Aus dem Nachlasse t F. W. Dörpfelds rc.
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k Anwendungen in Bezug auf den Eudämonismus.
Fragen:
Fr. 1. Wenn es nur dreierlei Schätzungen giebt (zweck
mäßig, angenehm, schön), also keine moralische im
eigentlichen Sinne, und man dennoch von Moralität,
von Moralischem spricht, — was ist dann gemeint?
oder: unter welche der drei Schätzungskategorien
fällt es dann?
Antw.: unter das Zweckmäßige.
(Definition) Fr. 2. Wie wird man nun das Moralische definieren?
— (Das Moralische ist etwas Zweckmäßiges; ist aber
alles Zweckmäßige moralisch?)
Antw.: das Moralische ist eine Art des Zweckmäßigen.
Fr. 3. Welche Art? (spezifische Differenz!)
Näher: was wird beurteilt? (Objekt!) Dinge oder
Personen? aber w a s an den Personen? (wo
hin wird geblickt?) der Wille, oder das Ver
halten?
Antw.: das Moralische (Moralität) ist ein zweckmä
ßiges Verhalten.
Fr. 4. alles zweckmäßige Verhalten? (Nein!)
welches denn? — (der Unterschied liegt im Zwecke)»
— also für einen gewissen Zweck.
Für welchen Zweck? — für die Wohlfahrt (Glück
seligkeit).
Definition: moralisch ist dasjenige Verhalten, welches
für die Wohlfahrt zweckmäßig ist.
(--- das Mittel — zur Wohlfahrt als Zweck).
Fr. 5. Hier (in der Definition) ist also die Rede von einem
Zweck und einem Mittel.
Das Mittel (Verhalten) wird beurteilt nach dem Zweck;
der Zweck ist also gegeben, wird als feststehend an
genommen.
Den Zweck setzt aber der Wille. Wird nun ein
bestimmter Zweck als gegeben, als feststehend an
genommen, so wird auch dieser bestimmte Wille
als gegeben, als feststehend angenommen.
(Folgerung: also dieser Wille wird nicht beurteilt
— kommt nicht in Frage, wird voraus
gesetzt; beurteilt wird nur das Mittel

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