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I. Abteilung. Abhandlungen.
dieses Herrn ausdrücken, und daß dieselben, wenn auch vielleicht von vielen
seiner Parteigenossen geteilt, doch auch von andern bedauert werden. Wenn end
lich die konservative Partei vor allem das Interesse des ländlichen Grundbesitzes
vertritt und das der Schule dagegen zurücktreten läßt, so ist das bei ihrer Zu
sammensetzung leicht begreiflich. Es ist das ebenso natürlich, als wenn eine
Partei des Abgeornetenhauses, die vorherrschend aus Schulmännern bestände, die
Interessen der Schule mehr als die der Landwirtschaft berücksichtigen würde.
Was die ultramontane Partei betrifft, so hält sie in ihrem Verhalten die Mitte
zwischen der liberalen und konservativen Partei. - In den Entscheidungen über
Schulfragen stimmt sie mit der letzteren Partei, in ihren Äußerungen dagegen
vermeidet sie klugerweise alles für den Lehrerstand Verletzende. Gleich den Libe
ralen suchen auch die Ultramontanen den Lehrer durch häufige Versicherungen
ihres Wohlwollens bei der Partei zu erhalten, wenngleich sie es nicht so nötig
haben als jene, da die katholischen Lehrer ja durch zahlreiche andere Bande an
sie gefesselt sind. Kurz, Schule und Lehrer haben von keiner Partei viel zu er
warten, weil keine in ihrer Gesamtheit dem Schulwesen nahe genug steht, um
Verständnis und Liebe für dasselbe besitzen zu können. Einzelne Männer, die
davon eine Ausnahme machen, giebt es in jeder Partei, in dieser vielleicht mehr,
in jener weniger. Diese Männer schickt man vor, wenn es nötig ist, aber bei
den Abstimmungen entscheiden nicht sie, sondern die Masse der Partei. Wer
diese unsere politischen Zustände vorurteilslos betrachtet, wird gewiß der Be
hauptung zustimmen, daß der von den politischen Parteien regierte
Staat außer stände sei. befriedigende Zustände auf dem Schulgebiete
zu fchaffen. Immerhin liegt jedoch in dem Verhalten der politischen Parteien
die Lehre, daß die bürgerlichen Gemeinden und der Staat, weil sie nicht in
erster Linie bei dem Schulwesen interessiert sind, auch nicht die ersten oder
alleinigen Träger der Schullasten sein dürfen.
Allerdings würde unser Schulwesen wohl kaum in seine jetzige kritische Lage
gekommen sein, wenn nicht außer den genannten noch andere tiefer liegende Ur
sachen mitgewirkt hätten. Als solche möchten wir nennen das Verhalten der
Lehrer in pädagogischen und schulpolitischen Fragen, sodann die Zustände auf
sozialem und kirchlichem Gebiete und endlich die geringe Förderung, welche die
pädagogische Wissenschaft erfährt.
lernt hat" oder: „Es ist gut, den Kindern eine gute Erziehung zu geben und ihnen
recht viel Kenntnisse beizubringen." Und wer weiß, ob wir als Gesamtheit durch
allzu eifrige Sorge für Bildung im Volke nicht auch schon aus einem Standpunkte an
gelangt sind, in dem die ganze Nation als solche sich schon in einer gewissen Über
produktion befindet und auf dem Punkte angelangt ist, wo sie, wenn sie noch mehr auf
ihre Schulen und Bildungsmittel verwendet, schließlich in ihrer Wohlhabenheit und
ihrer Leistungs- und Widerstandsfähigkeit zurückgeht.

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