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I. Abteilung. Abhandlungen.
Interessenten an der Schulverwaltung wünsche; daß ich aber im Gegensatze zu ihm
1. die Schule als Staatssache betrachte und 2. seine Begründung der Schul
gemeinde durch ein angebliches Erziehungsrecht der Familie bestreite.
11. Mein Herr Gegner tadelt, daß ich der aus Kap. 1 des „Fundament
stückes" hervorgehenden unvollständigen Darstellung der Ideen Dörpfelds sofort
einige Worte der Beurteilung folgen lasse. Und was thut er? Er führt diese
Darstellung zunächst dem Leser vor, weist ihre Unvollständigkeit mit leichter Mühe
nach, und kommt damit bequem zum Schluffe: R. habe in seiner Kritik eine teils
unvollständige, teils ungenaue, teils unwahre Darstellung von den Ansichten Dörp
felds gegeben, er müsse also das von ihm beurteilte Buch entweder gar nicht oder
doch nur sehr ungenau gelesen haben. Erst zwei Seiten später teilt er dann
dem Leser mit, daß aus dem Fortgange meiner Kritik doch wohl hervorgehe, daß
ich die richtige Organisation der Schulgemeinde wenigstens im allgemeinen kenne;
ich hätte das vorhin verschwiegen, um imstande zu sein, das Buch in Bausch
und Bogen zu verurteilen. Ja, wenn das auch richtig wäre, so möchte ich jetzt
wohl in der Lage sein, meinem Herrn Gegner den mir gemachten Vorwurf zurück
zugeben. Auch er bemüht sich, den Leser mehrere Seiten lang in der Meinung
zu lassen, daß ich wirklich die jetzt bestehende Schulgemeinde als volle Realisierung
der Ideen Dörpfelds ansähe, natürlich zu dem Zwecke, jenes oben angeführte
Urteil über mich aussprecheu zu können; denn daß dies nach den späteren An
führungen nicht mehr möglich war, versteht sich ganz von selbst. Herr D. kann
hieraus ersehen, daß es leichter ist, an andern eine Untugend zu rügen als sie
selbst zu vermeiden.
Übrigens will ich gern zugeben, daß die Worte, die ich mir erlaubte an die
Darstellung der jetzt bestehenden Schulgemeindeverfassung anzuknüpfen, leicht miß
verstanden werden konnten. Die Berechtigung, sie auszusprecheu, lag für mich
teils in dem Umstande, daß die Schrift Dörpfelds laut ihrem Titel zunächst als
Schutzschrift für die bestehenden Verhältnisse aufgefaßt werden will, wenn sie auch
in ihren späteren Kapiteln bedeutend weiter geht; teils entnahm ich sie dem fol
genden Abschnitte des „Fuudamentstückes", in dem die Vorzüge des rheinländischen
Schulwesens auf das Vorhandensein der Schulgemeinde, also doch der thatsächlich
bestehenden, nicht der idealen, zurückgeführt werden.
12. Auch betreffs dieser Darlegungen muß ich auf dem eingenommenen
Standpunkte beharren. Ich finde darin nicht den zwingenden Nachweis davon,
daß jene Vorzüge notwendig Resultate der den betreffenden Landesteilen eigen
tümlichen Schulverfassung sein müßten. Wohl läßt sich aus einem Teile des
Angeführten erkennen, wie vorteilhaft für die Entwicklung des Schulwesens es
sei, wenn auch der Bevölkerung ein Anteil an seiner Verwaltung eingeräumt
werde. Das ist doch aber auch ohne Einführung der rheinländischen Schul
gemeindeverfassung möglich. Auch bei uns im Osten erstreckt sich die Selbst-

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