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Hilfsbücher
gegebenen Überschriften tritt dieser Zweck deutlich hervor. In letzteren ist der
Herr Verfasser besonders bestrebt, den heilsgeschichtlichen Inhalt zum Ausdruck
zu bringen. Wenn dies auch immer gelungen ist, so vermissen wir dadurch doch
zu sehr die Kürze der Überschrift, deren Berechtigung doch nicht abgeleugnet
werden kann. Als Beispiel sei hier angeführt: „Wie Jesus als Weltheiland von
Johannes eingeführt und von Gott dem Vater als Gottessohn beglaubigt wird,
er selbst aber zur Heilandswirksamkeit sich bereit erklärt und in der Versuchung
des Satans zu derselben sich befähigt erweist." — Fast jeder biblischen Geschichte
folgen Fragen, Sprüche. Bibellesestoff, Katechismus und Kirchenlied. Erstere
sind durchaus korrekt und beziehen sich auf den Inhalt der Geschichte. Über
ihre Zweckmäßigkeit läßt sich aber streiten. Sollen sie eine Unterstützung für
den Schüler sein? — Erwähnenswert ist noch, daß neue und genaue Übersetzungen
dunkler Bibelstellen mit großem Geschick angewendet worden sind. Es ist un
zweifelhaft, daß das Buch sich zu seinen alten Freunden neue erwerben wird.
Der Preis ist ein überaus billiger.
3. Bemerkungen und Winke für den Lehrer zur Behandlung der biblischen
Geschichte von A. F. Preuß. In neuer Bearbeitung herausgegeben von
Lackner und Lettau. Königsberg i. Ostpr. I. H. Bon. 1883. 244 S.
Preis 2,50 M.
Die vorliegende Arbeit gibt zunächst eine klare Gliederung des geschicht
lichen Stoffes, enthält dann vorzugsweise Bemerkungen, die ein anschauliches,
erbauliches Erzählen, sowie ein eingehendes Verständnis fördern helfen, und
Winke, die zur Anwendung auf das innere Leben, zur Erweckung und Kräftigung
des gottseligen Wollens dienen. Besonders zu erwähnen ist noch die knappe
und klare Sprache und die geschickte Auswahl der herangezogenen Beispiele.
Der fleißige Gebrauch des Buches ist sehr zu wünschen.
4 Der biblische Geschichtsunterricht in der Elementarklasse in aus
geführten Lektionen methodisch bearbeitet von Robert Wernecke. Delitzsch,
Reinhold Pabst, 1880. Preis 1,50 M.
Seit Hänels „freundliche Stimmen an Kinderherzen" sind eine ganze Anzahl
Hilfsmittel für den Unterricht der Kleinen erschienen. Ich nenne nur Gossel.
Materne, Schneider, Wiedemann und Wangemann. „Ein jeder hat so seine
Weise" können wir mit dem alten Wandsbecker Boten sagen. In vorstehendem
finden wir besonders zwei Weisen vereinigt, aus der dann eine neue entstanden
ist. Gleich Wangemann, dessen vortreffliches Buch ich bei dieser Gelegenheit
warm empfehle, schickt der Herr Verfasser jeder Geschichte eine „Vorbereitung"
vorauf, die aber nicht, wie bei Wangemann, nur eine Erläuterung schwer ver
ständlicher Ausdrücke oder eine Einführung in den Geist der Geschichte bildet,
sondern die Geschichte selbst in freier Weise erzählt, mit starkem Anklang an
Wiedemanns Art und Weise zu erzählen. Der „vorbereitenden Erzählung" folgt
die „Erzählung" im engen Anschluß an das Bibelwort und dann die „Unter
redung." welche Fragen bringt, die sich meist auf den Text beziehen und manchem
Anfänger in der Kunst des Unterrichtens von Nutzen sein mögen. Am Schluß
der Unterredung findet eine Bezugnahme auf Katechismus, Lied und Spruch statt'

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