Aus dem Nachlasse j F. W. Dörpfelds rc.
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b) Die ethischen Erfahrungsthatsachen .... Nein.
(Man macht «) die Tiere nicht verantwortlich:
ß) dressiert, aber bemüht sich nicht um ihre
ethische Erziehung.)
o) Kein ästhetischer Sinn — viel weniger ein ethischer
(Vgl. auch die Worte: Bewegung, — Thätigkeit, —
Handlung.)
Summa: Das ethische kommt n i ch t zur Erscheinung bei rein Körperlichem,
nicht in der Tierwelt, sondern nur im Menschenleben.
B. Auf welche Stelle im Menschenleben hat der Blick sich
zu richten, wenn über eine Person ein moralisches Ur
teil gefä llt werden soll?
Die ursprünglichen Urteile ergehen zunächst über die Hand
lungen :
1. Sind nun die Handlungen die Stelle, wo ein entscheiden
des moralisches Urteil über die Person gefällt werden kann?
Beispiele:
a) die Mutter, die durch Nachsicht, Überzärtlichkeit, Schwach
heit ihr Kind verzieht:
Handlung: tadelhaft (Manko), —Gesinnung: gut
(nicht getadelt):
b) die Pharisäer, mit ihrem Almosengeben, Beten, Fasten:
Handlung: anscheinend gut, — Gesinnung: Manko
(nicht gelobt).
Andere Beispiele:
a) zu große Strenge in der Erziehung; — unbesonnene
Tapferkeit; — summum jus summa injuria; —über
triebene Abhärtung, Fasten rc.; — „Wende dich nicht ab
von dem, der dir abborgen will;" —
b) alle Art von Unwahrhaftigkeit, Verstellung, Heu
chelei: z. B. Wechsel ausstellen, die man nicht bezahlen
will. —
Summa: Die Handlung kann schlechter sein als die Gesinnung und
kann besser sein rc., kurz, die Handlungen sind trttglich, nicht
entscheidend.
Wo Gesinnung und Handlung übereinstimmen — im Guten
wie im Bösen — da zeigen die Handlungen wohl das Ethische
an, aber sie sind nicht der Sitz des Ethischen; — sie sinh

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