Eine gute Unterhaltungs-Lektüre.
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die Phantasie des Knaben und Mädchens in ungesunder Weise aufregen
den Lektüre bietet hier die Verlagsbuchhandlung, unterstützt durch Männer
von schriftstellerischem Rufe, wie Fries, Frommel, E. Ohly u. a., eine
gediegene Jugendlektüre, die hinführt auf das eine, was not thut. Dabei
ist der Preis — das Bändchen kartoniert nur 50 Pf. — trotz des guten
Papiers und Druckes so billig, daß selbst weniger Bemittelte in der
Lage sein werden, einige von den bisher erschienenen 44 Bändchen für
ihre Kinder anzuschaffen.
Uns liegen zwei Bändchen, Nr. 13 und 44 vor, von denen das
erstere: Am starken Faden von Fries, bereits in zweiter Auflage erscheint,
ein erfreulicher Beweis, daß der Wert dieser Erzählung vom Publikum
erkannt ist.
Der Verfasser schildert uns auf 80 Seiten die Schicksale des ein
zigen Sohnes einer armen gottergebenen Witwe, der infolge sozialdemo
kratischer Lehren mit Gott und der Welt zerfallen, schließlich nach Ame
rika auswandert, wo er nach mancherlei Fährlichkeiten, auf denen ihn die
Gebete und Thränen der Mutter begleiten, zur Gotteskindschaft zurückkehrt.
Während wir in dieser Geschichte eine Illustration zu dem Spruche:
„Der Mutter Segen bauet den Kindern Häuser" erkennen, findet in Meis-
ners Erzählung: Im Friedenshafen, das umgekehrte Verhältnis statt,
indem eine Tochter unter stetem Gebet ihren Vater sucht und findet, der
in jungen Jahren, mit dem Fluche seines Vaters beladen, heimlich das
Elternhaus verlassen hatte.
Da beide Erzählungen von dem Geiste echten Christentums durch
weht sind, können wir nur wünschen, daß dieselben die weiteste Verbrei
tung finden,
Treptow a. R., 25. Januar 1883. U. F.
Unter den evangelischen Bestrebungen, welche dem Aufbau wahren
Christentums dienen wollen, ist im vorigen Jahre nicht am wenigsten,
bei Gelegenheit seines fünfzigjährigen Jubiläums, der Gustav-Adolf-
Verein hervorgetreten, der ja auch der Erhaltung evangelischer Schulen
dient. Zur Orientierung über seine Aufgaben und Arbeiten weisen wir
auf die unter dem Titel Evangelische Bruderliebe von Konsistorial-
rat Natorp herausgegebenen Vorträge (Verlag von Hugo Klein in Bar
men) hin, unter denen das eben vorliegende 4. Bändchen: Die Friedens
und Gnadenkirchen in Schlesien von Bernhard Rogge (42 S. 8.

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