Mission und Schule.
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würde. Dr. Frick verspricht, dasselbe auf der freien Seminarkonferenz
in Delitzsch nächstens selber zur Sprache zu bringen. Reg.-Präsident
v. Die st meint zwar, daß man wohl eine Gänsehaut bekommen könne,
wenn man von neuen Unterrichtsgegenständen für die Schule höre, aber
hier sei ja nichts Neues, sondern eine Bereicherung und Vertiefung des
Unterrichtsstoffes; er sieht in dem gemeinsamen Interesse für die heilige
Sache der Mission einen wichtigen und segensreichen Einigungspunkt für
Pfarrer und Lehrer, und verspricht, daß die hier besprochene Frage für
die Lehrer der 2200 Volksschulen des Bezirks angeregt werden solle.
Wächtler spricht den Wunsch aus, daß die Missionsfreunde sich bemühen,
auf die Mission in den pädagogischen Zeitschriften hinzuweisen, damit
das Interesse der Lehrer geweckt werde, und bittet den Referenten, seinen
Vortrag mit seinem Namen in einem pädagogischen Blatte zu veröffent
lichen. Sup. Förster glaubt, daß das Interesse für die Mission bei
vielen Lehrern vorhanden und daß die in Aussicht gestellte Anregung
gewiß auf fruchtbaren Boden fallen werde.
Als Hilfsmittel werden die „Missionsbilder von Gundert"
durch Warn eck empfohlen, die Pfarrer möchten sich dieselben anschaffen
und den Lehrern mitteilen; eine neue, kleinere und billigere Ausgabe des
Missionsatlas von Grundemann wird vorbereitet. Nachdem von Kobelt
auf die Wichtigkeit der Missionslieder für den Gesangunterricht hin
gewiesen, wird der Wunsch nach einem kleinen Missionsliederheft mit
musikalisch tüchtigem Notensatz von Warneck ausgesprochen, auch noch
empfohlen, daß bei den kleinen Konferenzen die Geistlichen den Versuch
machen, in einer Probelektion zu zeigen, wie die Mission im Unterrichte
herangezogen werden könne.
Über die Verhandlungen des folgenden Tages, an welchem der
Präses der Konferenz, Pastor Warneck, den Hauptvortrag hielt über
das Thema „Die Mission ein Thatbeweis für die Kraft des
Evangelii", können wir hier nicht berichten. Den Mitgliedern des
Schulvereins wird es eine Freude sein zu hören, daß die Konferenz von
der theologischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg dadurch über
rascht wurde, daß ihrem verdienten Präses, dem unermüdlichen Arbeiter
für die Mission, die Würde eines Doktors der Theologie erteilt wurde;
ebenso erfreulich, daß der Leiter der gesegneten Goßnerschen Mission
unter den Kohls, Lic. Plath, in Berlin unlängst das Prädikat Professor
erhalten hat. Die Missionsfreunde seien noch daran erinnert, daß von
den Flugschriften der Konferenz die dritte: „DieHeidenmission eine

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