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Verhandlungen des Berliner Lokalvereins
auf den Unglauben und Materialismus der Zeit wie auf die Zuchtlosig
keit eines großen Teils unserer heutigen Kinder wohl kaum eines Beweises.
Man blicke nur einmal offenen Auges um sich. Wie viel Haß und
Feindschaft gegen Christum und seine Lehre, wie gegen diejenigen, welche
sich offen zu dem Evangelium von dem gekreuzigten und auferstandenen
Gottes- und Menschensohne bekennen, tritt uns nicht überall entgegen;
angefangen von den Kreisen der sogenannten Gebildeten, die den Kultus
der von ihnen über Gottes heilige Offenbarung gestellten menschlichen
Vernunft nur treiben, um den Stachel in ihren Herzen, welcher wieder
und immer wieder mahnt, „und ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt",
zu übertäuben, bis herab zu der breiten Masse des Proletariats, welche,
die nicht oder die nur halb verstandenen Lehren einer wahnwitzigen,
verblendeten Philosophie nachleiernd, den frevlen Ruf erhebt, „es giebt
keinen Gott!" Und wie viel Zuchtlosigkeit und Auflehnung gegen alle
göttliche und menschliche Ordnung ringsumher! Wie oft vernimmt nicht
der Schulmann die Klage aus Elternmunde, daß die Jugend nicht mehr
zu bändigen und zu ziehen sei. Wahrlich, da thue eine Wirksamkeit,
wie sie unser Verein sich zum Ziele gesetzt habe, dringend not, und
deshalb gelte es, nicht zu ermüden und zu verzagen, sondern auch im
neuen Jahre unter Beten und Seufzen redlich weiter zu streben und zu
arbeiten; der Segen Gottes des HErrn werde alsdann nicht fehlen.
Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen, unter denen namentlich
die Anzeige Aufsehen erregte, daß ein bisheriges Mitglied, dem es
jedenfalls vor dem vermessenen Unterfangen, die Berliner Schulverhält
nisse einer Besprechung unterziehen zu wollen, graue, seinen Austritt aus
dem Verein angemeldet habe, nahm Lehrer Siel aff das Wort zu
seinem einleitenden, allgemeinen Referat.
Der heutige Abend soll uns, so führte der Redner aus, in die
Schulverhältniffe unserer Residenz einführen. Da tritt uns denn nun
zunächst die Frage entgegen, ob wir überhaupt ein Recht haben, die
Schulverhältnisse unserer Stadt einer eingehenderen Erörterung zu unter
ziehen. Die Berliner Schulverhältniffe sind bereits wiederholt in Ver
sammlungen der verschiedensten Art, in der Presse und im Parlament zum
Gegenstände der Besprechungen gemacht worden; ja es ist sogar vorgekommen,
daß dieselben in gewissem Sinne Veranlassung zu Aussehen erregenden Pro
zessen geboten haben. Zur Illustration des gesagten erinnert Redner an die
Angriffe, welche Redakteur Dietz seiner Zeit auf einer Augustkonferenz gegen
die Berliner Gemeindeschulen gerichtet hatte, und die den bekannten Prozeß

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