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Beurteilungen und Anzeigen.
Begleitwort von Fr. Polack, Kreisschulinspektor. Berlin, 1883. Theodor
Hoffmann. Preis 2,60 M-
Derselbe, Aufsatzübungen für Volks- und Mittelschulen. I. Heft: Mittelstufe;
II. Heft: Oberstufe, ä 50 Pf.
Mit Recht nennt Fr. Polack den deutschen Aufsatz den „Dornen- und Distel
acker" des deutschen Unterrichts. Jede Gabe auf diesem Gebiet, sofern sie nur
einen methodischen Fortschritt verzeichnet, wird uns Lehrern daher willkommen
sein. Gossel will in seiner Aufsatzschule zeigen, wie man, sich eng an das Lese
buch anschließend, die Schüler stufenmäßig und konsequent von den ersten
stilistischen Versuchen, bei denen der Lehrer Stoff und Form gibt, bis zu freier
Beherrschung des Gedankens und der Form zu führen hat. Der Gang ist der
Natur des kindlichen Geistes und dem Bedürfnis des praktischen Lebens möglichst
angepaßt. — Die Schülerhefte ersparen kostbare Zeit in der Schule und dienen
als Stecken und Stab für die häusliche Arbeit. Praktisch sind sie jedenfalls;
allein nur wenige Schulen werden in der glücklichen Lage sein, die Anschaffung
derselben von ihren Schülern verlangen zu können. Wer sich die Bücher anschafft,
wird es nicht bereuen.
St. A. S.
Dr. C. F. W. Peters, Die Fixsterne; 16. Band der bei Tempsky in Prag
und Freitag in Leipzig erscheinenden Universalbibliothek „Das Wissen der
Gegenwart". Preis 1 M.
In der Einleitung werden wir mit den unterscheidenden Merkmalen, sowie
mit der scheinbaren und wirklichen Bewegung der Fixsterne vertraut gemacht.
Wir erhalten sodann Aufklärung über die äußeren Erscheinungen der Fixsterne
(Scintillation, Farbe und Farbenveränderung. Sternbilder, Größenklasse und
scheinbaren Größen), über die Entfernungen und über den Weg, dieselben zu
berechnen, über die Eigenbewegungen, über die Doppelsterne, über die Veränder
lichen und die Ursachen ihrer Veränderlichkeit, über die Sternhaufen und Nebel
flecke rc. rc. 69 Figuren und wohlausgeführte Karten zieren das vortreffliche Buch.
St. A. S.
Neue Musik-Zeitung. Verlag von P. I. Tanger in Köln a. R. Verant
wortlicher Redakteur Aug. Reiser in Köln.
Diese Zeitung, von welcher uns eine Reihe der letzthin erschienenen Nummern
vorliegt, können wir allen Musikern und Musikfreunden nicht angelegentlichst
genug empfehlen; es ist wohl die weitverbreitetste (Auflage 39000), welche uns
bekannt ist. Durch den Reichtum ihres Inhalts, die intereffanten musikalischen
Aufsätze. Biographien und Porträts von Meistern der Tonkunst, sowie Mit
teilungen aus der Geschichte der Musikinstrumente wird sie allen Ansprüchen
gerecht; ferner sind jeder laufenden Nummer verschiedene Kompositionen für
Klavier, Gesang, Violine. Violoncello u. s. w. und außerdem noch ein Teil des
in demselben Verlage herausgegebenen musikalischen Konversationslexikons bei
gefügt. Zu diesem kommt noch der enorm billige Preis von 80 Pf. pro Quartal,
so daß auch den weniger bemittelten Interessenten das Abonnement auf diese
gediegene Zeitung ermöglicht wird. Dieselbe erscheint alle 14 Tage, immer am
1. und 15. jedes Monats. Th.

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