Anfang Juli 1884.
I. Abteilung. Abhandlungen.
Über einige fundamentale Grundsätze im Zeichenunterricht
unter besonderem Hinblick auf' den Lehrstoff, vom Stand
punkte des erziehenden Unterrichts.
(Von Lehrer I. Trüper in Walle bei Bremen.)
I.
Die nachstehende Abhandlung ist eine Überarbeitung zweier Konferenzvorträge,
die bereits vor drei Jahren in einer Volksschullehrerkonferenz und in einem teil-
weise aus Specialisten bestehenden Zeichenlehrerverein gehalten worden sind.
Die einleitenden orientierenden Bemerkungen sind vollständig umgear
beitet und zu einem mehr selbständigen Artikel erweitert worden, insbesondere des
halb, weil seit der Zeit Publikationen in betreff der Zeichenunterrichtsfrage statt
gefunden haben, die zu charakteristischer Natur sind, als daß wir Volksschullehrer
sie ignorieren sollten.
Die eigentliche Abhandlung des zweiten Artikels dagegen hat wenig Ände
rungen erfahren; nur hin und wieder habe ich versucht, einen kurzen Gedanken
einzuschalten oder durch Fußnoten einige Bemerkungen beizufügen. Um so mehr
jedoch freut es mich, konstatieren zu können, daß seit der Zeit neben den in
d. Bl. besprochenen sehr verdienstvollen Schriften von Halfter und Menard
auch noch einige andere Stimmen laut geworden, die sich bald mehr, bald weniger
zu der im „Ev. Schulblatt" stets vertretenen'Ansicht in der Zeichenunterrichts
frage bekennen, — zu der Ansicht, daß diese Frage vom pädagogischen und
nicht vom specialistisch-künstlerischen Standpunkte aus einzig und allein gelöst
werden muß.
In meinen Vorträgen wollte ich damals zur Vorsicht mahnen, nicht unbe-
sehens die Bahn, auf welche die Künstler und Kunsthandwerker den Zeichenunter
richt in der Volksschule drängen und teilweise schon gedrängt haben, als die rich
tige, ja als die allein richtige anzuerkennen, oder wohl gar ihr eine amtliche
Sanktion für unabsehbare Zeit erwirken zu helfen — zum Unheil unserer Schulen,
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