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Settau:
Schule gehörenden!) sollten nicht in einem auch kleinen Kindern (von Schul
kindern ist ja die Rede) fühlbaren Sinn von Jesu zeugen? Das wollte
ein christlicher Lehrer in Abrede stellen? Sollten hierüber noch einige
Andeutungen nötig sein? Ich habe bemerkt (und mit mir viele andere!),
daß die Kinder der „Unterstufe" den alten N. Hermann verstehen, wenn
er mit bezug auf die Geschichte vom verlorenen und wiedergewonnenen
Paradiese singt: „Heut schließt Er wieder auf die Thür vom schönen
Paradies re." Sie verstehen, was es heißt: „Durch Abrahams Samen
sollen alle Völker gesegnet werden." Sie glauben und verstehen, daß
der Herr Jesus, das „Wort Gottes", der „Abglanz und Bote seines
Vaters", dem Abraham erschienen ist und mit ihm geredet hat (1. Mos.
18, 22 re.). Sie verstehen, daß Joseph ein Bild (Typus) des Herrn
ist rc. Dadurch wird in der That das Interesse für Jesum, die Nei
gung zu ihm erhöht! — Hierzu sagt allerdings die sogenannte „Philo
sophie" : lucredibtle et absurdum. Wir aber sagen: „lucrredibile,
ot tarn absurdum —, sed verum!“ Nochmals: Wie armselig ist da
gegen der Gewinn aus dem Volks- und Robinmärchen! Diese sind uns
nicht als der Same der Wiedergeburt gegeben! „Weil du von
Kind auf die Heilige Schrift weißt rc."
S. 341: „Gewissen!" Ahnten nicht schon die Edelsten unter den
Heiden, daß das Gewissen eine unmittelbare Gabe Gottes sei und seine
Wurzel bis allezeit in Gott habe?
S. 342. Wenn ein enragierter Herbartianer behauptet, daß jeder,
der an seinem Meister etwas auszusetzen hat, noch „nicht tief in dessen
Pädagogik eingedrungen ist", so ist >das begreiflich. Alles, was H. in-
bezug auf Pädagogik geschrieben, habe ich allerdings nicht gelesen; aber
ich bin überzeugt, daß ich genau weiß, in welchem Geiste er es
geschrieben hat.
S. 343: „Ironie des Schicksals!" Was L. als höchst wünschens
wert bezeichnet, handhaben die Herbartianer schon längst in ihrem Unter
richt" rc. Herr Gl. hat eben übersehen, daß dieses ein Hauptresultat
meiner Mitteilungen ist: Die Falkschen „Allgemeinen Bestim
mungen enthalten ebensowenig wie die Herbartische Päda
gogik widerchristliche Tendenzen. Das ist aber nur ein negatives
Lob! Der Tadel gegen beide: Sie entsprechen nicht den Forde
rungen des für unsern Volksschulunterricht höchstmaß
gebenden Prinzips, nämlich des evangelisch-nationalen. Was
damit gemeint, ist wohl oben hinlänglich angedeutet. Daß ich dabei nicht

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