und die evangelische Pädagogik.
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selbst dann nicht, wenn sie nach dem Muster der geoffenbarten Wahr
heiten arbeitet, mag sie nun unter der Firma der Philosophie-, Theo
sophie oder auch als Theophilosophie, der neuesten Erfindung eines
emeritierten Pastors, auftreten — und, wenn sie verspricht, in ihrer
Eigenschaft als Wissenschaft, wenn auch als „umgekehrte" oder „bekehrte"
Wissenschaft, etwas dem Glauben Konformes zu liefern: so verspricht sie
mehr, als sie leisten kann; denn Fleisch und Blut als solche können das
Reich Gottes nicht erwerben.
Nehmen wir aber einmal an, es ließe sich in der That im Laufe
dieser Weltentwickelung eine christliche Philosophie konstruieren — jeden
falls können die, welche dafür plaidieren, sich weder auf die heil. Schrift
noch auf Luther oder gar Hamann berufen. Zunächst ist Hebräer 11, 1
entschieden dagegen: der Glaube soll ja etwas nicht zu Beweisendes sein.
Wird der Glaube, der ja doch eigentlich in erster Linie ein persön
liches Vertrauensverhältnis des einzelnen Menschen zu Gott ist und erst
in zweiter oder dritter Instanz eine Lehre, wesentlich als eine
Summe von Lehrsätzen genommen, und gelingt es, den Inhalt des
Glaubenssystems mit den „gesicherten Resultaten" der größten Welt
weisen in Einklang zu bringen, gelingt es wirklich, den „Glauben" zu
objektiver Gewißheit und dialektischer Evidenz zu bringen, so ist Hebr. 11,1
überflüssig. — Die Ritter des Glaubens, welche mutvoll in das unbekannte
Land sich hineinwagen auf Glauben, wie Abraham in das Land, das
„Gott ihm erst zeigen will" — wie Noah, der sich auf Gottes Geheiß
der Arche und dem endlosen ungewissen Weltmeere der Sündflut an
vertraut: — diese Helden des Glaubens, sie würden vielleicht jetzt in
Verlegenheit geraten, was sie mit ihrem persönlichen, subjektiven
„Glauben" anfangen sollten; denn statt des letzteren bietet sich in
dem christlichen Staate eine objektive Glaubenswissenschaft dar:
Theologie und christliche Philosophie — und, statt wie früher ein
unbekanntes unsicheres Land zu passieren, zieht der Glaubensheld jetzt
nach Anweisung der theologischen und christlich-philosophischen General-
stabs- und Seekarten mit Bewußtsein und in Sicherheit seine Straßen
zu Wasser und zu Lande.
Ob Luthers Begriffe sich mit denen eines Stahl und seiner An
hänger über „christlichen Staat" und „christliche Ehe" so ohne weiteres
decken, daß man Stahl einen „schroffen Lutheraner" nennen kann, will
ich hier weiter nicht erörtern. Mir ist wenigstens kein Ausspruch von
Luther bekannt, der als Aufmunterung dienen könnte zur Gründung einer

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