Lebensbeschreibungen des deutschen Reformators.
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erwarten konnte. (Daß Luthers Mutter hier noch eine geborne Linde
mann S. 9 heißt, ist uns aufgefallen. Ziegler scheint dafür nach
Köstlin das Richtige zu sein.)
Von I. I. Reiff in Karlsruhe, dem Verleger des trefflichen
Badenschen Ev. Kirchen- und Volksblatts von Reinmuth, wird bereits
in 3. Aust, bis auf weiteres für 2 M. die 27 Vs Bogen starke Schrift
des rühmlich bekannten K. F. Ledderhose „Or. Martin Luther nach
seinem äußeren und inneren Leben" versandt. Ebenso mag hier des bei
Krabbe in Stuttgart erschienenen „Martin Luther" von O. K. R. vr. Burk
(22 Bog. 8. mit Königs Lutherbild. 3 M.) gedacht werden, in dem
durch möglichst umfangreiche Anführung der eigenen Worte des Refor
mators, wie der uns vorliegende Prospekt* *) sagt, Begeisterung für den
Helden und die Sache, der er diente, geweckt werden soll, insbesondere
in den Herzen der Jugend auf Universitäten, Gymnasien und Seminaren.
Mit herzlicher Freude gedenken wir in diesem Zusammenhange auch
der schönen, verständnisvollen Art der Darstellung Luthers und seiner
Reformation in der durch seine plastische Haltung, kulturgeschichtliche
Fundamentierung und patriotische Gesinnung allgemein anerkannten
Geschichte des deutschen Volkes in kurz gefaßter übersichtlicher
Darstellung zum Gebrauch an höheren Unterrichtsanstalten und zur
Selbstbelehrnng von Prof. vr. David Müller.**) „Noch im letzten
Todeskampfe bezeugend", so schließt der Bericht, „wie er freudig sterbe
auf alles, was er gelehrt. Sein Leichenzug nach Wittenberg ward ein
Trauerzug des ganzen Volkes; es war, als fühlten alle, daß an Hoheit
des Geistes, an Kraft des Charakters wie an nachhaltiger Wirkung auf
Deutschlands innerstes Leben nie seines gleichen gewesen in unserer
Geschichte."
Eine kurze, vier Druckbogen nicht überschreitende, volkstümliche
*) Nachdem das Merk selbst eingesandt ist, können wir dasselbe nur ange
legentlich empfehlen.
*) Anm. Die von Dir. Prof. Dr. Fr. Junge besorgte 10. Auflage ent
hält auch ein Bild Kaiser Wilhelms von Anton v. Werner. XXXVI u. 488 S. 8.
(Kompresser, aber deutlicher Druck.) Berlin. Bahlen. 4 M. 20 Pf. Die geogra
phische Bestimmung der Orte, deren Lage sich nicht unmittelbar aus dem Zu
sammenhange ergiebt, rechnen wir dem sorgfältigen Herausgeber zum besonderen
Lobe an. Wir glauben, dasselbe ist wirklich, was Dr. Junge wünscht, ..eine
Stütze für den Unterricht, für die lernende Jugend eine Freude" So empfehlen
wir das Buch überhaupt, das so begeistert Preußens deutschen Beruf und seinen
Heldenkaiser feiert, aufs wärmste, auch als Prämie und für Schülerbibliotheken.

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