eine, an
welcher auch Damen aus dem Kreise der Mitglieder teilnahmen, vor
den Juli-Ferien in einem Garten außerhalb der Stadt, die andere vor
den Oster-Ferien in einem Hotel stattfand, wo ein gemeinschaftliches
Abendessen abgehalten wurde, und zwar zu Ehren des Hauptordners
unseres Schulvereins bei seiner Übersiedelung nach Treptow a. R. War
ihm, der ja bis dahin auch den Stettiner Lokalverein geleitet hatte, in
der letzten Monatssitzung mit warmen Worten durch Rektor Bischofs
Anerkennung und Dank ausgesprochen worden für seine aufopfernde Treue
und sein erfolgreiches Geschick bei der Leitung, so hob bei dieser Ge
legenheit Superintendent Lic. Hoffmann, der nunmehrige erste Ordner
des hiesigen Zweigvereins, in längerer Rede hervor, wie der Scheidende
sich um den Stettiner Verein verdient gemacht, wie eifrig er das Vereins
leben gefördert und wie er, ausgerüstet mit hervorragenden Gaben des
Geistes und mit umfangreichem Wissen, es verstanden habe, die Ver
handlungen anregend zu gestalten und gewandt zu leiten. Der Gefeierte
erwiderte auch hier mit bewegtem Wort, und erwidern mußte er an
diesem Abend noch manches Mal; denn unter den ihm zum großen Teile
auch persönlich näher stehenden Gliedern der zahlreichen Tischgenossenschaft
fand sich manch redekundiger Mann, und neben dem Bedauern über
seinen Fortgang drängte doch auch die Freude über die Anerkennung,
welche in der Berufung zu einer bedeutungsvolleren Stellung lag, zu
mannigfaltiger Aussprache.
Monatliche Sitzungen sind in dem abgelaufenen Jahre also zehn
gehalten. Wenn die Anzahl der Besucher auch geschwankt hat, ist sie
doch stets eine derartige gewesen, daß sich an das jedesmalige Referat
eine rege Besprechung anschließen konnte. Über diese Referate und Be
sprechungen sollen im folgenden auf Grund der mehr oder minder aus
führlichen Protokolle einige Andeutungen gegeben werden.
Ju der Januar-Sitzung wurde ein Gegenstand zum Abschluß
gebracht, der schon eine Reihe von Sitzungen des Jahres 1881 in An
spruch genommen hatte. Oberlehrer Jobst referierte im Anschluß an
eine Reihe von Thesen über die Pflege der Phantasie bei der
Jugend. Nachdem früher das Wesen dieser Geisteskraft behandelt
war und im Zusammenhange damit der ihr eigentümliche Reiz, nachdem
weiterhin besprochen war, ob und wie sie in der Schule zu ihrem Rechte

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