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August 1889.
An die Leser.
Die in Heft 5 und 6 dieses Jahrganges veröffentlichten Bruchstücke aus
vr. Magers Bemerkungen zu dem v. Hippelschen Sendschreiben haben ver
schiedentlich Anstoß erregt. Daß dies geschehen könne, habe ich bei der Ver
öffentlichung wohl empfunden, in der redaktionellen Vorbemerkung ans Seite
163 ist es auch ausgesprochen, daß sich Stellen in den Bemerkungen finden,
aus denen sich Pfeile schnitzen lassen, die übel verletzen können, und daß ich
daran gedacht habe, diese Stellen zu streichen, wie denn auch anderes nicht zum
Abdruck gekommen ist. Ich habe die fraglichen Stellen nicht gestrichen, weil ich
die Leser einen möglichst richtigen Einblick in die Magersche Autorschaft wollte
gewinnen lassen; ich habe sie nicht mit besonderen Anmerkungen begleitet,
weil ich den Standpunkt der Redaktion zu den fraglichen Punkten bei den ver
ehrten Lesern als bekannt voraussetzte und durch den Hinweis ans die Zeit
der Abfassung (1841) und den damaligen philosophischen Standpunkt des Vers,
genügend angedeutet zu haben glaubte, daß, wenn ich auch den Artikel in
seinen Grundgedanken für wertvoll und auch für unsere Zeit, noch bedeutsam
und darum des Abdrucks wert erachte, ich doch manches Einzelne als Pro
dukt seiner Zeit und der individuellen Anschauung des Vers, betrachte und
darum auch so angesehen wünsche.
Das Evang. Schulblatt hat es von jeher als eine seiner Hauptaufgaben
betrachtet, das Bewußtsein und Gefühl der Zusammengehörigkeit der verschie
denen Erziehnngsfaktoren zu pflegen, und an seinem Teile mitzuhelfen, daß
aus dem Wege geschafft werde, was der Gemeinsamkeit im Wege steht; es ist
stets für eine evangelisch christliche Erziehung eingetreten. Wenn die Veröffent
lichung des Magerschen Artikels den Eindruck gemacht hat, als solle damit
eine andere Richtung eingeschlagen werden, so bedauere ich dies aufrichtig.
- Horn.

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