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Die Frage der Schüler-Überbürdung.
5, einen Antrag des „Bürger-Vereins Alt-Kölln" betreffend, über. Aus
Veranlassung eines von dem Vorsitzenden (Dr. Kaiser) in dem gedachten
Bürger-Verein anfangs Januar er. gehaltenen Vortrages „über kon
fessionelle und konfessionslose Schulen" hat nämlich der mehrgedachte
Verein an den diesseitigen Lokalverein das Ersuchen gerichtet, eine an
das hohe Haus der Abgeordneten oder an Se. Exzellenz den Herm Kul
tusminister zu richtende Petition entwerfen und den konservativen Bürger
vereinen zur Unterschrift unterbreiten zu wollen, in welcher um endlichen
Erlaß eines die Notwendigkeit des konfessionellen Charakters der Volks
schulen gebührend berücksichtigenden Unterrichtsgesetzes, oder doch minde
stens geeigneter, in gleichem Sinne gehaltener Verfügungen gebeten wird.
Über diesen von dem Vorsitzenden sehr warm verteidigten Antrag ent
spinnt sich eine längere Debatte, an welcher sich namentlich die Herren
Professor Dr. Strack, Superintendent a. D. Hammer, Konsistorial-
assessor Di-. Caspar und Pastor Gärtner beteiligten, und die schließ
lich zur einstimmigen Annahme des folgenden, von Professor Dr. Strack
beantragten Beschlusses führt: Der Vorstand wird ermächtigt,
Petitionen an das Königliche Provinzial-Schulkollegium
wie an das Ministerium auszuarbeiten, um dadurch die
notwendige Förderung des konfessionellen, beziehungs
weise evangelischen Charakters der Volksschulen, und ins
besondere der Gemeindeschulen Berlins zu sichern, und diese
Petitionen entweder direkt den Berliner Bürgervereinen
oder der nächsten Sitzung des Lokalvereins vorzulegen.
Schluß der Sitzung ll 1 /* Uhr. Kaiser.
Die Frage der Schüler-Überbürdung.
dr. „Die Überbürdung der Schüler in den höheren Lehranstalten"
beschäftigte am Donnerstag Abend eine im „Hotel de Magdebourg"
abgehaltene zahlreich besuchte Versammlung des Berliner Re alschul-
männer-Vereins, in welcher mehrere Ärzte und Abgeordnete zugegen
waren. Eine in einer früheren Versammlung gewählte Kommission,
bestehend aus Lehrern, Ärzten und solchen Privatleuten, deren Söhne
höhere Lehranstalten besuchen, haben bezüglich der in Rede stehenden
Frage eine lange Reihe von Thesen ausgearbeitet, die im wesentlichen
dahin lauten: „Der zu frühe Beginn des Schul-Unterrichts ist zu ver-

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